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Frage: Wie retuschiert ihr Wasserschäden etc.?
Beitrag
<blockquote data-quote="Palpatin" data-source="post: 2628050" data-attributes="member: 561919"><p>Zum Thema "Was ist eigentlich das Ziel" hab ich häufiger mal mit ihm diskutiert, aber nie eine klare Antwort bekommen. Um ehrlich zu sein, glaube ich, er macht das selbst eher nach Gutdünken.</p><p></p><p>Wenn ich selbst an ähnliche Arbeiten herangehen würde, dann tatsächlich eher so wie gegenwärtige Restauratoren - sprich, ich würde ein Original abspeichern und die bearbeitete Version so gestalten, dass nur offensichtlich im Lauf der Zeit dazugekommene Schäden entfernt werden. Ich würde also z.B. auch das Gesicht und den Kragen der unteren Dame "entbräunen", da das leicht als Teil des Wasserschadens erkennbar ist, was mein Bekannter jetzt nicht gemacht hat. Vielleicht würde ich auch noch die Risse in ihrer blauen Bluse wenigstens teilweise zu kitten versuchen, und die Flecken auf dem roten Rock tilgen, soweit ich mir das zutraue. Hingegen hätte ich z.B. nicht die Stelle am Ellenbogen der Dame im gelben Kleid entfernt, wo eindeutig im Original bereits die Farbe übergeflossen ist.</p><p></p><p>Was die Fransen der Tischdecke und den Schatten der Tische angeht: Die sind ja auch im Original gefärbt (goldgelb bzw. braun). Da kann ich also nachvollziehen, dass die Farbe bei der Restaurierung nicht angerührt wurde.</p><p></p><p>Relativ gut gelungen zu sein scheint mir die Entfernung des Wasserschadens in der Schrift, z.B. im Wort "Obstkram" unten, aber selbst da vermute ich, jemand professionelles hätte ein besseres Ergebnis erzielen können. Man sieht etwa in den Ligaturen des "t" und des "k" jeweils braune Spuren, wo klar ist: Er hat mit einem Kopierstempel gearbeitet, und der Stempel war einfach gerade zu groß, um auch in die feinen Abstände zwischen den Buchstaben einzudringen.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Palpatin, post: 2628050, member: 561919"] Zum Thema "Was ist eigentlich das Ziel" hab ich häufiger mal mit ihm diskutiert, aber nie eine klare Antwort bekommen. Um ehrlich zu sein, glaube ich, er macht das selbst eher nach Gutdünken. Wenn ich selbst an ähnliche Arbeiten herangehen würde, dann tatsächlich eher so wie gegenwärtige Restauratoren - sprich, ich würde ein Original abspeichern und die bearbeitete Version so gestalten, dass nur offensichtlich im Lauf der Zeit dazugekommene Schäden entfernt werden. Ich würde also z.B. auch das Gesicht und den Kragen der unteren Dame "entbräunen", da das leicht als Teil des Wasserschadens erkennbar ist, was mein Bekannter jetzt nicht gemacht hat. Vielleicht würde ich auch noch die Risse in ihrer blauen Bluse wenigstens teilweise zu kitten versuchen, und die Flecken auf dem roten Rock tilgen, soweit ich mir das zutraue. Hingegen hätte ich z.B. nicht die Stelle am Ellenbogen der Dame im gelben Kleid entfernt, wo eindeutig im Original bereits die Farbe übergeflossen ist. Was die Fransen der Tischdecke und den Schatten der Tische angeht: Die sind ja auch im Original gefärbt (goldgelb bzw. braun). Da kann ich also nachvollziehen, dass die Farbe bei der Restaurierung nicht angerührt wurde. Relativ gut gelungen zu sein scheint mir die Entfernung des Wasserschadens in der Schrift, z.B. im Wort "Obstkram" unten, aber selbst da vermute ich, jemand professionelles hätte ein besseres Ergebnis erzielen können. Man sieht etwa in den Ligaturen des "t" und des "k" jeweils braune Spuren, wo klar ist: Er hat mit einem Kopierstempel gearbeitet, und der Stempel war einfach gerade zu groß, um auch in die feinen Abstände zwischen den Buchstaben einzudringen. [/QUOTE]
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