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Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 1892204" data-attributes="member: 432756"><p><strong>AW: Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?</strong></p><p></p><p>Verstanden. </p><p>Ich habe auf Deinen Post geantwortet - inklusive dem Zitat darin. Das ergab im Kontext für mich die Frage, ob die KSK es ersetzt, wenn einen der Auftraggeber gelinkt hat. Darum nein und "warum", weil man am Abzock je mitgewirkt hätte.</p><p>Sehe jetzt, dass das so nicht gefragt war. </p><p></p><p>Jetzt verstehe ich Deine Frage als "warum zieht die KSK auch dann von Auftraggebern Geld, wenn der Auftragnehmer gar nicht bei denen gemeldet ist?"</p><p></p><p>Darüber kann man natürlich streiten. </p><p>Vom Prinzip her handelt es sich nicht um ein personenbezogenes System wie meinetwegen einer private Rentenvorsorge (irgendwie hängt das, was Du kriegst mit dem zusammen, was Du vorher eingezahlt hast) sondern um ein Solidarsystem. Wie es dort so ist: alles kommt in einen Pool und wird an die berechtigten Bedürftigen ausgezahlt. Etwas weitläufiger Zulangen sorgt dafür, dass die Defizite solcher Solidarkassen nicht noch größer sind als ohnehin schon. Eine Gewinnbude, die an der Börse gehandelt werden könnte, ist die KSK recht sicher nicht.</p><p></p><p>Ist nicht viel anders bei Gema-Gebühren auf Festplatten (ob Du nun mp3_s drauf hast oder nicht ...) der kommenden G-E-Z-Lösung (ob Du Fernsehen guckst oder nicht ...), der gesetzlichen Krankenkasse (ob Du viel krank bist oder nicht ...) - immer gilt: zahle. Manchmal mit immensen Widersprüchen: Selbstständige müssen z.B. für Mitarbeiter Kassenbeiträge zahlen und dürfen selbst nicht mal in diese Kassen rein.</p><p></p><p>Aber so ist das eben in D. Da gäb's noch x weitere solche Posten (Handwerkskammern, Genossenschaften). Wenn man will kann man selbst den TÜV für Autos als solche Abgabe sehen. </p><p></p><p>Dieses Zahlen passt mir auch nicht immer. Aber - ganz ehrlich - Verhältnisse wie in den USA ohne solche Solidarsysteme überzeugen mich auch nicht. Das kann man jetzt natürlich "anderes Extrem" nennen. Trotz mancher Nervigkeit sehe ich D allerdings nicht als das "eine Extrem" - das wäre für mich Italien, Griechenland oder auch Frankreich. D ist für mich schon eher das Mittelding zwischen den Extremen im Punkt Solidarsysteme. Dankenswerter Weise zudem eins, bei dem das Kunstwerk gelingt, dass es halbwegs läuft (auch wenn die Zeitungen seit Jahrzehnten von sämtlichen Untergängen künden).</p><p></p><p>Grenzt an Politik. Hier ist halt mit Meinungen zu rechnen.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 1892204, member: 432756"] [b]AW: Ist jemand webdesigner und in der Künstlersozialkasse?[/b] Verstanden. Ich habe auf Deinen Post geantwortet - inklusive dem Zitat darin. Das ergab im Kontext für mich die Frage, ob die KSK es ersetzt, wenn einen der Auftraggeber gelinkt hat. Darum nein und "warum", weil man am Abzock je mitgewirkt hätte. Sehe jetzt, dass das so nicht gefragt war. Jetzt verstehe ich Deine Frage als "warum zieht die KSK auch dann von Auftraggebern Geld, wenn der Auftragnehmer gar nicht bei denen gemeldet ist?" Darüber kann man natürlich streiten. Vom Prinzip her handelt es sich nicht um ein personenbezogenes System wie meinetwegen einer private Rentenvorsorge (irgendwie hängt das, was Du kriegst mit dem zusammen, was Du vorher eingezahlt hast) sondern um ein Solidarsystem. Wie es dort so ist: alles kommt in einen Pool und wird an die berechtigten Bedürftigen ausgezahlt. Etwas weitläufiger Zulangen sorgt dafür, dass die Defizite solcher Solidarkassen nicht noch größer sind als ohnehin schon. Eine Gewinnbude, die an der Börse gehandelt werden könnte, ist die KSK recht sicher nicht. Ist nicht viel anders bei Gema-Gebühren auf Festplatten (ob Du nun mp3_s drauf hast oder nicht ...) der kommenden G-E-Z-Lösung (ob Du Fernsehen guckst oder nicht ...), der gesetzlichen Krankenkasse (ob Du viel krank bist oder nicht ...) - immer gilt: zahle. Manchmal mit immensen Widersprüchen: Selbstständige müssen z.B. für Mitarbeiter Kassenbeiträge zahlen und dürfen selbst nicht mal in diese Kassen rein. Aber so ist das eben in D. Da gäb's noch x weitere solche Posten (Handwerkskammern, Genossenschaften). Wenn man will kann man selbst den TÜV für Autos als solche Abgabe sehen. Dieses Zahlen passt mir auch nicht immer. Aber - ganz ehrlich - Verhältnisse wie in den USA ohne solche Solidarsysteme überzeugen mich auch nicht. Das kann man jetzt natürlich "anderes Extrem" nennen. Trotz mancher Nervigkeit sehe ich D allerdings nicht als das "eine Extrem" - das wäre für mich Italien, Griechenland oder auch Frankreich. D ist für mich schon eher das Mittelding zwischen den Extremen im Punkt Solidarsysteme. Dankenswerter Weise zudem eins, bei dem das Kunstwerk gelingt, dass es halbwegs läuft (auch wenn die Zeitungen seit Jahrzehnten von sämtlichen Untergängen künden). Grenzt an Politik. Hier ist halt mit Meinungen zu rechnen. [/QUOTE]
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