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Fotografie und Gestaltung
Kameras & andere Hardware
HD Nachtaufnahmen mit langer Belichtung
Beitrag
<blockquote data-quote="Micha8583" data-source="post: 1872012" data-attributes="member: 399547"><p><strong>AW: HD Nachtaufnahmen mit langer Belichtung</strong></p><p></p><p>die Bezeichnung HD findet sich meistens in der Filmerei wieder, glaube ich. Bei Fotografien nimmt man eigentlich die größtmögliche Auflösung (du hast ja für alle MPix bezahlt - also darfst du sie auch benutzen!). Kleinerrechnen lassen geht hinterher problemlos. Ansonstens empfehle ich dir, gerade bei den "besonderen" Lichtverhältnissen wie nachts, im RAW- Format zu belichten, hiermit hast du für die Nachbearbeitung die meisten Spielräume, insbesonders beim Weißabgleich. </p><p>Stativ wurde schon erwähnt, kann aber nicht oft genug wiederholt werden. Spiegelvorauslösung wird auch noch gerne unterschätzt, lohnt sich aber auch immer wieder; allerdings bei Belichtungen deutlich jenseits der 20 Sekunden ist diese Erschütterung nicht mehr relevant.</p><p>Belichtet wird mit dem niedrigsten ISO- Wert der vertretbar ist. Kamerainterne Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung empfehle ich, einzuschalten. Wenn Sterne als Punkte abgebildet werden sollen, solltest du im Weitwinkelbereich unter 30 Sekunden Belichtungszeit bleiben. </p><p>Bildstabilisator ausschalten, da der sonst "flimmert" / zittert, da es nix zum stabilisieren gibt. </p><p>Fernauslöser reicht auch die Biligvariante für 10€ aus der Bucht, alleine deswegen, weil man bei "B" (Bulb)- Belichtungen nicht die ganze Zeit mit dem Finger auf dem Auslöser bleiben muß, sondern mit dem 1. Drücken den Verschluß öffnet und dem 2. Drücken den Verschluß wieder schließt. Da die meisten Kameras nur maximal 30 Sekunden von alleine belichten, muß man für längere Zeiten von Hand abstoppen, welches zum Punkt "Stopuhr" führt. Damit man diese auch ablesen kann, wäre eine kleine Taschenlampe ein sehr nüzliches Utensil. </p><p>Die Scharfstellerei: entweder du hast genug Licht, um durch den Sucher scharf zu stellen oder evtl im Live View. Da kann man auch scharf stellen. Alternative: du suchst dir am Tag einen Punkt, der in etwa deinem Motivabstand entspricht, stellst darauf scharf und markierst dir den Punkt auf dem Objektiv mit Klebeband. </p><p>Dann nachts auf manueller Focus und den Punkt einstellen und: feddisch. Hier lohnt es sich übrigens auch, die Begriffe "Tiefenschärfe" und "Hyperfocale Distanz" zu googlen und erforschen. Lerne die Bedienung der Kamera auswendig, nachts bei Frost ist der falsche Zeitpunkt dafür. Und noch mal: Stativ! Ein richtiges, hier im Forum wimmeln genug Threads zu dem Thema rum. Es muß kein High- End- Carbonteil von Manfrotto sein (oder doch? ich kenne dein Budget nicht..<img src="/styles/default/xenforo/smilies/tongue.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":P" title="Stick Out Tongue :P" data-shortname=":P" />). Aber noch weniger so ein Notenständer vom Discounter. </p><p>Filter: nachts nur in Spezialfällen vornöten, dann Graufilter, Grauverlaufsfilter und gaaanz vielleicht Polfilter. Wenn man denn nachts Spiegelungen erkennen kann, die es abzumildern oder verstärken gilt. Himmel abdunkeln fällt ja flach...</p><p>Grauverlaufsfilter braucht man, wenn man innerhalb eines Bilders große Helligkeitsunterschiede hat, die man sonst nicht in den Griff bekommt. Beispiel: Sonnenaufgang, enweder die Landschaft wird zu dunkel oder der Sonnenaufgang gnadenlos zu hell. </p><p>UV- Filter: in seiner Primärfuntion überflüssig, da die Sensoren eh eine UV- Sperrschicht haben. Sekundärfunktion ist der Objektivschutz vor Kratzern und Schmutz, der damit erkauft wird, daß nun dem Objektiv zwei zusätzliche Glasoberflächen hinzugefügt werden, die auch sauber gehalten werden wollen. Wer's mag...</p><p>Das waren mal so einige Tips auf die schnelle, nun aber rausgehen und Bilder machen! </p><p>Wenn du dir unsicher bist mit dem, was du tust, könntest du dir noch eine Art Bildertagebuch führen, wo du für jedes Bild deine Absichten und Erwartungen aufschreibst, so kannst du anderntags bei der Nachbearbeitung besser verfolgen, ob dir die gewünschte Umsetzung auch so gelungen ist.</p><p>Kurzer Nachklapp zum Thema Fokusieren: der rechte Anschlag beim manuellen fokussieren ist NICHT die Stellung für "Unendlich", sondern etwas darüber hinaus (die mathematisch versierten unter euch mögen sich kurz abwenden und mir diesen Lapsus bitte verzeihen).</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Micha8583, post: 1872012, member: 399547"] [b]AW: HD Nachtaufnahmen mit langer Belichtung[/b] die Bezeichnung HD findet sich meistens in der Filmerei wieder, glaube ich. Bei Fotografien nimmt man eigentlich die größtmögliche Auflösung (du hast ja für alle MPix bezahlt - also darfst du sie auch benutzen!). Kleinerrechnen lassen geht hinterher problemlos. Ansonstens empfehle ich dir, gerade bei den "besonderen" Lichtverhältnissen wie nachts, im RAW- Format zu belichten, hiermit hast du für die Nachbearbeitung die meisten Spielräume, insbesonders beim Weißabgleich. Stativ wurde schon erwähnt, kann aber nicht oft genug wiederholt werden. Spiegelvorauslösung wird auch noch gerne unterschätzt, lohnt sich aber auch immer wieder; allerdings bei Belichtungen deutlich jenseits der 20 Sekunden ist diese Erschütterung nicht mehr relevant. Belichtet wird mit dem niedrigsten ISO- Wert der vertretbar ist. Kamerainterne Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung empfehle ich, einzuschalten. Wenn Sterne als Punkte abgebildet werden sollen, solltest du im Weitwinkelbereich unter 30 Sekunden Belichtungszeit bleiben. Bildstabilisator ausschalten, da der sonst "flimmert" / zittert, da es nix zum stabilisieren gibt. Fernauslöser reicht auch die Biligvariante für 10€ aus der Bucht, alleine deswegen, weil man bei "B" (Bulb)- Belichtungen nicht die ganze Zeit mit dem Finger auf dem Auslöser bleiben muß, sondern mit dem 1. Drücken den Verschluß öffnet und dem 2. Drücken den Verschluß wieder schließt. Da die meisten Kameras nur maximal 30 Sekunden von alleine belichten, muß man für längere Zeiten von Hand abstoppen, welches zum Punkt "Stopuhr" führt. Damit man diese auch ablesen kann, wäre eine kleine Taschenlampe ein sehr nüzliches Utensil. Die Scharfstellerei: entweder du hast genug Licht, um durch den Sucher scharf zu stellen oder evtl im Live View. Da kann man auch scharf stellen. Alternative: du suchst dir am Tag einen Punkt, der in etwa deinem Motivabstand entspricht, stellst darauf scharf und markierst dir den Punkt auf dem Objektiv mit Klebeband. Dann nachts auf manueller Focus und den Punkt einstellen und: feddisch. Hier lohnt es sich übrigens auch, die Begriffe "Tiefenschärfe" und "Hyperfocale Distanz" zu googlen und erforschen. Lerne die Bedienung der Kamera auswendig, nachts bei Frost ist der falsche Zeitpunkt dafür. Und noch mal: Stativ! Ein richtiges, hier im Forum wimmeln genug Threads zu dem Thema rum. Es muß kein High- End- Carbonteil von Manfrotto sein (oder doch? ich kenne dein Budget nicht..:P). Aber noch weniger so ein Notenständer vom Discounter. Filter: nachts nur in Spezialfällen vornöten, dann Graufilter, Grauverlaufsfilter und gaaanz vielleicht Polfilter. Wenn man denn nachts Spiegelungen erkennen kann, die es abzumildern oder verstärken gilt. Himmel abdunkeln fällt ja flach... Grauverlaufsfilter braucht man, wenn man innerhalb eines Bilders große Helligkeitsunterschiede hat, die man sonst nicht in den Griff bekommt. Beispiel: Sonnenaufgang, enweder die Landschaft wird zu dunkel oder der Sonnenaufgang gnadenlos zu hell. UV- Filter: in seiner Primärfuntion überflüssig, da die Sensoren eh eine UV- Sperrschicht haben. Sekundärfunktion ist der Objektivschutz vor Kratzern und Schmutz, der damit erkauft wird, daß nun dem Objektiv zwei zusätzliche Glasoberflächen hinzugefügt werden, die auch sauber gehalten werden wollen. Wer's mag... Das waren mal so einige Tips auf die schnelle, nun aber rausgehen und Bilder machen! Wenn du dir unsicher bist mit dem, was du tust, könntest du dir noch eine Art Bildertagebuch führen, wo du für jedes Bild deine Absichten und Erwartungen aufschreibst, so kannst du anderntags bei der Nachbearbeitung besser verfolgen, ob dir die gewünschte Umsetzung auch so gelungen ist. Kurzer Nachklapp zum Thema Fokusieren: der rechte Anschlag beim manuellen fokussieren ist NICHT die Stellung für "Unendlich", sondern etwas darüber hinaus (die mathematisch versierten unter euch mögen sich kurz abwenden und mir diesen Lapsus bitte verzeihen). [/QUOTE]
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