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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Fotokritik
Beitrag
<blockquote data-quote="Tim_Kim" data-source="post: 1067830" data-attributes="member: 269873"><p><strong>AW: Fotokritik</strong></p><p></p><p>In der Regel wird bei Wettbewerben vom Veranstalter verlangt, dass man ihm Nutzungsrechte im Rahmen des Wettbewerbs oder darüber hinaus einräumt. Damit versichert sich der Veranstalter, dass er die Bilder auch veröffentlichen darf, was ja wichtig ist, wenn über den Wettbewerb berichtet wird oder Bilder daraus zum Verkauf (beispielsweise in einer Zusammenstellung) angeboten werden.</p><p></p><p>Die Abtretung der Nutzungsrechte (deiner Nutzungsrechte) kann nun so weit gehen (je nach Vertrag, bei Onlinewettbewerben unbedingt die AGB lesen), dass du selbst das eingereichte Bild gar nicht mehr veröffentlichen kannst, obwohl du Urheber bist.</p><p></p><p>Beim sehr bekannten Zeitungswettbewerb "Blende ####" beispielsweise sind die <u><a href="http://www.hna.de/blendestart/00_20090618150600_Teilnahmebedingungen_quotBlende_zweinullnullne.html" target="_blank">Teilnahmebedingungen</a></u> (Muster) sehr moderat, was aber auch ganz anders sein kann. Hier macht es mitunter Sinn sich die Teilnahmebedingungen vorher genau anzuschauen und ggf. auch erklären zu lassen.</p><p></p><p>Diese Dinge sind im <u><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html" target="_blank">Urheberrecht</a></u> geregelt, ein zweiter wichtiger Begriff ist <u><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzungsrecht" target="_blank">Nutzungsrecht</a></u>. Nutzungsrechte legen beispielsweise fest, wie lange eine Sache (dein Bild) vom Vertragspartner genutzt werden darf, ob er Dritten Nutzungsrechte einräumen kann, für was das Bild genutzt werden darf, usw.).</p><p></p><p></p><p>Gut, dass du nicht anders konntest und mehr muss auch nicht mehr gesagt werden, wenn du selbst schon um "den Fehler" weißt - ich habe ohnehin den Eindruck, dass du Bilder durchaus mehrmals machst oder täusche ich mich da (z. B. Wendeltreppe).</p><p></p><p>Ich kenne die Ecke, hatte aber noch nie Gelegenheit dort zu fotografieren. Bei meinem nächsten Berlinaufenthalt steht allerdings gerade Kreuzberg im Mittelpunkt meines fotografischen Interesses.</p><p></p><p>"Under", eben weil du unter der Untergrundbahn stehst - das war meine Assoziation.</p><p></p><p>Kippende Bilder trotz Stativ lassen darauf schließen, dass du an der "falschen" Kante ausrichtest. Bei vielen Motiven (hier auf jeden Fall) verlaufen Linien nicht klar in eine Richtung. Das Auge hat die Angewohnheit einen Fixpunkt zu suchen, entweder folgt es den Linien (hier der Kurve) oder sucht nach einer senkrechten oder waagrechten Linie, um die eigene Position (die des Betrachters) einzunorden, also einen Bezug zur Lage des eigenen Körpers zu finden. Da wir Menschen von Natur aus so angelegt sind (unsere Augen), dass wir Bewegungen, die quer zur Blickrichtung verlaufen (<u><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peripheres_Sehen" target="_blank">Peripheres Sehen</a></u>) sehr effektiv wahrnehmen, fallen nicht senkrechte Linien sofort ins Auge. Die waagrechten Linien braucht es mehr für unser Gleichgewichtsorgan, was man beispielsweise bei der Seekrankheit durch den ständig verschobenen Horizont unsanft zu spüren bekommt - natürlich kommt dort auch noch die Wellenbewegung dazu <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /></p><p></p><p>Jetzt allerdings alle stilistischen Merkmals (die Ausrichtung auf den auslaufenden Brückenbogen ist so eines) dieser "Regel" unterzuordnen, muss nicht sein. Zumal du im Bild durch die Weitwinkelperspektive nie alle senkrechten Linien senkrecht stellen können wirst, ohne ein extra dafür konstruiertes Objektiv (Tilt-/Shif-Objektive) zu nutzen. - Lass es so und drehe es nicht, wird wahrscheinlich besser aussehen - aber mal testen solltest du schon.</p><p></p><p><em>Der Absatz drüber ist eigentlich auch nur eine Erklärung dafür, warum Fotografen so gernen rügen, dass ein Bild nicht gerade steht - obwohl, die Fotografen sind es eigentlich weniger, eher die Knipser**.</em></p><p></p><p></p><p>Ich hatte schon gemerkt, dass da auch künstliches Licht von unterschiedlichen Positionen im Spiel sein musste, weil auch rechts hinter dem Geländer unterschiedlicher Schattenwurf zu erkennen war. Genau das macht das Bild ja so interessant.</p><p></p><p>Hast du um das Lamda auch getrickst? Da ist eine leichte Unschärfe im Bild, die mir auch gleich aufgefallen war. Sieht fast so aus, als ob das Bild an der Stelle bearbeitet ist, was ja nach der Wiki-Erklärung durchaus Sinn machen würde. - Man sieht übrigens an der Titelwahl die unterschiedlichen Kontexte, in denen wir Bilder betrachten. Das sollte bei der Titelwahl immer auch eine Rolle spielen, schließlich sollen möglichst viele Betrachten den Titel verstehen. Insofern ist es manchmal gut über die Generationen die Assoziationen mit dem Titel abzufragen.</p><p></p><p>_____</p><p><span style="font-size: 9px">* #### = Jahreszahl</span></p><p><span style="font-size: 9px">** Knipser stellt in diesem Zusammenhang die deutlich kürzer benötigte Zeit für die Erstellung eines Bildes im Gegensatz zum Fotografen heraus, keinesfalls die später erlangte Qualität des Bildes.</span></p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Tim_Kim, post: 1067830, member: 269873"] [b]AW: Fotokritik[/b] In der Regel wird bei Wettbewerben vom Veranstalter verlangt, dass man ihm Nutzungsrechte im Rahmen des Wettbewerbs oder darüber hinaus einräumt. Damit versichert sich der Veranstalter, dass er die Bilder auch veröffentlichen darf, was ja wichtig ist, wenn über den Wettbewerb berichtet wird oder Bilder daraus zum Verkauf (beispielsweise in einer Zusammenstellung) angeboten werden. Die Abtretung der Nutzungsrechte (deiner Nutzungsrechte) kann nun so weit gehen (je nach Vertrag, bei Onlinewettbewerben unbedingt die AGB lesen), dass du selbst das eingereichte Bild gar nicht mehr veröffentlichen kannst, obwohl du Urheber bist. Beim sehr bekannten Zeitungswettbewerb "Blende ####" beispielsweise sind die [U][URL="http://www.hna.de/blendestart/00_20090618150600_Teilnahmebedingungen_quotBlende_zweinullnullne.html"]Teilnahmebedingungen[/URL][/U] (Muster) sehr moderat, was aber auch ganz anders sein kann. Hier macht es mitunter Sinn sich die Teilnahmebedingungen vorher genau anzuschauen und ggf. auch erklären zu lassen. Diese Dinge sind im [U][URL="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html"]Urheberrecht[/URL][/U] geregelt, ein zweiter wichtiger Begriff ist [U][URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzungsrecht"]Nutzungsrecht[/URL][/U]. Nutzungsrechte legen beispielsweise fest, wie lange eine Sache (dein Bild) vom Vertragspartner genutzt werden darf, ob er Dritten Nutzungsrechte einräumen kann, für was das Bild genutzt werden darf, usw.). Gut, dass du nicht anders konntest und mehr muss auch nicht mehr gesagt werden, wenn du selbst schon um "den Fehler" weißt - ich habe ohnehin den Eindruck, dass du Bilder durchaus mehrmals machst oder täusche ich mich da (z. B. Wendeltreppe). Ich kenne die Ecke, hatte aber noch nie Gelegenheit dort zu fotografieren. Bei meinem nächsten Berlinaufenthalt steht allerdings gerade Kreuzberg im Mittelpunkt meines fotografischen Interesses. "Under", eben weil du unter der Untergrundbahn stehst - das war meine Assoziation. Kippende Bilder trotz Stativ lassen darauf schließen, dass du an der "falschen" Kante ausrichtest. Bei vielen Motiven (hier auf jeden Fall) verlaufen Linien nicht klar in eine Richtung. Das Auge hat die Angewohnheit einen Fixpunkt zu suchen, entweder folgt es den Linien (hier der Kurve) oder sucht nach einer senkrechten oder waagrechten Linie, um die eigene Position (die des Betrachters) einzunorden, also einen Bezug zur Lage des eigenen Körpers zu finden. Da wir Menschen von Natur aus so angelegt sind (unsere Augen), dass wir Bewegungen, die quer zur Blickrichtung verlaufen ([U][URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Peripheres_Sehen"]Peripheres Sehen[/URL][/U]) sehr effektiv wahrnehmen, fallen nicht senkrechte Linien sofort ins Auge. Die waagrechten Linien braucht es mehr für unser Gleichgewichtsorgan, was man beispielsweise bei der Seekrankheit durch den ständig verschobenen Horizont unsanft zu spüren bekommt - natürlich kommt dort auch noch die Wellenbewegung dazu ;) Jetzt allerdings alle stilistischen Merkmals (die Ausrichtung auf den auslaufenden Brückenbogen ist so eines) dieser "Regel" unterzuordnen, muss nicht sein. Zumal du im Bild durch die Weitwinkelperspektive nie alle senkrechten Linien senkrecht stellen können wirst, ohne ein extra dafür konstruiertes Objektiv (Tilt-/Shif-Objektive) zu nutzen. - Lass es so und drehe es nicht, wird wahrscheinlich besser aussehen - aber mal testen solltest du schon. [I]Der Absatz drüber ist eigentlich auch nur eine Erklärung dafür, warum Fotografen so gernen rügen, dass ein Bild nicht gerade steht - obwohl, die Fotografen sind es eigentlich weniger, eher die Knipser**.[/I] Ich hatte schon gemerkt, dass da auch künstliches Licht von unterschiedlichen Positionen im Spiel sein musste, weil auch rechts hinter dem Geländer unterschiedlicher Schattenwurf zu erkennen war. Genau das macht das Bild ja so interessant. Hast du um das Lamda auch getrickst? Da ist eine leichte Unschärfe im Bild, die mir auch gleich aufgefallen war. Sieht fast so aus, als ob das Bild an der Stelle bearbeitet ist, was ja nach der Wiki-Erklärung durchaus Sinn machen würde. - Man sieht übrigens an der Titelwahl die unterschiedlichen Kontexte, in denen wir Bilder betrachten. Das sollte bei der Titelwahl immer auch eine Rolle spielen, schließlich sollen möglichst viele Betrachten den Titel verstehen. Insofern ist es manchmal gut über die Generationen die Assoziationen mit dem Titel abzufragen. _____ [SIZE=1]* #### = Jahreszahl[/SIZE] [SIZE=1]** Knipser stellt in diesem Zusammenhang die deutlich kürzer benötigte Zeit für die Erstellung eines Bildes im Gegensatz zum Fotografen heraus, keinesfalls die später erlangte Qualität des Bildes.[/SIZE] [/QUOTE]
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