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Fotografie und Gestaltung
Bildbearbeitung
Kann ich einfach aus einem 72ppi Bild ein 300ppi Bild machen?
Beitrag
<blockquote data-quote="Gelöschtes Mitglied 633957" data-source="post: 2704702"><p>Wie bereits geschrieben, kann man das machen - nur ist die Angabe selber de facto irrelevant. Es ist lediglich eine Angabe in den Metadaten - so wie das Aufnahmedatum, ein Urheberrechtshinweis oder Schlagworte.</p><p></p><p>Ein Pixel und ein Punkt ist im Grunde das Gleiche. Beide haben keine definierte Größe. Man spricht immer von PPI (Pixel per Inch) außer im Druck, da sind es DPI (Dots per Inch). Das tut man deshalb, da ein Pixel eckig ist, die Tropfen aus einer Farbpatrone aber rund. (Das ist zwar keine korrekte Definition, dafür aber anschaulich!)</p><p></p><p>Nehmen wir das Beispiel mit dem Sieb von [USER=19442]@wex_stallion[/USER]:</p><p>Wenn Dein Siebblech 300 Löcher pro Inch hat und Du es auf z.B. 5 mal 3 Inch zuschneidest; dann soll idealerweise jedes Loch des Siebs mit einem individuellen Pixel ausgefüllt werden, damit man die beste Qualität erreicht. Wieviele Punkte oder Pixel das sind, das lässt sich ja leicht ausrechnen.</p><p>Diese Rechenmöglichkeit möchte man z.B. auch in einer Grafiksoftware haben und daher gibt es den PPI-Wert.</p><p></p><p>Der PPI-Wert in Deiner Grafikdatei (der unglücklich mit "dpi" beschriftet ist) sagt also nichts anderes als: "Ich habe mit dem Wert X gerechnet!". Das ist eine nette Information, mehr aber auch nicht.</p><p></p><p>Also:</p><p>Eine Druckerei die behauptet, es müsse z.B. 300 dpi in den Metadaten stehen, könnte ebenso behaupten, nur wenn Dein Nachname mit "M" beginnt, kann in einer 300 dpi Auflösung gedruckt werden. Beginnt Dein Nachname mit "B" hast Du Pech gehabt und es kann nur mit 72 dpi gedruckt werden. DAS IST QUATSCH. Es kann innerhalb der technischen Grenzen des Druckers in der vorgegebenen Auflösung gedruckt werden, unabhängig von Zusatzinformationen die Du in die Metadaten einer Datei schreibst.</p><p>Ob das Bild dann auch auf die Zielgröße (z.B. 15x10cm) in voller Qualität bei gewählter Auflösung gedruckt werden kann, dass hängt dann von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Pixel ab.</p><p></p><p>Ich hoffe, dass ist irgendwie verständlich, wenn auch hier und da, technisch nicht ganz akkurat und verschiedene Druckverfahren komplett ignoriert wurden.</p><p></p><p><span style="font-size: 12px"><strong>Edit:</strong></span></p><p></p><p>Das ist ein Denkfehler. Unter dem Sieb ist eine Blockade: das Papier. Außerdem, würde man kontinuierlich Sandkörner durchrieseln lassen, würden sich diese unkontrolliert vermischen. Dein schönes Bild wäre dann am Ende nur Farbmatsch.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Gelöschtes Mitglied 633957, post: 2704702"] Wie bereits geschrieben, kann man das machen - nur ist die Angabe selber de facto irrelevant. Es ist lediglich eine Angabe in den Metadaten - so wie das Aufnahmedatum, ein Urheberrechtshinweis oder Schlagworte. Ein Pixel und ein Punkt ist im Grunde das Gleiche. Beide haben keine definierte Größe. Man spricht immer von PPI (Pixel per Inch) außer im Druck, da sind es DPI (Dots per Inch). Das tut man deshalb, da ein Pixel eckig ist, die Tropfen aus einer Farbpatrone aber rund. (Das ist zwar keine korrekte Definition, dafür aber anschaulich!) Nehmen wir das Beispiel mit dem Sieb von [USER=19442]@wex_stallion[/USER]: Wenn Dein Siebblech 300 Löcher pro Inch hat und Du es auf z.B. 5 mal 3 Inch zuschneidest; dann soll idealerweise jedes Loch des Siebs mit einem individuellen Pixel ausgefüllt werden, damit man die beste Qualität erreicht. Wieviele Punkte oder Pixel das sind, das lässt sich ja leicht ausrechnen. Diese Rechenmöglichkeit möchte man z.B. auch in einer Grafiksoftware haben und daher gibt es den PPI-Wert. Der PPI-Wert in Deiner Grafikdatei (der unglücklich mit "dpi" beschriftet ist) sagt also nichts anderes als: "Ich habe mit dem Wert X gerechnet!". Das ist eine nette Information, mehr aber auch nicht. Also: Eine Druckerei die behauptet, es müsse z.B. 300 dpi in den Metadaten stehen, könnte ebenso behaupten, nur wenn Dein Nachname mit "M" beginnt, kann in einer 300 dpi Auflösung gedruckt werden. Beginnt Dein Nachname mit "B" hast Du Pech gehabt und es kann nur mit 72 dpi gedruckt werden. DAS IST QUATSCH. Es kann innerhalb der technischen Grenzen des Druckers in der vorgegebenen Auflösung gedruckt werden, unabhängig von Zusatzinformationen die Du in die Metadaten einer Datei schreibst. Ob das Bild dann auch auf die Zielgröße (z.B. 15x10cm) in voller Qualität bei gewählter Auflösung gedruckt werden kann, dass hängt dann von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Pixel ab. Ich hoffe, dass ist irgendwie verständlich, wenn auch hier und da, technisch nicht ganz akkurat und verschiedene Druckverfahren komplett ignoriert wurden. [SIZE=3][B]Edit:[/B][/SIZE] Das ist ein Denkfehler. Unter dem Sieb ist eine Blockade: das Papier. Außerdem, würde man kontinuierlich Sandkörner durchrieseln lassen, würden sich diese unkontrolliert vermischen. Dein schönes Bild wäre dann am Ende nur Farbmatsch. [/QUOTE]
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