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Bildbearbeitung (2D), Vektor- & Layoutbearbeitung
Photoshop
Logo der Firma in der Bewerbung verwenden?!
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 1914128" data-attributes="member: 432756"><p><strong>AW: Logo der Firma in der Bewerbung verwenden?!</strong></p><p></p><p>Ich seh's auch anders.</p><p>Mal vom Sinn her: wozu dient ein Logo? Es signalisiert: "hier ist Company XY speaking", meist als Verstärkung zu einem Namen, manchmal aber auch für sich stehend.</p><p></p><p>Auch Kreativität und Design klappen meist nicht ganz sinnfrei. Man wird Rum nicht mit lego-artigen Kinderfarben bewerben, Kinderspielzeug nicht mit Zombie-Splatter-Szenen etc. - obwohl man das Alles rein Design-technisch ganz leicht könnte.</p><p></p><p>Es ist wie mit den durchgezogenen Linien in Diagrammen, bei denen gar keine kontinuierlichen Daten sondern nur Messpunkte vorliegen: "sieht schöner aus" - ist hier keine Antwort.</p><p></p><p>Man kommuniziert unwillentlich, dass man - auch bei einen kreativem Gestaltungs-Ansatz - den Sinn des Ganzen nicht verstanden hat. </p><p>Von den Fragen des Urheberrechts oder der Anmaßung mal ganz abgesehen.</p><p></p><p>Wobei - Anmaßung - zur Veranschaulichung gar nicht schlecht: </p><p>Stellen wir uns einmal vor, Du machst das Gleiche bei einer Behörde. Du bewirbst Dich bei einem Amt und gestaltest - ebenfalls aus missverstandener Kreativität oder zur Signalisierung der gefühlten und gewünschten Zugehörigkeit - das Logo in Deinem Brief nach. Dann erfüllt das §132 StGB (Amtsanmaßung) - die Verwendung solcher Hoheitszeichen steht nur den Zuständigen zu - und kann mit bis 2 Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Keine Bagatelle!</p><p></p><p>Jetzt geht Dein Schreiben wohl an keine Behörde. Daher ist das Strafmaß anders/geringer - aber der Geist: Du signalisierst eine nicht-vorhandene Zugehörigkeit - der ist schon derselbe. Nicht zuletzt: ein Mitarbeiter in einer größeren Firma (wo man nicht mehr jeden Kollegen persönlich kennt), könnte das ja für eine interne Bewerbung halten. Ein interner Praktikant, der nun gerne einen Ausbildungsplatz hätte oder so. Auch wenn das nicht so ist: Du nimmst mit Nutzungs des Logos in Kauf, das jemand das denken könnte. Damit ist der Versuch der Erschleichung von Vorteilen schon recht schwer zu entkräften. "Wollte ich nicht" sagen ja alle Erwischten hinterher.</p><p></p><p>Kein Feld für Kreativität - Du sagst hingegen versehentlich: ich design auf-Teufel-kom- raus ohne Rechtsbewußtsein alles, was mir vor die Maus kommt. Als Empfänger würde *ich* lesen: </p><p>a) mords-gefährlich für meine Firma, oder bestenfalls:</p><p>b) junger Mensch, noch reichlich naiv, geringe Bezahlung vermittelbar + viel Aufsichtsaufwand (Du fängst mit einem sehr geringen Freiheitsgrad an, wenn ich das überhaupt versuchen würde, aus meiner Sicht auch ein blödes Gefühl)</p><p></p><p>Soviel zur gefragten Einschätzung.</p><p></p><p>Da es nicht darum gehen soll, Dich jetzt möglichst rund zu machen, auch ein paar Vorschläge: warum designst Du nicht ein eigenes Logo, ein eigenes Layout, legst einen Flyer mit dieser Eigenkampagne bei, legst - corporate zu Deinem Design- einen Blog oder eine Website zu Dir an ("Wer mehr wissen will ...", natürlich auch hier kein Seelen-Privat-Stiptease sondern - wenn vorhanden - interaktive Informationen zu Dir, kleine Könnens-Beweise) etc.? </p><p></p><p>Solche Geschichten wären aus meiner Sicht kreativer. Ein anderes vorhandenes Design mitunterzubringen ist aus meiner Sicht ohnehin nicht kreativ. Es zeigt ein gewisses handwerkliches Geschick und ggf. etwas Technik-Kompetenz, ok. Wird bei einem Logo aber ohnehin nicht so wahnsinnig schwer sein. Kreativität ist aus meiner Sicht etwas anderes als Geschick bei der Übernahme von kreativen Ergebnissen Anderer. </p><p></p><p>Um das für das Verständnis zuzuspitzen: von Guttenberg hat ja bekanntlich in jener Doktorarbeit auch Sachen übernommen. Wenn das Geschick hierhei als kreativ gelten würde, dann müßte er ja heute als großer Kreativ-Künstler dastehen. Das Gegenteil ist der Fall - die Welt sieht ihn als Kopierer.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 1914128, member: 432756"] [b]AW: Logo der Firma in der Bewerbung verwenden?![/b] Ich seh's auch anders. Mal vom Sinn her: wozu dient ein Logo? Es signalisiert: "hier ist Company XY speaking", meist als Verstärkung zu einem Namen, manchmal aber auch für sich stehend. Auch Kreativität und Design klappen meist nicht ganz sinnfrei. Man wird Rum nicht mit lego-artigen Kinderfarben bewerben, Kinderspielzeug nicht mit Zombie-Splatter-Szenen etc. - obwohl man das Alles rein Design-technisch ganz leicht könnte. Es ist wie mit den durchgezogenen Linien in Diagrammen, bei denen gar keine kontinuierlichen Daten sondern nur Messpunkte vorliegen: "sieht schöner aus" - ist hier keine Antwort. Man kommuniziert unwillentlich, dass man - auch bei einen kreativem Gestaltungs-Ansatz - den Sinn des Ganzen nicht verstanden hat. Von den Fragen des Urheberrechts oder der Anmaßung mal ganz abgesehen. Wobei - Anmaßung - zur Veranschaulichung gar nicht schlecht: Stellen wir uns einmal vor, Du machst das Gleiche bei einer Behörde. Du bewirbst Dich bei einem Amt und gestaltest - ebenfalls aus missverstandener Kreativität oder zur Signalisierung der gefühlten und gewünschten Zugehörigkeit - das Logo in Deinem Brief nach. Dann erfüllt das §132 StGB (Amtsanmaßung) - die Verwendung solcher Hoheitszeichen steht nur den Zuständigen zu - und kann mit bis 2 Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Keine Bagatelle! Jetzt geht Dein Schreiben wohl an keine Behörde. Daher ist das Strafmaß anders/geringer - aber der Geist: Du signalisierst eine nicht-vorhandene Zugehörigkeit - der ist schon derselbe. Nicht zuletzt: ein Mitarbeiter in einer größeren Firma (wo man nicht mehr jeden Kollegen persönlich kennt), könnte das ja für eine interne Bewerbung halten. Ein interner Praktikant, der nun gerne einen Ausbildungsplatz hätte oder so. Auch wenn das nicht so ist: Du nimmst mit Nutzungs des Logos in Kauf, das jemand das denken könnte. Damit ist der Versuch der Erschleichung von Vorteilen schon recht schwer zu entkräften. "Wollte ich nicht" sagen ja alle Erwischten hinterher. Kein Feld für Kreativität - Du sagst hingegen versehentlich: ich design auf-Teufel-kom- raus ohne Rechtsbewußtsein alles, was mir vor die Maus kommt. Als Empfänger würde *ich* lesen: a) mords-gefährlich für meine Firma, oder bestenfalls: b) junger Mensch, noch reichlich naiv, geringe Bezahlung vermittelbar + viel Aufsichtsaufwand (Du fängst mit einem sehr geringen Freiheitsgrad an, wenn ich das überhaupt versuchen würde, aus meiner Sicht auch ein blödes Gefühl) Soviel zur gefragten Einschätzung. Da es nicht darum gehen soll, Dich jetzt möglichst rund zu machen, auch ein paar Vorschläge: warum designst Du nicht ein eigenes Logo, ein eigenes Layout, legst einen Flyer mit dieser Eigenkampagne bei, legst - corporate zu Deinem Design- einen Blog oder eine Website zu Dir an ("Wer mehr wissen will ...", natürlich auch hier kein Seelen-Privat-Stiptease sondern - wenn vorhanden - interaktive Informationen zu Dir, kleine Könnens-Beweise) etc.? Solche Geschichten wären aus meiner Sicht kreativer. Ein anderes vorhandenes Design mitunterzubringen ist aus meiner Sicht ohnehin nicht kreativ. Es zeigt ein gewisses handwerkliches Geschick und ggf. etwas Technik-Kompetenz, ok. Wird bei einem Logo aber ohnehin nicht so wahnsinnig schwer sein. Kreativität ist aus meiner Sicht etwas anderes als Geschick bei der Übernahme von kreativen Ergebnissen Anderer. Um das für das Verständnis zuzuspitzen: von Guttenberg hat ja bekanntlich in jener Doktorarbeit auch Sachen übernommen. Wenn das Geschick hierhei als kreativ gelten würde, dann müßte er ja heute als großer Kreativ-Künstler dastehen. Das Gegenteil ist der Fall - die Welt sieht ihn als Kopierer. [/QUOTE]
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