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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Fotorecht - Foto vom Dach eines Parkhauses veröffentlichen?
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 2397208" data-attributes="member: 432756"><p>Du sagst es. Der öffentlich zugängliche - aber theoretisch verschliessbare - Garten des in öffentlicher Hand befindlichen Schlosses Sanssouci fällt NICHT unter die Panoramafreiheit - übel von der "Stiftung" durchgeklagt. Fotolia hat vorsichtshalber alle Bilder von dort entfernt, die nicht eindeutig von außerhalb der Grundstücksgrenze angefertigt wurden.</p><p></p><p>Nebenbei: Gerade öffentliche Einrichtungen sind hier was das Gelände angeht beharrlich "privat". Wenn so ein Parkhaus der Bahn gehört und in der Innenstadt liegt, ist das häufig schlimmer als wenn das einer Investmentbank gehören würde.</p><p></p><p></p><p></p><p>Schon, sicher, ja. </p><p>Ich liebe dieses Hickhack auch nicht. Aber man sollte nicht vergessen: Fotograf, Koch usw. sind Berufe, die nicht umsonst über Jahre gelernt werden. Viel dieser Ausbildungszeit hat mit der Vermittlung solcher juristischer Grenzen zu tun (was sollte ich Alles nicht machen?).</p><p>Es ist schön, dass wir heute passable Kameras wie geschenkt in den Telefonen haben. Ebenso, dass wir satte Hardware heute so spottbillig kriegen, dass wir eben nicht erst Profis werden müssen, um uns diese Geräte leisten zu können.</p><p>Wenn wir aber ohne Ausbildung - nur Kraft eines geilen Geräts - in Profi-Bereiche vorstoßen wollen (... auch Kohle mit Bildmaterial machen wollen ... ) müssen wir dafür eben "Wissensschulden" aufholen. Polemisch gesagt: nur "einfach schon mal mitverdienen" wollen, aber "Sorgen ist was für die anderen Trottel" ... das gibt's halt nirgends.</p><p></p><p>Nicht zuletzt: auch hier im Forum haben wir manchmal Fragen über trivialste Teelöffel-Bilder. Da ist ganz schnell der Trend in die andere Richtung erkennbar: aaaaalles verletzte Rechte, einen Anwalt dazu holen usw. </p><p>Eine piraten-artige Vereinfachung würde sinnvollerweise nicht nur einem Architekten die Hoheit über seine Häuserfront nehmen (damit wir das schön knipsen können) sondern sicher auch uns die ganzen Rechte über die Nutzung vieler unserer Trivialbilder zu Gunsten einer höherer Abmahnsicherheit im Internet ("Bild unautorisiert genutzt? Schluck runter!"). </p><p>Zur zweiten Hälfte dieser Gleichung müssen wir Gestalter natürlich auch bereit sein.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 2397208, member: 432756"] Du sagst es. Der öffentlich zugängliche - aber theoretisch verschliessbare - Garten des in öffentlicher Hand befindlichen Schlosses Sanssouci fällt NICHT unter die Panoramafreiheit - übel von der "Stiftung" durchgeklagt. Fotolia hat vorsichtshalber alle Bilder von dort entfernt, die nicht eindeutig von außerhalb der Grundstücksgrenze angefertigt wurden. Nebenbei: Gerade öffentliche Einrichtungen sind hier was das Gelände angeht beharrlich "privat". Wenn so ein Parkhaus der Bahn gehört und in der Innenstadt liegt, ist das häufig schlimmer als wenn das einer Investmentbank gehören würde. Schon, sicher, ja. Ich liebe dieses Hickhack auch nicht. Aber man sollte nicht vergessen: Fotograf, Koch usw. sind Berufe, die nicht umsonst über Jahre gelernt werden. Viel dieser Ausbildungszeit hat mit der Vermittlung solcher juristischer Grenzen zu tun (was sollte ich Alles nicht machen?). Es ist schön, dass wir heute passable Kameras wie geschenkt in den Telefonen haben. Ebenso, dass wir satte Hardware heute so spottbillig kriegen, dass wir eben nicht erst Profis werden müssen, um uns diese Geräte leisten zu können. Wenn wir aber ohne Ausbildung - nur Kraft eines geilen Geräts - in Profi-Bereiche vorstoßen wollen (... auch Kohle mit Bildmaterial machen wollen ... ) müssen wir dafür eben "Wissensschulden" aufholen. Polemisch gesagt: nur "einfach schon mal mitverdienen" wollen, aber "Sorgen ist was für die anderen Trottel" ... das gibt's halt nirgends. Nicht zuletzt: auch hier im Forum haben wir manchmal Fragen über trivialste Teelöffel-Bilder. Da ist ganz schnell der Trend in die andere Richtung erkennbar: aaaaalles verletzte Rechte, einen Anwalt dazu holen usw. Eine piraten-artige Vereinfachung würde sinnvollerweise nicht nur einem Architekten die Hoheit über seine Häuserfront nehmen (damit wir das schön knipsen können) sondern sicher auch uns die ganzen Rechte über die Nutzung vieler unserer Trivialbilder zu Gunsten einer höherer Abmahnsicherheit im Internet ("Bild unautorisiert genutzt? Schluck runter!"). Zur zweiten Hälfte dieser Gleichung müssen wir Gestalter natürlich auch bereit sein. [/QUOTE]
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