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Fotopapier für Laser- und Tintenstrahldrucker?
Beitrag
<blockquote data-quote="pixelmaker" data-source="post: 2687503" data-attributes="member: 287879"><p>Hallo</p><p></p><p>das ist eine Interessante Aufgabe.</p><p>Du willst zwei Drucktechniken die grundsätzlich andere Substrate als Druckmedium brauchen auf einem Medium Drucken.</p><p><u>Tintenstrahldruck</u> braucht ein Material das mit einer hydrophilen, mikroporösen Schicht beschichtet ist. </p><p>Man kann Tintenstrahdruck auch auf ungeleimtes Papier drucken, aber gute Qualität gibt es nur bei Druck auf Spezialmedien.</p><p>Der <u>Laserdruck</u> braucht ein Medium mit möglichst glatter, hitzebeständiger Beschichtung. Gedruckt wird von einer harten Walze die sich der Papieroberfläche nicht anpasst. Fixiert wird der Druck durch eine heiße, ebenfalls harte Walze. Je rauher die Oberfläche ist um so unterschiedlicher sind die gedruckten Rasterpunkte. Man kann zwar auf Normalpapier drucken, aber gute Drucke mit ordentlicher Randschärfe brauchen auch ein Spezialpapier.</p><p></p><p>Zurück zum Tintenstrahldruck. Die Beschichtung der Inkjet-Medien enthält ein hygroskopisches Pulver um die Tinten aufzunehmen, in der Regel PVP (Polyvinylpyrrolidon). Der Schmelzpunkt liegt bei ~150°C. Die Fixierwalze im Laserdrucker ist eine glatte Stahlwalze in der eine Halogenlampe für Hitze sorgt, die Walze wird auf 180°-200°C erhitzt um das Pulver des Laserdruckers zu Fixieren.</p><p>Erwischst Du also ein Tintenstrahlmedium bei dem die Schicht aus PVP besteht schmilzt Dir das auf der Fixierwalze des Laserdruckers.</p><p>Sollte die Schicht des Tintenstrahlmedium die Temperatur vertragen gehe ich davon aus das sie vergilben wird und die Kapillaren werden sich unkontrolliert verschliessen.</p><p>Also müsste, wenn das Tintenstrahlmedium die Hitze halbwegs übersteht der Tintenstrahdruck <u>vor</u> dem Laserdruck geschehen.</p><p>Wenn Dein Tintenstrahdrucker mit Farbstofftinten arbeitet sind die nicht Hitzefest. Die Farbstoffe zerfallen ab 130°C. Es gibt Farbstofftinten für die Thermosublimation die diese Temperaturen halten. Bei Thermosublimation wandern die Farbstoffe unter Hitze in Polyester. Aber der Druck mit Thermosublimationsfarben sieht von den Farben her nie so aus wie der endgültige Druck.</p><p>Nur Pigmenttinten halten die Temperatur aus, die Tinten in Epson Großformatdruckern sind Pigmenttinten. Wie es bei anderen Firmen aussieht weiß ich nicht. Die billigen Bürodrucker haben in der Regel Farbstofftinten.</p><p>Beim Thermotransfer mit den Folie ist auch wieder hohe Temperatur nötig.</p><p></p><p>Der Weg geht also nur am "nomalen" Tintenstrahldruckmedium vorbei. Ich denke wenn Du das in den Laserdrucker steckst ist Deine Experimentierlust schon vorbei weil die Schicht dann auf der Fixierwalze klebt. </p><p></p><p>Ich habe einen Flachbett-Tintenstrahler mit spezieller Tinte auf Wasserbasis, damit kann ich in 8-Farben-Epson Qualität mit 2880dpi auf glatte Materialien Drucken. Ich bedrucke damit Acrylglas. Die Pigmente in der Farbe sind zumindest bis 180°C hitzefest, ich gieße die Drucke in Acrylglas ein und verforme diese auch, ohne das es Farbverschiebungen gibt. Höhere Temperaturen habe ich nicht getestet.</p><p>Technisch gesehen geht es also mit einem Tintenstrahldrucker haltbar auf das Laserdruckmedium zu drucken. Aber so eine Anlage steht nicht irgendwo in einem Copyshop rum.</p><p></p><p>grüße</p><p>ralf</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="pixelmaker, post: 2687503, member: 287879"] Hallo das ist eine Interessante Aufgabe. Du willst zwei Drucktechniken die grundsätzlich andere Substrate als Druckmedium brauchen auf einem Medium Drucken. [U]Tintenstrahldruck[/U] braucht ein Material das mit einer hydrophilen, mikroporösen Schicht beschichtet ist. Man kann Tintenstrahdruck auch auf ungeleimtes Papier drucken, aber gute Qualität gibt es nur bei Druck auf Spezialmedien. Der [U]Laserdruck[/U] braucht ein Medium mit möglichst glatter, hitzebeständiger Beschichtung. Gedruckt wird von einer harten Walze die sich der Papieroberfläche nicht anpasst. Fixiert wird der Druck durch eine heiße, ebenfalls harte Walze. Je rauher die Oberfläche ist um so unterschiedlicher sind die gedruckten Rasterpunkte. Man kann zwar auf Normalpapier drucken, aber gute Drucke mit ordentlicher Randschärfe brauchen auch ein Spezialpapier. Zurück zum Tintenstrahldruck. Die Beschichtung der Inkjet-Medien enthält ein hygroskopisches Pulver um die Tinten aufzunehmen, in der Regel PVP (Polyvinylpyrrolidon). Der Schmelzpunkt liegt bei ~150°C. Die Fixierwalze im Laserdrucker ist eine glatte Stahlwalze in der eine Halogenlampe für Hitze sorgt, die Walze wird auf 180°-200°C erhitzt um das Pulver des Laserdruckers zu Fixieren. Erwischst Du also ein Tintenstrahlmedium bei dem die Schicht aus PVP besteht schmilzt Dir das auf der Fixierwalze des Laserdruckers. Sollte die Schicht des Tintenstrahlmedium die Temperatur vertragen gehe ich davon aus das sie vergilben wird und die Kapillaren werden sich unkontrolliert verschliessen. Also müsste, wenn das Tintenstrahlmedium die Hitze halbwegs übersteht der Tintenstrahdruck [U]vor[/U] dem Laserdruck geschehen. Wenn Dein Tintenstrahdrucker mit Farbstofftinten arbeitet sind die nicht Hitzefest. Die Farbstoffe zerfallen ab 130°C. Es gibt Farbstofftinten für die Thermosublimation die diese Temperaturen halten. Bei Thermosublimation wandern die Farbstoffe unter Hitze in Polyester. Aber der Druck mit Thermosublimationsfarben sieht von den Farben her nie so aus wie der endgültige Druck. Nur Pigmenttinten halten die Temperatur aus, die Tinten in Epson Großformatdruckern sind Pigmenttinten. Wie es bei anderen Firmen aussieht weiß ich nicht. Die billigen Bürodrucker haben in der Regel Farbstofftinten. Beim Thermotransfer mit den Folie ist auch wieder hohe Temperatur nötig. Der Weg geht also nur am "nomalen" Tintenstrahldruckmedium vorbei. Ich denke wenn Du das in den Laserdrucker steckst ist Deine Experimentierlust schon vorbei weil die Schicht dann auf der Fixierwalze klebt. Ich habe einen Flachbett-Tintenstrahler mit spezieller Tinte auf Wasserbasis, damit kann ich in 8-Farben-Epson Qualität mit 2880dpi auf glatte Materialien Drucken. Ich bedrucke damit Acrylglas. Die Pigmente in der Farbe sind zumindest bis 180°C hitzefest, ich gieße die Drucke in Acrylglas ein und verforme diese auch, ohne das es Farbverschiebungen gibt. Höhere Temperaturen habe ich nicht getestet. Technisch gesehen geht es also mit einem Tintenstrahldrucker haltbar auf das Laserdruckmedium zu drucken. Aber so eine Anlage steht nicht irgendwo in einem Copyshop rum. grüße ralf [/QUOTE]
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