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Kennt jemand den Fachausdruck...
Beitrag
<blockquote data-quote="pixelmaker" data-source="post: 2690039" data-attributes="member: 287879"><p>Hallo</p><p>frag doch mal jemanden der kompetent ist und solche Drucker betreibt. Der Besitzer des Epson hat doch ein Handbuch.</p><p>Irgendwie scheint das Thema so kompliziert zu sein das immer weiter falsches geschrieben wird.</p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>Eben nicht. Alle Epson Großformatdrucker können über den Druckertreiber nur im RGB-Farbraum angesprochen werden. Dabei ist der sRGB Farbraum der kleinste und unbrauchbar, in der Regel wird mit dem ECI-RGB Farbraum gearbeitet. Auf welchen Farbraum der Drucker eingestellt ist musst Du vom Dienstleister erfragen. </p><p>Das Foto wird also von Dir mit einem ECI-RGB Profil ausgestattet, so geht es zum Dienstleister.</p><p>Alle Farbangaben werden dort in RGB in den Druckertreiber geladen, mit eben dem Bild. Im Druckertreiber werden RGB Farben in LAB-Werte umgewandelt und zum Drucker übertragen. Verwendet der Dienstleister eine RIP-Software, ich verwende ColorGate, werden alle Farben mit einer Linearisierung korrigiert, Schmuckfarben werden ersetzt, sie liegen in einer Bibliothek in LAB-Definition vor. Ich kann also ein Hellblau mit "HKS 8" benennen und sie wird mit einem Orange ersetzt, nur der Name zählt.</p><p>Mit Hilfe einer RIP Software <u>könnte</u> man zwar Epson Drucker mit CMYK-Daten füttern, was aber wegen des kleineren Farbraums unsinnig wäre.</p><p>Leider sehen so Spezialisten wie joeydee alles was Farbe hat mit der Offset-Brille und implizieren daraus das es sich um eine subtraktive Farbmischung handelt und das Daten in CMYK kommen müssen. Das ist aber nicht so, das gibt nicht nur eine schlechte Note sondern auch grottige Drucke. Die Tinten sind vielleicht in 4 Farben vorhanden, werden aber nicht analog CMYK gemischt. Bei Druckern die mehr als 4 Farben verwenden ist der so erzeugte Farbraum wesentlich größer als ein CMYK Farbraum.</p><p>Es bringt also nichts die Bilder aus RGB in den CMYK-Farbraum zu kastrieren.</p><p>Schickst Du eine CMYK-Datei zum Epson Drucker wird diese erst wieder in RGB konvertiert, weil der Druckertreiber nur mit dem Quellfarbraum RGB umgehen kann, dann in LAB-Farbwerte transponiert und erst im Drucker selbst werden diese Werte dann in die Mischung für die Tinten übersetzt. Aber selbst dieser letzte Schritt hat nichts mit CMYK zu tun.</p><p></p><p>Fangen wir mal vorne an. Dein Monitor ist kalibriert. Er hat also als Basis Adobe-RGB was dann für Deinen Monitor kalibriert ist. Er zeigt also die Farben sehr stimmig an.</p><p>Du legst ein Profil an, z.B. ECI-RGB v2, oder was der Dienstleister fordert</p><p>Für einen Großformatdrucker wird jeder Bedruckstoff eingemessen, leichte Unterschiede im Weiß oder im Farbwiedergabewert werden so ausgeglichen. Wenn beides ordentlich gemacht ist sind die Farben im Ausdruck recht nahe am denen auf dem Monitor.</p><p>Selbst wenn es Abweichungen gibt sind die zumindest immer gleich, so lange der Weißgrad des Druckmediums das erlaubt.</p><p>Wenn also das gleiche Bild, mit dem gleichen Profil bei zwei Ausdrucken unterschiedlich aussieht, beides aber auf ähnlichem Material gedruckt ist, dann sind die Materialien nicht ordentlich eingemessen oder sie lassen sich nicht einmessen.</p><p>Das Einmessen macht viel Arbeit, ich muss von jeder neuen Charge eines Bedruckstoffs einen Ausdruck mit an die 7200 Farbfeldern machen und diese dann einmessen, so werden die Bedruckstoffe linearisiert (hat nix mit unterschiedlichen Druckertreibern zu tun) Die erzeugte Linearisierung korrigiert die Unterschiede. Das ICC-Profil dieses Materials wird entweder im Druckertreiber der Software aus der gedruckt wird (z.B. ID) oder ins RIP eingelesen.</p><p></p><p>Was nicht zusammenpasst ist "möglichst billig" und "guter Druck". Billige Bedruckstoffe haben heute so viele optische Aufheller drin das man sie nicht ordentlich linearisieren kann und der Billigheimer spart sich das Linearisieren ganz. Die Ansprüche der Kunden liegen heute leider bei möglichst billig und nicht bei möglichst gut.</p><p></p><p>Der Farbkeile aus einem anderen Druckverfahren bringen gar nichts. Wenn ich den Digitaldrucker testen will drucke ich das <a href="https://www.piv-imaging.com/zukunft-imaging/digital-quality-tool-10010954" target="_blank">DQ-Tool aus und messe nach. </a>Das Digital Quality Tool ist dafür gemacht Monitor und Ausdruck abzugleichen.</p><p>Wenn ein Fotografiemeister da ratlos ist müsste er fairer Weise seinen Meister zurück geben.</p><p>Ich habe selbst mehrere Epson Drucker. Ich weiß das mit etwas Investition ins Linearisieren, die Ausdrucke sehr nah an die Monitordarstellung kommen. Auf einem guten Druckmedium sind sie zumindest immer gleich.</p><p></p><p>Thermosublimationsdruck ist was ganz anderes. Es gibt alleine durch das unsichere Verfahren keinerlei Abstimmung.</p><p>Erstens funktioniert Thermosublimation nur mit Farbstofftinten. Diese Farbstoffe haben Molekülgröße, sind empfindlich gegen alles was uns umgibt, vom UV-Licht bis zur Luftfeuchte und Temperatur. Diese Moleküle haben die Eigenschaft bei bestimmten hohen Temperaturen in Polyester und wenige andere Kunststoffe hinein zu diffundieren.</p><p>Wir haben hier einmal eine instabile Farbstofftinte, deren Farbstoffe sich schon bei der Hitze der Sublimation verändern. Wir haben auf der anderen Seite ein Polyester was mit Füllstoffen und Weißpigmenten angereichert ist, teilweise als richtiger Kunststoffüberzug oder dann wieder spritzlackiert oder durch Siebdruck aufgetragen wurde. Teilweise ist das Polyester weiß gefärbt, teilweise ist ein klarer Polyesterlack über weißes Material gedruckt/lackiert.</p><p>Es ist logisch das das kein reproduzierbares Druckverfahren ist. Es ist nicht zu steuern ob die Drucke flau werden (werden sie aber immer) da es von zu viel Faktoren abhängt. Das Verfahren wird für billige Drucke auf Werbemittel und teilweise noch für billige Textildrucke verwendet, aber wer will schon ein Polyester-T-Shirt tragen. Ansonsten ist das eine Technik für Leute mit geringen Ansprüchen. Aber der Werbetechniker an der Ecke kann das Verfahren ohne große Investition durchführen… und die Ansprüche sind ja so niedrig.</p><p></p><p>Dein geplanter Versuch kann Dich da nicht weiter bringen. Du kannst nur das Foto in guter Qualität zum Dienstleister bringen.</p><p>Die Qualität die da rauskommt hängt nur vom Zusammenspiel zwischen guter Linearisierung, guten Bedruckstoff, guter Tinte und dem angewendeten Wissen des Dienstleisters ab. Wenn Du einen Druck in guter Qualität kaufst bekommst Du von einem ernst zu nehmenden guten Dienstleister, vor allem wenn er ein Fotografiemeister sein will, einen Ausschnitt vorher ausgedruckt. Danach kannst Du dann einschätzen wie der Druck rauskommt und evt. korrigieren. Nicht alle Bedruckstoffe können z.B. feinste grau-Verläufe darstellen.</p><p>Ich drucke meinen anspruchsvollen Kunden einen 5-10cm breiten Streifen aus deren Bild aus.</p><p>Aber wie geschrieben, das musst Du dann auch bezahlen…</p><p></p><p>grüße</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="pixelmaker, post: 2690039, member: 287879"] Hallo frag doch mal jemanden der kompetent ist und solche Drucker betreibt. Der Besitzer des Epson hat doch ein Handbuch. Irgendwie scheint das Thema so kompliziert zu sein das immer weiter falsches geschrieben wird. Eben nicht. Alle Epson Großformatdrucker können über den Druckertreiber nur im RGB-Farbraum angesprochen werden. Dabei ist der sRGB Farbraum der kleinste und unbrauchbar, in der Regel wird mit dem ECI-RGB Farbraum gearbeitet. Auf welchen Farbraum der Drucker eingestellt ist musst Du vom Dienstleister erfragen. Das Foto wird also von Dir mit einem ECI-RGB Profil ausgestattet, so geht es zum Dienstleister. Alle Farbangaben werden dort in RGB in den Druckertreiber geladen, mit eben dem Bild. Im Druckertreiber werden RGB Farben in LAB-Werte umgewandelt und zum Drucker übertragen. Verwendet der Dienstleister eine RIP-Software, ich verwende ColorGate, werden alle Farben mit einer Linearisierung korrigiert, Schmuckfarben werden ersetzt, sie liegen in einer Bibliothek in LAB-Definition vor. Ich kann also ein Hellblau mit "HKS 8" benennen und sie wird mit einem Orange ersetzt, nur der Name zählt. Mit Hilfe einer RIP Software [U]könnte[/U] man zwar Epson Drucker mit CMYK-Daten füttern, was aber wegen des kleineren Farbraums unsinnig wäre. Leider sehen so Spezialisten wie joeydee alles was Farbe hat mit der Offset-Brille und implizieren daraus das es sich um eine subtraktive Farbmischung handelt und das Daten in CMYK kommen müssen. Das ist aber nicht so, das gibt nicht nur eine schlechte Note sondern auch grottige Drucke. Die Tinten sind vielleicht in 4 Farben vorhanden, werden aber nicht analog CMYK gemischt. Bei Druckern die mehr als 4 Farben verwenden ist der so erzeugte Farbraum wesentlich größer als ein CMYK Farbraum. Es bringt also nichts die Bilder aus RGB in den CMYK-Farbraum zu kastrieren. Schickst Du eine CMYK-Datei zum Epson Drucker wird diese erst wieder in RGB konvertiert, weil der Druckertreiber nur mit dem Quellfarbraum RGB umgehen kann, dann in LAB-Farbwerte transponiert und erst im Drucker selbst werden diese Werte dann in die Mischung für die Tinten übersetzt. Aber selbst dieser letzte Schritt hat nichts mit CMYK zu tun. Fangen wir mal vorne an. Dein Monitor ist kalibriert. Er hat also als Basis Adobe-RGB was dann für Deinen Monitor kalibriert ist. Er zeigt also die Farben sehr stimmig an. Du legst ein Profil an, z.B. ECI-RGB v2, oder was der Dienstleister fordert Für einen Großformatdrucker wird jeder Bedruckstoff eingemessen, leichte Unterschiede im Weiß oder im Farbwiedergabewert werden so ausgeglichen. Wenn beides ordentlich gemacht ist sind die Farben im Ausdruck recht nahe am denen auf dem Monitor. Selbst wenn es Abweichungen gibt sind die zumindest immer gleich, so lange der Weißgrad des Druckmediums das erlaubt. Wenn also das gleiche Bild, mit dem gleichen Profil bei zwei Ausdrucken unterschiedlich aussieht, beides aber auf ähnlichem Material gedruckt ist, dann sind die Materialien nicht ordentlich eingemessen oder sie lassen sich nicht einmessen. Das Einmessen macht viel Arbeit, ich muss von jeder neuen Charge eines Bedruckstoffs einen Ausdruck mit an die 7200 Farbfeldern machen und diese dann einmessen, so werden die Bedruckstoffe linearisiert (hat nix mit unterschiedlichen Druckertreibern zu tun) Die erzeugte Linearisierung korrigiert die Unterschiede. Das ICC-Profil dieses Materials wird entweder im Druckertreiber der Software aus der gedruckt wird (z.B. ID) oder ins RIP eingelesen. Was nicht zusammenpasst ist "möglichst billig" und "guter Druck". Billige Bedruckstoffe haben heute so viele optische Aufheller drin das man sie nicht ordentlich linearisieren kann und der Billigheimer spart sich das Linearisieren ganz. Die Ansprüche der Kunden liegen heute leider bei möglichst billig und nicht bei möglichst gut. Der Farbkeile aus einem anderen Druckverfahren bringen gar nichts. Wenn ich den Digitaldrucker testen will drucke ich das [URL='https://www.piv-imaging.com/zukunft-imaging/digital-quality-tool-10010954']DQ-Tool aus und messe nach. [/URL]Das Digital Quality Tool ist dafür gemacht Monitor und Ausdruck abzugleichen. Wenn ein Fotografiemeister da ratlos ist müsste er fairer Weise seinen Meister zurück geben. Ich habe selbst mehrere Epson Drucker. Ich weiß das mit etwas Investition ins Linearisieren, die Ausdrucke sehr nah an die Monitordarstellung kommen. Auf einem guten Druckmedium sind sie zumindest immer gleich. Thermosublimationsdruck ist was ganz anderes. Es gibt alleine durch das unsichere Verfahren keinerlei Abstimmung. Erstens funktioniert Thermosublimation nur mit Farbstofftinten. Diese Farbstoffe haben Molekülgröße, sind empfindlich gegen alles was uns umgibt, vom UV-Licht bis zur Luftfeuchte und Temperatur. Diese Moleküle haben die Eigenschaft bei bestimmten hohen Temperaturen in Polyester und wenige andere Kunststoffe hinein zu diffundieren. Wir haben hier einmal eine instabile Farbstofftinte, deren Farbstoffe sich schon bei der Hitze der Sublimation verändern. Wir haben auf der anderen Seite ein Polyester was mit Füllstoffen und Weißpigmenten angereichert ist, teilweise als richtiger Kunststoffüberzug oder dann wieder spritzlackiert oder durch Siebdruck aufgetragen wurde. Teilweise ist das Polyester weiß gefärbt, teilweise ist ein klarer Polyesterlack über weißes Material gedruckt/lackiert. Es ist logisch das das kein reproduzierbares Druckverfahren ist. Es ist nicht zu steuern ob die Drucke flau werden (werden sie aber immer) da es von zu viel Faktoren abhängt. Das Verfahren wird für billige Drucke auf Werbemittel und teilweise noch für billige Textildrucke verwendet, aber wer will schon ein Polyester-T-Shirt tragen. Ansonsten ist das eine Technik für Leute mit geringen Ansprüchen. Aber der Werbetechniker an der Ecke kann das Verfahren ohne große Investition durchführen… und die Ansprüche sind ja so niedrig. Dein geplanter Versuch kann Dich da nicht weiter bringen. Du kannst nur das Foto in guter Qualität zum Dienstleister bringen. Die Qualität die da rauskommt hängt nur vom Zusammenspiel zwischen guter Linearisierung, guten Bedruckstoff, guter Tinte und dem angewendeten Wissen des Dienstleisters ab. Wenn Du einen Druck in guter Qualität kaufst bekommst Du von einem ernst zu nehmenden guten Dienstleister, vor allem wenn er ein Fotografiemeister sein will, einen Ausschnitt vorher ausgedruckt. Danach kannst Du dann einschätzen wie der Druck rauskommt und evt. korrigieren. Nicht alle Bedruckstoffe können z.B. feinste grau-Verläufe darstellen. Ich drucke meinen anspruchsvollen Kunden einen 5-10cm breiten Streifen aus deren Bild aus. Aber wie geschrieben, das musst Du dann auch bezahlen… grüße [/QUOTE]
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