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Qualität von Siebdruck auf Baumwoll-Textilien
Beitrag
<blockquote data-quote="pixelmaker" data-source="post: 2238392" data-attributes="member: 287879"><p><strong>AW: Qualität von Siebdruck auf Baumwoll-Textilien</strong></p><p></p><p>Hallo,</p><p>nur nach Deiner Beschreibung und ohne Fotos würde ich sagen,</p><p>Produkt 1 = Direkter Siebdruck mit hitzefixierten Farben oder 2K Farbe. Die Farbe ist immer matt, evt. seidenglänzend. Es ist normal das die Farbe nach vielen Wäschen bricht und Risse bekommt. Gerade bei hochdeckendem Weiß geschieht das.</p><p></p><p>Produkt 2 = Plastisolfarbe. Das bedeutet das es ein indirekter Druck ist. Die Plastisolfarbe wird erst auf Silikonpapier gedruckt und, mit Hitze geliert und dann mit Temperatur und Druck auf den Stoff gepresst. Plastisolfarben sind immer glänzend oder seidenglänzend in der Oberfläche.</p><p>Wenn viele Details zugelaufen sind kann das vom Siebdruck an sich kommen, nicht jeder der Siebdruckt kann das auch. Das kommt gerade bei kleinen Textilbuden vor, die machen es billiger als es geht und die Qualität ist genauso tief. Es kann auch von falschem Druck kommen das der Plastisolfilm beim Transfer vermatscht.</p><p>Eigentlich halten Plastisolfarben besser das Waschen aus und reißen nicht so schnell.</p><p></p><p>Der Grund für die Risse liegt in der Pigmentgröße und dem Druck mit flüssiger Farbe auf den Stoff. Das Titandioxid-Pigment in den Direktdruckfarben ist wesentlich gröber. Die Bindemittel der Farbe sacken, da sie beim Druck flüssig sind in den Stoff. Dadurch wird das Farbgemisch immer "mager". Je stärker der Stoff saugt um so mehr Bindemittel wandern in den Stoff. Durch das Waschen wird ebenfalls das Bindemittel der Farbe angegriffen. Einmal härtet es immer weiter aus und nutzt gleichfalls ab. Die Pigmente sind mineralisch, da verändert sich nichts. Irgendwann gibt dann das Bindemittel auf und die Risse entstehen.</p><p></p><p>Bei den Plastisolfarben ist das Pigment wesentlich kleiner. Es wird ein relativ dünner Film gedruckt. Erst wenn die Farbe durch Hitze "geliert" ist (ca120°C) wird sie durch Druck und Hitze mit einer Presse auf den Stoff transferiert. Es kann kein Bindemittel vom Stoff aufgesaugt werden, denn das ist schon abgebunden. Die Farbe hält wesentlich länger das Waschen aus. </p><p>Eigentlich kann man mit Plastisolfarben wesentlich feinere Details drucken, da beim Druck die Maschen des Stoffs nicht stören. Scheint ein nicht so guter Drucker gewesen zu sein. </p><p></p><p>Plastisol wird eigentlich seitenverkehrt gedruckt. Die Siebstruktur sieht man bei einem ordentlichen Plastisoldruck nicht. Die spätere Farboberfläche wird durch die Oberfläche des Silikonpapiers bestimmt. Und das sollte glatt sein.</p><p>Vielleicht ist das doch die Maschenstruktur des Shirts und es ist mit zuviel Druck dran gegangen.</p><p></p><p>Vielleicht hast Du da aber was ganz anderes liegen, es gibt die verschiedensten Digitaldrucktechniken. Da muss ich manchmal schon ganz genau hinschauen um die zu identifizieren. Und wenn die Köpfe nicht sauber sind, gerade bei weißem Unterdruck, sieht es wie vermatscht aus. Vielleicht ist es ja auch ein Digitaldruck auf Folie die dann transferiert wird. Deckweiß in Digitaldruckern ist nach wie vor ein Problem.</p><p></p><p>Ich kenne zwar das Problem der brechenden Direktdruckfarben, die sind mir aber trotzdem lieber. Die geschlossene Oberfläche, gerade bei flächigem Druck mit Plastisolfarben, liegt wie ein Brett auf dem Shirt und ist nicht gerade atmungsaktiv.</p><p>Unsere Firmenshirts haben einen großen Aufdruck auf dem Rücken, der würde mit Plastisolfarbe schweißtreibend.</p><p>Wenn sie ausgewaschen sind gibt´s halt neue.</p><p></p><p>Vielleicht hat der Drucker aber auch mit dem "Siebdruck-Starter-Set" aus der Bucht gearbeitet, wer weiß das schon ohne detaillierte Fotos. :lol:</p><p></p><p>Sinnvoll um genaueres zu sagen wäre eine scharfe Nahaufnahme des Drucks. Dann erkennt man das Motiv nicht, kann aber Drucktechnik und Qualität erkennen.</p><p></p><p>grüße</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="pixelmaker, post: 2238392, member: 287879"] [b]AW: Qualität von Siebdruck auf Baumwoll-Textilien[/b] Hallo, nur nach Deiner Beschreibung und ohne Fotos würde ich sagen, Produkt 1 = Direkter Siebdruck mit hitzefixierten Farben oder 2K Farbe. Die Farbe ist immer matt, evt. seidenglänzend. Es ist normal das die Farbe nach vielen Wäschen bricht und Risse bekommt. Gerade bei hochdeckendem Weiß geschieht das. Produkt 2 = Plastisolfarbe. Das bedeutet das es ein indirekter Druck ist. Die Plastisolfarbe wird erst auf Silikonpapier gedruckt und, mit Hitze geliert und dann mit Temperatur und Druck auf den Stoff gepresst. Plastisolfarben sind immer glänzend oder seidenglänzend in der Oberfläche. Wenn viele Details zugelaufen sind kann das vom Siebdruck an sich kommen, nicht jeder der Siebdruckt kann das auch. Das kommt gerade bei kleinen Textilbuden vor, die machen es billiger als es geht und die Qualität ist genauso tief. Es kann auch von falschem Druck kommen das der Plastisolfilm beim Transfer vermatscht. Eigentlich halten Plastisolfarben besser das Waschen aus und reißen nicht so schnell. Der Grund für die Risse liegt in der Pigmentgröße und dem Druck mit flüssiger Farbe auf den Stoff. Das Titandioxid-Pigment in den Direktdruckfarben ist wesentlich gröber. Die Bindemittel der Farbe sacken, da sie beim Druck flüssig sind in den Stoff. Dadurch wird das Farbgemisch immer "mager". Je stärker der Stoff saugt um so mehr Bindemittel wandern in den Stoff. Durch das Waschen wird ebenfalls das Bindemittel der Farbe angegriffen. Einmal härtet es immer weiter aus und nutzt gleichfalls ab. Die Pigmente sind mineralisch, da verändert sich nichts. Irgendwann gibt dann das Bindemittel auf und die Risse entstehen. Bei den Plastisolfarben ist das Pigment wesentlich kleiner. Es wird ein relativ dünner Film gedruckt. Erst wenn die Farbe durch Hitze "geliert" ist (ca120°C) wird sie durch Druck und Hitze mit einer Presse auf den Stoff transferiert. Es kann kein Bindemittel vom Stoff aufgesaugt werden, denn das ist schon abgebunden. Die Farbe hält wesentlich länger das Waschen aus. Eigentlich kann man mit Plastisolfarben wesentlich feinere Details drucken, da beim Druck die Maschen des Stoffs nicht stören. Scheint ein nicht so guter Drucker gewesen zu sein. Plastisol wird eigentlich seitenverkehrt gedruckt. Die Siebstruktur sieht man bei einem ordentlichen Plastisoldruck nicht. Die spätere Farboberfläche wird durch die Oberfläche des Silikonpapiers bestimmt. Und das sollte glatt sein. Vielleicht ist das doch die Maschenstruktur des Shirts und es ist mit zuviel Druck dran gegangen. Vielleicht hast Du da aber was ganz anderes liegen, es gibt die verschiedensten Digitaldrucktechniken. Da muss ich manchmal schon ganz genau hinschauen um die zu identifizieren. Und wenn die Köpfe nicht sauber sind, gerade bei weißem Unterdruck, sieht es wie vermatscht aus. Vielleicht ist es ja auch ein Digitaldruck auf Folie die dann transferiert wird. Deckweiß in Digitaldruckern ist nach wie vor ein Problem. Ich kenne zwar das Problem der brechenden Direktdruckfarben, die sind mir aber trotzdem lieber. Die geschlossene Oberfläche, gerade bei flächigem Druck mit Plastisolfarben, liegt wie ein Brett auf dem Shirt und ist nicht gerade atmungsaktiv. Unsere Firmenshirts haben einen großen Aufdruck auf dem Rücken, der würde mit Plastisolfarbe schweißtreibend. Wenn sie ausgewaschen sind gibt´s halt neue. Vielleicht hat der Drucker aber auch mit dem "Siebdruck-Starter-Set" aus der Bucht gearbeitet, wer weiß das schon ohne detaillierte Fotos. :lol: Sinnvoll um genaueres zu sagen wäre eine scharfe Nahaufnahme des Drucks. Dann erkennt man das Motiv nicht, kann aber Drucktechnik und Qualität erkennen. grüße [/QUOTE]
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