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<blockquote data-quote="Tim_Kim" data-source="post: 1415401" data-attributes="member: 269873"><p>Die Technik nennt sich DRI (<em>dynamic range increase</em>) und das Ergebnis HDRI (<em>high dynamic range image</em>). Genaugenommen ist die Bezeichnung <em>dynamic range increase</em> nicht ganz korrekt, die Technik ist eigentlich eher mit <u><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exposure_Blending" target="_blank">exposure blending</a></em></u> zu beschreiben. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:</p><p></p><ol> <li data-xf-list-type="ol">Erhöhung des Dynamikumfangs, durch verrechnen mehrere Bilder einer Blendenreihe - der Gesamtdynamikumfang wird erhöht und muss anschließend für die Ausgabe durch <em>tone mapping</em> wieder reduziert werden, da der erweiterte Dynamikumfang beispielsweise nicht gedruckt werden kann. Das führt bei der Ausgabe auf Monitoren beispielsweise zu den "bekannten" HDR-Bildern, die aber eigentlich eine Spielerei der Technik sind.</li> <li data-xf-list-type="ol">Dezente Erhöhung des Dynamikumfangs in Teilbereichen des Bildes, um mehr Zeichnung zu erreichen - die eigentliche Anwendung für <em>exposure blending</em>. Dabei geht es entweder darum Bereiche mit starken Kontrasten (Lampe im Dunkeln sehr hell und Rest des Bildes deutlich dunkler) so anzugleichen, dass keine überstrahlten oder abgesoffenen Bereiche (jeweils ohne Zeichnung) entstehen. Lichter werden beispielsweise dunkler belichtet ins Endbild eingerechnet und dunkle Stellen heller. Dadurch verringert sich der Dynamikumfang im Bild keinesfalls, sondern es wird die ganze Breite des vorhandenen Umfangs genutzt, weil in allen Helligkeiten Zeichnung vorhanden ist (Abstufungen statt einheitliche Flächen).</li> </ol><p>Beim vorliegenden Bild kann es durchaus möglich sein, dass im Himmel mehr Zeichnung entstanden ist und jetzt Farbnuancen zu sehen sind, die auf den Einzelbildern so nicht vorhanden sind. Ideal, im Sinne eines klar erkennbaren HDR-Bildes, ist das Motiv sicher nicht, aber ich erwähnte ja bereits, dass das eigentlich auch gar nicht die Absicht von HDR-Bildern ist.</p><p></p><p>Gute HDR-Bilder sind als solche im Idealfall gar nicht zu erkennen, weil der Fotograf zwar die Zeichnung erhöht hat, aber den Dynamikumfang insgesamt nicht oder nur kaum.</p><p></p><p>Dynamikumfang = Anzahl der Abstufungen zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle im Bild (vereinfacht dargestellt)</p><p></p><p>Je nach Dateiformat, können beispielsweise JPG oder TIFF unterschiedlich viele Abstufungen speichern. JPG kann je Farbe 256 (8 Bit) Abstufungen speichern und TIFF 65356 (16 Bit). Ein Bild im RAW-Format liegt mit 12 bzw. 14 Bit (je nach Kamera) vor und wird vor der Ausgabe in eine Format konvertiert, das im Farbraum des Ausgabemediums darstellbar ist.</p><p></p><p>Du kannst sie gerne auch verkleinert einstellen. Man sollte in etwas noch erkennen können, wo die Bilder unterschiedliche Helligkeiten aufweisen, um beurteilen zu können, wo überhaupt etwas zu sehen sein müsste.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Tim_Kim, post: 1415401, member: 269873"] Die Technik nennt sich DRI ([I]dynamic range increase[/I]) und das Ergebnis HDRI ([I]high dynamic range image[/I]). Genaugenommen ist die Bezeichnung [I]dynamic range increase[/I] nicht ganz korrekt, die Technik ist eigentlich eher mit [U][I][URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Exposure_Blending"]exposure blending[/URL][/I][/U] zu beschreiben. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: [LIST=1] [*]Erhöhung des Dynamikumfangs, durch verrechnen mehrere Bilder einer Blendenreihe - der Gesamtdynamikumfang wird erhöht und muss anschließend für die Ausgabe durch [I]tone mapping[/I] wieder reduziert werden, da der erweiterte Dynamikumfang beispielsweise nicht gedruckt werden kann. Das führt bei der Ausgabe auf Monitoren beispielsweise zu den "bekannten" HDR-Bildern, die aber eigentlich eine Spielerei der Technik sind. [*]Dezente Erhöhung des Dynamikumfangs in Teilbereichen des Bildes, um mehr Zeichnung zu erreichen - die eigentliche Anwendung für [I]exposure blending[/I]. Dabei geht es entweder darum Bereiche mit starken Kontrasten (Lampe im Dunkeln sehr hell und Rest des Bildes deutlich dunkler) so anzugleichen, dass keine überstrahlten oder abgesoffenen Bereiche (jeweils ohne Zeichnung) entstehen. Lichter werden beispielsweise dunkler belichtet ins Endbild eingerechnet und dunkle Stellen heller. Dadurch verringert sich der Dynamikumfang im Bild keinesfalls, sondern es wird die ganze Breite des vorhandenen Umfangs genutzt, weil in allen Helligkeiten Zeichnung vorhanden ist (Abstufungen statt einheitliche Flächen). [/LIST] Beim vorliegenden Bild kann es durchaus möglich sein, dass im Himmel mehr Zeichnung entstanden ist und jetzt Farbnuancen zu sehen sind, die auf den Einzelbildern so nicht vorhanden sind. Ideal, im Sinne eines klar erkennbaren HDR-Bildes, ist das Motiv sicher nicht, aber ich erwähnte ja bereits, dass das eigentlich auch gar nicht die Absicht von HDR-Bildern ist. Gute HDR-Bilder sind als solche im Idealfall gar nicht zu erkennen, weil der Fotograf zwar die Zeichnung erhöht hat, aber den Dynamikumfang insgesamt nicht oder nur kaum. Dynamikumfang = Anzahl der Abstufungen zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle im Bild (vereinfacht dargestellt) Je nach Dateiformat, können beispielsweise JPG oder TIFF unterschiedlich viele Abstufungen speichern. JPG kann je Farbe 256 (8 Bit) Abstufungen speichern und TIFF 65356 (16 Bit). Ein Bild im RAW-Format liegt mit 12 bzw. 14 Bit (je nach Kamera) vor und wird vor der Ausgabe in eine Format konvertiert, das im Farbraum des Ausgabemediums darstellbar ist. Du kannst sie gerne auch verkleinert einstellen. Man sollte in etwas noch erkennen können, wo die Bilder unterschiedliche Helligkeiten aufweisen, um beurteilen zu können, wo überhaupt etwas zu sehen sein müsste. [/QUOTE]
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