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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Fotografie im öffentlichen Raum
Beitrag
<blockquote data-quote="studio24" data-source="post: 2490296" data-attributes="member: 190934"><p>Das wäre auch für dein das Thema verfehlende Posting wünschenswert gewesen.</p><p></p><p></p><p>Eben. Man muß weder Sternekoch sein noch Gastronomie studiert haben, nicht mal selber kochen können um zu sagen, ob einem ein Essen schmeckt.</p><p></p><p>Ich kann die Bedenken von [USER=697900]@Miss Kelpie[/USER] durchaus nachvollziehen.</p><p></p><p>Nahezu alle "iconic pictures" zeigen Personen (und meist solche, die sich weder der Aufnahme bewußt waren noch der Veröffentlichung zustimmten). Sei es nun der <a href="https://offthebase.files.wordpress.com/2012/08/eisenstaedt_alfred_m2_vj_day_lasiter_16x20_l.jpg" target="_blank">Kissing Sailor</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Phan_Thi_Kim_Phuc" target="_blank">Phan Thi Kim Phuc</a> und die anderen Personen auf dem Bild oder das Bild von .</p><p></p><p>Das sind natürlich Extrembeispiele, aber sie sollen auch nur zeigen, dass Fotografie auch ein lebendes Medium sein kann und Gefühle vermitteln soll. Was die Frage aufwirft, was denn nun Zeitgeschichte ist; nur ein verletztes Kind im Krieg oder auch eine Frau, die gerade vom Einkauf kommt?</p><p></p><p>Natürlich kann man Fotografie auch als Medium zur Darstellung von Farben, Kontrasten, Strukturen, Landschaften, Panoramen, Tieren und Stillleben verstehen. Das ist ja alles ganz nett, aber berührt doch nicht wirklich ("nett" ist schließlich die kleine Schwester von Sch...e). Und je technisch perfekter sie werden desto langweiliger.</p><p></p><p>Wirklich berührend (zumindest für mich) sind doch eigentlich nur Bilder, in denen es um Menschen geht, um Leute, um Typen aus dem Leben. Nicht das Model-Gedöns, das langweilt auch nur noch (es sei denn, die Bilder sind so gut wie die von Helmut Newton).</p><p></p><p>Wenn man Nachrichten schaut, sieht man Bilder von Vanuatu. Da werden aber nicht nur die zertrümmerten Häuser gezeigt, sondern auch die betroffenen Leute. Das betrifft genau so alle anderen Ereignisse, seien es erfreuliche oder unerfreuliche. Es geht immer um Menschen. Zieht mal von den Nachrichtenbildern die Personen ab, da bleibt genau so wenig über wie bei einem Krimi ohne Menschen.</p><p></p><p>Die Hilfsorganisationen haben das verstanden und schicken Fotografen gezielt los, um Schockbilder für ihre 4-Farb-Broschüren zu schießen. Große Augen, verhungernde Kinder und Wasserbäuche ziehen immer. Das ist für mich allerdings mehr als grenzwertig, wird aber aus dem Spendenbusiness wohl nicht wegzubekommen sein. Ob die abgebildeten Personen wohl auch über ihre Persönlichkeitsrechte informiert wurden? Wohl kaum, geht es doch hier um ein Geschäft.</p><p></p><p>Unsere Persönlichkeitsrechte werden mittlerweile doch ganz anders unterlaufen und mißachtet. Da ist das Recht am eigenen Bild nach KUG doch nur ein Nebenkriegsschauplatz und dient vorwiegend der Einkommenssicherung der Jura-Industrie.</p><p></p><p>Der Begriffe "Öffentlichkeit" und "Privatsphäre" bedürfen dringend einer rechtlichen Neudefinition. Wer sich in den Regen stellt kann naß werden und wer sich in die Öffentlichkeit begibt kann nun mal von anderen gesehen werden. Und muss demzufolge damit rechnen, auch von anderen wahrgenommen und evtl. auch fotografiert zu werden.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="studio24, post: 2490296, member: 190934"] Das wäre auch für dein das Thema verfehlende Posting wünschenswert gewesen. Eben. Man muß weder Sternekoch sein noch Gastronomie studiert haben, nicht mal selber kochen können um zu sagen, ob einem ein Essen schmeckt. Ich kann die Bedenken von [USER=697900]@Miss Kelpie[/USER] durchaus nachvollziehen. Nahezu alle "iconic pictures" zeigen Personen (und meist solche, die sich weder der Aufnahme bewußt waren noch der Veröffentlichung zustimmten). Sei es nun der [URL='https://offthebase.files.wordpress.com/2012/08/eisenstaedt_alfred_m2_vj_day_lasiter_16x20_l.jpg']Kissing Sailor[/URL], [URL='http://en.wikipedia.org/wiki/Phan_Thi_Kim_Phuc']Phan Thi Kim Phuc[/URL] und die anderen Personen auf dem Bild oder das Bild von . Das sind natürlich Extrembeispiele, aber sie sollen auch nur zeigen, dass Fotografie auch ein lebendes Medium sein kann und Gefühle vermitteln soll. Was die Frage aufwirft, was denn nun Zeitgeschichte ist; nur ein verletztes Kind im Krieg oder auch eine Frau, die gerade vom Einkauf kommt? Natürlich kann man Fotografie auch als Medium zur Darstellung von Farben, Kontrasten, Strukturen, Landschaften, Panoramen, Tieren und Stillleben verstehen. Das ist ja alles ganz nett, aber berührt doch nicht wirklich ("nett" ist schließlich die kleine Schwester von Sch...e). Und je technisch perfekter sie werden desto langweiliger. Wirklich berührend (zumindest für mich) sind doch eigentlich nur Bilder, in denen es um Menschen geht, um Leute, um Typen aus dem Leben. Nicht das Model-Gedöns, das langweilt auch nur noch (es sei denn, die Bilder sind so gut wie die von Helmut Newton). Wenn man Nachrichten schaut, sieht man Bilder von Vanuatu. Da werden aber nicht nur die zertrümmerten Häuser gezeigt, sondern auch die betroffenen Leute. Das betrifft genau so alle anderen Ereignisse, seien es erfreuliche oder unerfreuliche. Es geht immer um Menschen. Zieht mal von den Nachrichtenbildern die Personen ab, da bleibt genau so wenig über wie bei einem Krimi ohne Menschen. Die Hilfsorganisationen haben das verstanden und schicken Fotografen gezielt los, um Schockbilder für ihre 4-Farb-Broschüren zu schießen. Große Augen, verhungernde Kinder und Wasserbäuche ziehen immer. Das ist für mich allerdings mehr als grenzwertig, wird aber aus dem Spendenbusiness wohl nicht wegzubekommen sein. Ob die abgebildeten Personen wohl auch über ihre Persönlichkeitsrechte informiert wurden? Wohl kaum, geht es doch hier um ein Geschäft. Unsere Persönlichkeitsrechte werden mittlerweile doch ganz anders unterlaufen und mißachtet. Da ist das Recht am eigenen Bild nach KUG doch nur ein Nebenkriegsschauplatz und dient vorwiegend der Einkommenssicherung der Jura-Industrie. Der Begriffe "Öffentlichkeit" und "Privatsphäre" bedürfen dringend einer rechtlichen Neudefinition. Wer sich in den Regen stellt kann naß werden und wer sich in die Öffentlichkeit begibt kann nun mal von anderen gesehen werden. Und muss demzufolge damit rechnen, auch von anderen wahrgenommen und evtl. auch fotografiert zu werden. [/QUOTE]
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