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Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 1892041" data-attributes="member: 432756"><p><strong>AW: Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?</strong></p><p></p><p>Nein. Warum auch?</p><p></p><p>Das Konstrukt ist: Du - als KSK-Künstler - gibst an, wer Deine Auftraggeber sind. Die Auftraggeber sind <em>eigentlich</em> verpflichtet an die KSK Sozialbeiträge für die Beauftragung des Künstlers zu zahlen. Natürlich reißen sich viele Auftraggeber um Details wie KSK, Steuern oder Arbeitnehmerbeiträge nicht gerade.</p><p>Daher kommen ja diese von Dir beschriebenen Tricks: der Auftraggeber macht dem Künstler einen cleveren Vorschlag, wie man den Auftrag so darstellt, dass es nicht von der KSK erfasst wird ("Plattenspieler wurde bewacht" statt DJing). Wenn der Künstler das nun tatsächlich akzeptiert und offiziell nun "Wachdienst" schiebt statt auflegt, passiert - vom Unterschlagungsdelikt mal ganz abgesehen - einfach Folgendes: die KSK wird vom Auftraggeber keinen KSK-Betrag <em>für den Künstler(!)</em> einziehen. Denn: der Künstler hat mit diesem Auftritt auch seinen Rentenanteil mitgeleugnet. Einziger Nutznießer: der Auftraggeber. </p><p></p><p>Deinen Schluß ...</p><p>... verstehe ich darum nicht. </p><p></p><p>Aus meiner Sicht:</p><p>Ich wäre als Künstler mit Auftraggebern vorsichtig, die mich um meinen KSK-Sozialbeitrag prellen wollen. Eigentlich erledigt die KSK hier im Auftrag des Künstlers die ziemlich trockene und mühsige Aufgabe Beiträge verbindlich einzuziehen. Wer seinem Geld schon mal nachgelaufen ist, weiß ich ätzend das sein kann. Wenn man unbedingt einen Stein schmeißen will: sicher - <Allgemeinposten auf>auch die KSK wird einen Verwaltungsapparat haben, der davon auch finanziert wird. </Allgemeinposten Ende></p><p></p><p>Nix dagegen, dass das vielleicht manchem Auftraggeber zu teuer ist oder manchmal überraschend kommt, weil viele das einfach nicht wissen. Dann soll doch aber ein Diskothekenbesitzer sich informieren oder selbst die Platten auflegen. </p><p></p><p>Ich kann bei meinem Gas-Installateur doch auch nicht sagen - "Mehrwertsteuer hatte ich gar nicht auf dem Schirm - das muss ich Ihnen von der Rechnung abziehen."</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 1892041, member: 432756"] [b]AW: Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?[/b] Nein. Warum auch? Das Konstrukt ist: Du - als KSK-Künstler - gibst an, wer Deine Auftraggeber sind. Die Auftraggeber sind [I]eigentlich[/I] verpflichtet an die KSK Sozialbeiträge für die Beauftragung des Künstlers zu zahlen. Natürlich reißen sich viele Auftraggeber um Details wie KSK, Steuern oder Arbeitnehmerbeiträge nicht gerade. Daher kommen ja diese von Dir beschriebenen Tricks: der Auftraggeber macht dem Künstler einen cleveren Vorschlag, wie man den Auftrag so darstellt, dass es nicht von der KSK erfasst wird ("Plattenspieler wurde bewacht" statt DJing). Wenn der Künstler das nun tatsächlich akzeptiert und offiziell nun "Wachdienst" schiebt statt auflegt, passiert - vom Unterschlagungsdelikt mal ganz abgesehen - einfach Folgendes: die KSK wird vom Auftraggeber keinen KSK-Betrag [I]für den Künstler(!)[/I] einziehen. Denn: der Künstler hat mit diesem Auftritt auch seinen Rentenanteil mitgeleugnet. Einziger Nutznießer: der Auftraggeber. Deinen Schluß ... ... verstehe ich darum nicht. Aus meiner Sicht: Ich wäre als Künstler mit Auftraggebern vorsichtig, die mich um meinen KSK-Sozialbeitrag prellen wollen. Eigentlich erledigt die KSK hier im Auftrag des Künstlers die ziemlich trockene und mühsige Aufgabe Beiträge verbindlich einzuziehen. Wer seinem Geld schon mal nachgelaufen ist, weiß ich ätzend das sein kann. Wenn man unbedingt einen Stein schmeißen will: sicher - <Allgemeinposten auf>auch die KSK wird einen Verwaltungsapparat haben, der davon auch finanziert wird. </Allgemeinposten Ende> Nix dagegen, dass das vielleicht manchem Auftraggeber zu teuer ist oder manchmal überraschend kommt, weil viele das einfach nicht wissen. Dann soll doch aber ein Diskothekenbesitzer sich informieren oder selbst die Platten auflegen. Ich kann bei meinem Gas-Installateur doch auch nicht sagen - "Mehrwertsteuer hatte ich gar nicht auf dem Schirm - das muss ich Ihnen von der Rechnung abziehen." [/QUOTE]
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