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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Muss eine fotografie original bleiben oder darf ich sie per PC korrigieren?
Beitrag
<blockquote data-quote="grafik_avd" data-source="post: 1888929" data-attributes="member: 489956"><p><strong>AW: Muss eine fotografie original bleiben oder darf ich sie per PC korrigieren?</strong></p><p></p><p>Hallo, </p><p></p><p>interessante Diskusion. Was mir in erster Linie auffällt, daß es hier schon um mehrere Punkte handelt, die primär die Komplikation der Begriffsdeffinition und -findung haben. Was ist "Nachbearbeitung" (wie sie legitimiert gesehen wird), was ist "Manipulation" (das, was wenn es nicht ausgewiesen wird, anscheinend als negativ konotiert wird - zumindest aus einer eigenartig puristischen Sicht der Photographie.) und zu guter Letzt: was ist überhaupt Photographie und Abbildung unter Nutzung photographischer Mittel.</p><p>Und hier sitzt doch der eigentliche Punkt. Es geht um die Abbildung einer Sicht, Vorstellung, den Blick auf etwas. Allein schon die zwangläufigkeit der Formulierung zeigt schon die absolute Subjektivität der Sache.</p><p>Vielleicht sollte man an der Stelle einen Blick in die ganz frühen Anfänge der, im weitesten Sinne, der photographhisch gestützen Abbildung gehen. Also alles vor dem 19. Jahrhundert, dort wo das geschah, was heute entgegengesetzt geschieht. Die Trennung von Malerei und photographischer Umsetzung. In der Renaissance war die Camera Obscura ein gängiges Mittel der Malerei. Also de facto eine direkte Retusche im Prozess der Wiedergabe der Sicht auf eine optische Wirklichkeit. Natürlich ist hier über das Ausgabemedium schon klar, daß es sich um Malerei handelt. Aber wären dann nicht auch einige der bis heute berühmten Maler, nicht nur Abpauser.</p><p>Entscheident sollte doch sein, und das in jeder Form von Kunst und Darstellung, daß ein ein Blicke auf etwas vorhanden ist, der sicher umgesetzt wird, um die Sicht des Werkautors (sei es Photograph, Maler, Digital-Composers, etc.) auf etwas weiter zu vermitteln. Objektivität wäre hier also absolut falsch am Platz. Denn selbst Presse- bzw. Dokumentarische Photographie, zeigt nur den gezielt gewählten Moment, also eine gezielte Manipulation und Selektion der Wirklichkeit.</p><p></p><p>Aber lange Rede, kurzer Unsinn:</p><p>Ich persönlich halte etwas für Photographie (im künstlerischen), wenn ich erkennen und fühlen kann, das es etwas vor der Darstellung gab, was auf mich durch das Medium hindurch wirkt.</p><p>Sei es eine aufwendige Komposition oder die Wachheit eins Blickes für den richtigen Moment, von Schnappschuss bis Sonnenlicht zwischen Zweigen. Und daß das seinen Schwerpunkt in der Darstellung in einer photographischen Grundaufnahmetechnik sieht.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="grafik_avd, post: 1888929, member: 489956"] [b]AW: Muss eine fotografie original bleiben oder darf ich sie per PC korrigieren?[/b] Hallo, interessante Diskusion. Was mir in erster Linie auffällt, daß es hier schon um mehrere Punkte handelt, die primär die Komplikation der Begriffsdeffinition und -findung haben. Was ist "Nachbearbeitung" (wie sie legitimiert gesehen wird), was ist "Manipulation" (das, was wenn es nicht ausgewiesen wird, anscheinend als negativ konotiert wird - zumindest aus einer eigenartig puristischen Sicht der Photographie.) und zu guter Letzt: was ist überhaupt Photographie und Abbildung unter Nutzung photographischer Mittel. Und hier sitzt doch der eigentliche Punkt. Es geht um die Abbildung einer Sicht, Vorstellung, den Blick auf etwas. Allein schon die zwangläufigkeit der Formulierung zeigt schon die absolute Subjektivität der Sache. Vielleicht sollte man an der Stelle einen Blick in die ganz frühen Anfänge der, im weitesten Sinne, der photographhisch gestützen Abbildung gehen. Also alles vor dem 19. Jahrhundert, dort wo das geschah, was heute entgegengesetzt geschieht. Die Trennung von Malerei und photographischer Umsetzung. In der Renaissance war die Camera Obscura ein gängiges Mittel der Malerei. Also de facto eine direkte Retusche im Prozess der Wiedergabe der Sicht auf eine optische Wirklichkeit. Natürlich ist hier über das Ausgabemedium schon klar, daß es sich um Malerei handelt. Aber wären dann nicht auch einige der bis heute berühmten Maler, nicht nur Abpauser. Entscheident sollte doch sein, und das in jeder Form von Kunst und Darstellung, daß ein ein Blicke auf etwas vorhanden ist, der sicher umgesetzt wird, um die Sicht des Werkautors (sei es Photograph, Maler, Digital-Composers, etc.) auf etwas weiter zu vermitteln. Objektivität wäre hier also absolut falsch am Platz. Denn selbst Presse- bzw. Dokumentarische Photographie, zeigt nur den gezielt gewählten Moment, also eine gezielte Manipulation und Selektion der Wirklichkeit. Aber lange Rede, kurzer Unsinn: Ich persönlich halte etwas für Photographie (im künstlerischen), wenn ich erkennen und fühlen kann, das es etwas vor der Darstellung gab, was auf mich durch das Medium hindurch wirkt. Sei es eine aufwendige Komposition oder die Wachheit eins Blickes für den richtigen Moment, von Schnappschuss bis Sonnenlicht zwischen Zweigen. Und daß das seinen Schwerpunkt in der Darstellung in einer photographischen Grundaufnahmetechnik sieht. [/QUOTE]
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