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Ist das hier eigentlich schon eine Thema DROHNEN / QUADROCOPTER
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 2467435" data-attributes="member: 432756"><p>Doch, doch, kann ich - dass hätte aber nicht in meine schöne Aufzählung gepasst. Gibst Du zumindest zu, dass die Schreibrichtung - wie man nachlesen kann - erstmal die Gefahrenlage nennt und darunter dann die Möglichkeiten?</p><p></p><p>Um hier mal etwas von der wahrgenommenen Anklagestimmung rauszunehmen: auch ich bin von diesem Denken ja keineswegs frei. Allerdings störe ich mich bisweilen an den eigenen Bedenken. Gut war ich im letzten Urlaub in der Karibik (wo ich nun leider doch sehr selten bin): da habe ich keinen Mietwagen genommen, weil es keine Vollkaskoversicherung gibt. Was da Alles passieren könnte. Die Einwohner haben so eine Versicherung natürlich auch Alle nicht und fahren trotzdem Auto. Ich - der mit den Menschen im Vergleich dort (3. Welt) wohlhabendere Europäer - traue mich das nicht, weil der Wagen schlechter abgedeckt ist als zuhause. Da bin ich mir zum Beispiel mit meinem Anteil deutscher Vollkaskomentalität selbst auf den Nerv gegangen. Natürlich hätte ich lieber diese traumhafte Insel frei erkundet.</p><p></p><p>Viel leichter als bei mir selbst, fällt mir das natürlich bei Texten Anderer in Foren auf.<img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":)" title="Smile :)" loading="lazy" data-shortname=":)" /></p><p></p><p></p><p></p><p>Richtig, die Lage ist dort tatsächlich besonders interessant - sprengt aber vermutlich unseren Thread. </p><p></p><p>Ein vorliegender Regulierungsentwurf zum Droheneinsatz in den USA sieht meines Wissens sogar vor, dass eine kommerzielle Verwendung von drohnenbasiertem Material praktisch gar nicht möglich ist. Zumindest hat die Kombination aller Vorbedingungen am Ende zu einer "leeren Menge" der Fälle geführt, in denen das möglich wäre. Also: der nicht-kommerzielle Drohnenflug ist möglich, Anmeldung ähnlich wie bei uns - meines Wissens auch über Nationalparks. Aber: eine kommerzielle Nutzung von Bildern, Filmen dürfte grundsätzlich nicht möglich sein (sicherlich nur soweit man das dann dem Material ansieht - wer will bei gleichermaßen möglichen Szenen beurteilen, ob man im Flugzeug/Hubschrauber saß oder eine Drohne genutzt hat). Aber: wozu sollte man dann als Fotograf/Filmer da fliegen?</p><p>Das dürfte nichts mit Datenschutz zu tun haben - den gibt es da in unserem Sinne ja nicht. Da kann Dein Hausarzt durchaus namentlich publizieren, wer HIV-positiv ist oder Reizdarm hat, die Versicherungen können diese Daten namensbezogen austauschen usw. Zumindest würde ich mich wundern, wenn die USA ausgerechnet bei Drohnenflügen mit dem Datenschutz anfangen würden.</p><p></p><p>Im Moment weiß ich noch nicht, welche Interessengruppe dafür maßgeblich ist. Von Truckerlobby (Transporteure!) über Hollywood (Film- und Fotorechtinhaber) bis NSA ("nur wir sollten wissen wie die USA oben aussehen") kommen alle in Frage.</p><p></p><p>Unabhängig davon muss man sich in den USA bewusst sein, dass es da ja ohnehin auch keine Panaromafreiheit wie bei uns gibt. Wo ein Eigentümer oder Urheber sein könnte (also überall außerhalb der Flora) ist die kommerzielle Nutzung von US-Bildmaterial ohnehin nicht ganz unproblematisch. Den Banken z.B. gehört auch der Bürgersteig - so eine Regelung wie "von öffentlich zugänglichem Grund ok" gibt es damit nicht. Jeder Dachziegel (sofern erkennbar) könnte eine Klage nach sich ziehen. Aus dem Bauch würde ich das für so eine Art fotografischen Protektionismus halten. Selbst wenn ich da unkörperlich (also physikalisch gefahrlos) drüber könnte, sollte das gelten. </p><p></p><p>Aber: </p><ul> <li data-xf-list-type="ul">Nichts visuell Aufzeichnetes kommerziell nutzen dürfen ist nicht dasselbe wie nicht aufzeichnen dürfen (also: sämtliche verstohlenen Privatausspähungen unkommerziell ins Netz stellen ginge demnach).</li> <li data-xf-list-type="ul">Beides heißt nicht: nicht fliegen dürfen - wenn man so sehr vor Unfällen Angst hat (was ja ok ist), wäre doch eine starke Einengung des Drohnen-Fliegens richtig und nicht der Verbot <em>des Verkaufs</em> von Bildern von Nationalparks.<br /> </li> <li data-xf-list-type="ul">Die Diskussion ist z.B. bei Heise zusammengefasst: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Kampagne-fuer-korrekten-Drohneneinsatz-2513316.html" target="_blank">http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Kampagne-fuer-korrekten-Drohneneinsatz-2513316.html</a></li> <li data-xf-list-type="ul">Und: Drohen im eigenen Land vielleicht nicht fliegen haben wollen, heißt nicht, dass man sie nicht trotzdem in anderen Länder betreiben und verkaufen kann (und sich dort eine ganze Infrastruktur unter den Nagel reißen kann - wie etwa den Second-Hand-Markt mit eBay, das hätte bei uns ja genauso funktioniert wenn die USA bei sich z.B. den Second-Hand-Markt per se wegreguliert hätten).</li> </ul><p>Wie in vielen Bereichen taugt das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" meiner Meinung nach ganz schwer um Maßstäbe für richtig/falsch zu finden. Den Katalystor haben sie flächendeckend 1973 vorgeschrieben - da war Umwelt für uns kaum mehr als eine zu verarbeitende Ressource: vorausschauend. Dagegen ist der dort schon lange laufende Gentechnik-Einsatz - für mich - unendlich naiv. Da gibt es keine Bedenken. Allerdings gibt es wieder Bedenken gegen die Vererbungslehre und gegen deren Grundlagen (was ja Genetik wäre) in Schulen - da sollen in einigen Staaten wieder an die Bibel angelehnte Schulbücher genutzt werden - mehr Noah statt DNS. </p><p>Für mich eine Mischung aus vernünftig bis komplett irrational - als Orientierung finde ich dieses Spektrum unbrauchbar. Ich rechne beim Drohnenthema aber auch mit so einer Bandbreite. </p><p>Knapper: aus den US-Vorlagen können wir aus meiner Sicht derzeit überhaupt nichts Sinnvolles dafür ableiten, was für uns gut wäre.</p><p></p><p>Damit mache ich erstmal Schluß für heute.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 2467435, member: 432756"] Doch, doch, kann ich - dass hätte aber nicht in meine schöne Aufzählung gepasst. Gibst Du zumindest zu, dass die Schreibrichtung - wie man nachlesen kann - erstmal die Gefahrenlage nennt und darunter dann die Möglichkeiten? Um hier mal etwas von der wahrgenommenen Anklagestimmung rauszunehmen: auch ich bin von diesem Denken ja keineswegs frei. Allerdings störe ich mich bisweilen an den eigenen Bedenken. Gut war ich im letzten Urlaub in der Karibik (wo ich nun leider doch sehr selten bin): da habe ich keinen Mietwagen genommen, weil es keine Vollkaskoversicherung gibt. Was da Alles passieren könnte. Die Einwohner haben so eine Versicherung natürlich auch Alle nicht und fahren trotzdem Auto. Ich - der mit den Menschen im Vergleich dort (3. Welt) wohlhabendere Europäer - traue mich das nicht, weil der Wagen schlechter abgedeckt ist als zuhause. Da bin ich mir zum Beispiel mit meinem Anteil deutscher Vollkaskomentalität selbst auf den Nerv gegangen. Natürlich hätte ich lieber diese traumhafte Insel frei erkundet. Viel leichter als bei mir selbst, fällt mir das natürlich bei Texten Anderer in Foren auf.:) Richtig, die Lage ist dort tatsächlich besonders interessant - sprengt aber vermutlich unseren Thread. Ein vorliegender Regulierungsentwurf zum Droheneinsatz in den USA sieht meines Wissens sogar vor, dass eine kommerzielle Verwendung von drohnenbasiertem Material praktisch gar nicht möglich ist. Zumindest hat die Kombination aller Vorbedingungen am Ende zu einer "leeren Menge" der Fälle geführt, in denen das möglich wäre. Also: der nicht-kommerzielle Drohnenflug ist möglich, Anmeldung ähnlich wie bei uns - meines Wissens auch über Nationalparks. Aber: eine kommerzielle Nutzung von Bildern, Filmen dürfte grundsätzlich nicht möglich sein (sicherlich nur soweit man das dann dem Material ansieht - wer will bei gleichermaßen möglichen Szenen beurteilen, ob man im Flugzeug/Hubschrauber saß oder eine Drohne genutzt hat). Aber: wozu sollte man dann als Fotograf/Filmer da fliegen? Das dürfte nichts mit Datenschutz zu tun haben - den gibt es da in unserem Sinne ja nicht. Da kann Dein Hausarzt durchaus namentlich publizieren, wer HIV-positiv ist oder Reizdarm hat, die Versicherungen können diese Daten namensbezogen austauschen usw. Zumindest würde ich mich wundern, wenn die USA ausgerechnet bei Drohnenflügen mit dem Datenschutz anfangen würden. Im Moment weiß ich noch nicht, welche Interessengruppe dafür maßgeblich ist. Von Truckerlobby (Transporteure!) über Hollywood (Film- und Fotorechtinhaber) bis NSA ("nur wir sollten wissen wie die USA oben aussehen") kommen alle in Frage. Unabhängig davon muss man sich in den USA bewusst sein, dass es da ja ohnehin auch keine Panaromafreiheit wie bei uns gibt. Wo ein Eigentümer oder Urheber sein könnte (also überall außerhalb der Flora) ist die kommerzielle Nutzung von US-Bildmaterial ohnehin nicht ganz unproblematisch. Den Banken z.B. gehört auch der Bürgersteig - so eine Regelung wie "von öffentlich zugänglichem Grund ok" gibt es damit nicht. Jeder Dachziegel (sofern erkennbar) könnte eine Klage nach sich ziehen. Aus dem Bauch würde ich das für so eine Art fotografischen Protektionismus halten. Selbst wenn ich da unkörperlich (also physikalisch gefahrlos) drüber könnte, sollte das gelten. Aber: [LIST] [*]Nichts visuell Aufzeichnetes kommerziell nutzen dürfen ist nicht dasselbe wie nicht aufzeichnen dürfen (also: sämtliche verstohlenen Privatausspähungen unkommerziell ins Netz stellen ginge demnach). [*]Beides heißt nicht: nicht fliegen dürfen - wenn man so sehr vor Unfällen Angst hat (was ja ok ist), wäre doch eine starke Einengung des Drohnen-Fliegens richtig und nicht der Verbot [I]des Verkaufs[/I] von Bildern von Nationalparks. [*]Die Diskussion ist z.B. bei Heise zusammengefasst: [url]http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Kampagne-fuer-korrekten-Drohneneinsatz-2513316.html[/url] [*]Und: Drohen im eigenen Land vielleicht nicht fliegen haben wollen, heißt nicht, dass man sie nicht trotzdem in anderen Länder betreiben und verkaufen kann (und sich dort eine ganze Infrastruktur unter den Nagel reißen kann - wie etwa den Second-Hand-Markt mit eBay, das hätte bei uns ja genauso funktioniert wenn die USA bei sich z.B. den Second-Hand-Markt per se wegreguliert hätten). [/LIST] Wie in vielen Bereichen taugt das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" meiner Meinung nach ganz schwer um Maßstäbe für richtig/falsch zu finden. Den Katalystor haben sie flächendeckend 1973 vorgeschrieben - da war Umwelt für uns kaum mehr als eine zu verarbeitende Ressource: vorausschauend. Dagegen ist der dort schon lange laufende Gentechnik-Einsatz - für mich - unendlich naiv. Da gibt es keine Bedenken. Allerdings gibt es wieder Bedenken gegen die Vererbungslehre und gegen deren Grundlagen (was ja Genetik wäre) in Schulen - da sollen in einigen Staaten wieder an die Bibel angelehnte Schulbücher genutzt werden - mehr Noah statt DNS. Für mich eine Mischung aus vernünftig bis komplett irrational - als Orientierung finde ich dieses Spektrum unbrauchbar. Ich rechne beim Drohnenthema aber auch mit so einer Bandbreite. Knapper: aus den US-Vorlagen können wir aus meiner Sicht derzeit überhaupt nichts Sinnvolles dafür ableiten, was für uns gut wäre. Damit mache ich erstmal Schluß für heute. [/QUOTE]
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