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Beitrag
<blockquote data-quote="joeydee" data-source="post: 2689978" data-attributes="member: 718675"><p>Da liegt ein Missverständnis vor: ich rede nicht von einem eingebetteten Profil, sondern generell von einer Umwandlung in einen anderen Farbraum. Das ist etwas völlig anderes, auch wenn das Wort "Profil" dabei zwischenzeitlich vorkommt.</p><p></p><p>Zur Erklärung:</p><p>Letztendlich druckt ein Plotter ja nicht mit addierenden RGB-Farben, sondern mit subtrahierenden CMYK-Farben (manche mit Extra-Zwischentönen, ändert aber nichts am Prinzip).</p><p>Das, worüber du stolperst, ist der einfachen Tatsache geschuldet, dass dein RGB-Farbraum viel viel größer ist als jeder physikalisch erreichbare Plotter-Farbraum. Aber das weißt du ja. Der Plotter wandelt dann RGB eben so wie er es für optimal hält (oder wie das jemand werkseitig eingestellt oder in der Agentur nachjustiert hat). Das wird sehr wahrscheinlich auf typische Spektren von Fotos und Hauttönen optimiert worden sein.</p><p>Wenn dein RGB-Bild nicht "optimal" rauskommt, dann schätzt der Plotter das eben falsch ein, d.h. du verwendest RGB-Farbbereiche, die vielleicht in Fotos selten vorkommen und für welche der Plotter nie optimiert wurde. Kann man auch nicht verlangen.</p><p></p><p>Mein Versuch wäre daher: Das Bild schon vorher in einen reduzierten Farbraum konvertieren, der dem natürlichen des Plotters etwas entgegenkommt. Dann kannst du wenigstens die Problemfarben erkennen und justieren. Es spricht nichts dagegen, daraus wieder ein RGB-Bild zu machen und dieses an den Plotter zu schicken (aber ohne weitere Korrekturen - die trüb gewordenen Farben bleiben trüb, sonst erweiterst du wieder den Farbraum). </p><p>Wäre halt ein Versuch wert, ob damit das Ergebnis dann grundsätzlich vorhersehbarer wird. ("in Profil umwandeln" ist bei der Farbraum-Umwandlung einfach nur der kontrollierteste Weg - das dabei verwendete Profil wird nirgends "angehängt", taucht in keiner Datei auf und hat nichts mit einem Color-Management-Workflow zu tun)</p><p></p><p>Ja, wir (Prepress-Bereich) verlangen auch am liebsten RGB-Bilder, da die noch die meiste Information tragen und der Laie noch nichts kaputt gemacht hat. Aber wenn ein Plotter bestimmte Farben unkontrolliert "kaputtmacht", spricht ja nichts dagegen, ihm mal ein gezielt "kaputtgemachtes", sprich reduziertes Bild zu geben, in der Hoffnung dass er daran nicht mehr so viel in Eigenregie ändert.</p><p>Oder um bei dem Vergleich mit dem Tischler zu bleiben: Du kennst die Raumhöhe leider selbst noch nicht, und gibst ihm einfach ein reduziertes Schätzmaß von z.B. 2m Raumhöhe vor. Dann passt der produzierte Schrank mit höherer Wahrscheinlichkeit in beliebige Räume, auch wenn er keinen davon ganz ausnutzt. Aber besser, als wenn er gar nicht passt.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="joeydee, post: 2689978, member: 718675"] Da liegt ein Missverständnis vor: ich rede nicht von einem eingebetteten Profil, sondern generell von einer Umwandlung in einen anderen Farbraum. Das ist etwas völlig anderes, auch wenn das Wort "Profil" dabei zwischenzeitlich vorkommt. Zur Erklärung: Letztendlich druckt ein Plotter ja nicht mit addierenden RGB-Farben, sondern mit subtrahierenden CMYK-Farben (manche mit Extra-Zwischentönen, ändert aber nichts am Prinzip). Das, worüber du stolperst, ist der einfachen Tatsache geschuldet, dass dein RGB-Farbraum viel viel größer ist als jeder physikalisch erreichbare Plotter-Farbraum. Aber das weißt du ja. Der Plotter wandelt dann RGB eben so wie er es für optimal hält (oder wie das jemand werkseitig eingestellt oder in der Agentur nachjustiert hat). Das wird sehr wahrscheinlich auf typische Spektren von Fotos und Hauttönen optimiert worden sein. Wenn dein RGB-Bild nicht "optimal" rauskommt, dann schätzt der Plotter das eben falsch ein, d.h. du verwendest RGB-Farbbereiche, die vielleicht in Fotos selten vorkommen und für welche der Plotter nie optimiert wurde. Kann man auch nicht verlangen. Mein Versuch wäre daher: Das Bild schon vorher in einen reduzierten Farbraum konvertieren, der dem natürlichen des Plotters etwas entgegenkommt. Dann kannst du wenigstens die Problemfarben erkennen und justieren. Es spricht nichts dagegen, daraus wieder ein RGB-Bild zu machen und dieses an den Plotter zu schicken (aber ohne weitere Korrekturen - die trüb gewordenen Farben bleiben trüb, sonst erweiterst du wieder den Farbraum). Wäre halt ein Versuch wert, ob damit das Ergebnis dann grundsätzlich vorhersehbarer wird. ("in Profil umwandeln" ist bei der Farbraum-Umwandlung einfach nur der kontrollierteste Weg - das dabei verwendete Profil wird nirgends "angehängt", taucht in keiner Datei auf und hat nichts mit einem Color-Management-Workflow zu tun) Ja, wir (Prepress-Bereich) verlangen auch am liebsten RGB-Bilder, da die noch die meiste Information tragen und der Laie noch nichts kaputt gemacht hat. Aber wenn ein Plotter bestimmte Farben unkontrolliert "kaputtmacht", spricht ja nichts dagegen, ihm mal ein gezielt "kaputtgemachtes", sprich reduziertes Bild zu geben, in der Hoffnung dass er daran nicht mehr so viel in Eigenregie ändert. Oder um bei dem Vergleich mit dem Tischler zu bleiben: Du kennst die Raumhöhe leider selbst noch nicht, und gibst ihm einfach ein reduziertes Schätzmaß von z.B. 2m Raumhöhe vor. Dann passt der produzierte Schrank mit höherer Wahrscheinlichkeit in beliebige Räume, auch wenn er keinen davon ganz ausnutzt. Aber besser, als wenn er gar nicht passt. [/QUOTE]
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