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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
RAW vs. JPEG
Beitrag
<blockquote data-quote="Tim_Kim" data-source="post: 1173702" data-attributes="member: 269873"><p><strong>AW: RAW vs. JPEG</strong></p><p></p><p>Nicht ganz unabhängig davon was du machst, ist RAW immer sinnvoller als JPG. Allerdings gilt diese Aussage in bestimmten Fällen nur bedingt.</p><p></p><p>RAW ist das digitale Negativ, JPG ein digitales Positiv. Alle Entwicklungsschritte, die man früher bei er Entwicklung von Filmen machen konnte, kann man vom RAW zum JPG (vom Negativ zum Positiv) auch machen und sogar noch ein paar mehr. So lassen sich beispielsweise nachträglich Belichtungsreihen aus dem RAW ausspielen, die in der Regel bis zu +/- 2 Blenden erlauben.</p><p></p><p>Weiß man dann noch, dass RAW mit 12 Bit (Nikon sogar mit 14) Farbtiefe speichert, JPG hingegen nur mit 8 Bit, bedeutet das, dass das RAW einen um 4 Blenden größeren Dynamikumfang einfangen kann, als jedes JPG. Mit der Option der +/- 2 Blenden, sind dass dann sogar satte 16 Bit, die man in Positivform dann auf jeden Fall in TIFF speichern sollte (TIFF speichert eine Farbtiefe von 16 Bit). TIFF ist übrigens in der Werbung schon seit Jahrzehnten erste Wahl.</p><p></p><p>Auf die "Vorteile" von JPG komme ich im Laufe dieser Mehrantwort noch zu schreiben.</p><p></p><p>Mit einem RAW-Konverter.</p><p></p><p></p><p>Es ist Geschmacksache. Faustregeln gibt es keine, nur deine.</p><p></p><p>JPG hat nur den Vorteil, dass bei Serienbildern mehr Bilder im Kamerapuffer gespeichert werden können, die Serien also länger sein könnten, was wichtig werden kann, wenn die Sequenz etwas länger dauert.</p><p></p><p>Der geringere Speicherplatz ist bei den günstigen Preisen heutiger Speichermedien zu vernachlässigen - natürlich nicht, wenn die Karte fast voll ist und man unbedingt noch ein paar Bilder machen muss. Dann ist JPG auf jeden Fall besser, als gar kein Bild.</p><p></p><p>In gewisser Weise sind schon Einstellungen vorhanden, denn der Entwicklungsvorgang (die Konvertierung) erlaubt Einstellungen, die gespeichert werden können. So entstehen Profile, Filter, Arbeitsanweisungen (wie auch immer benannt), die sich mit einem Mausklick wiederholen lassen. Denkbar (nicht nur denkbar, es wird gemacht) wäre durchaus, dass im RAW-Format bereits Informationen der Motivprogramme mit abgelegt wurden, die dann beim Konvertierungsvorgang ein Positiv entwickeln, das sonst in der Kamera zum JPG entwickelt worden wäre.</p><p></p><p>Der Weißabgleich wird gerne angeführt, ist aber nur ein winziger Vorteil, der im JPG auch noch zu korrigieren wäre, wenn man denn müsste.</p><p></p><p>Eigentlich hast du den Teil mit RAW und JPG sehr schön erklärt, aber dass du den Spezialprozessoren in der Kamera weniger zutraust, als den Prozessoren im Rechner, irritiert mich dann schon. Im Rechner arbeiten keine für Bildentwicklung hochgezüchteten Spezialisten, die zudem durch "langsame" Betriebssysteme ausgebremst werden. Das und die systemnahe Programmierung in der Kamera, verschafft den Spezialisten einen Geschwindigkeitsvorteil, der locker um den Faktor 100 bis 1000 liegt (ist jetzt nicht verifiziert, nur eine grobe Abschätzung). Da muss der Rechner schon sehr schnell getaktet sein, um mitzuhalten.</p><p></p><p>Ich falls zu Boden, hebe die Arme und jetzt auch die Beine, weil ich mich vor Lachen nicht mehr halten kann - nein, Gott bist du wahrlich nicht, auch, wenn es sich so liest <img src="/styles/default/xenforo/smilies/tongue.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":P" title="Stick Out Tongue :P" data-shortname=":P" /></p><p></p><p>Das mit Gott war natürlich ein Spaß, aber irgendwie hörte sich das schon so an, als ob du RAW nicht brauchst, weil du deine Kamera beherrschst.</p><p></p><p>Du bist doch Gott, denn nur der kann es sich leisten seine Negative wegzuschmeißen. - Schnipp! Wieder da, gell.</p><p></p><p>Betrachtest du die JPG auf einem anderen Monitor? Oder meinst du den kleinen Kameramonitor, der natürlich kalibriert ist und so hochauflösend, dass man Bilder nur darauf ansehen sollte - oder habe ich da was falsch verstanden? <img src="/styles/default/xenforo/smilies/rolleyes.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":rolleyes:" title="Roll Eyes :rolleyes:" data-shortname=":rolleyes:" /></p><p></p><p>Bis hier stimmte ich noch mit dir überein.</p><p></p><p>Jetzt widerspreche ich dir aber klar. Gerade bei Landschaft, insbesondere, wenn Himmel im Bild ist, bringt das RAW wesentlich mehr Dynamikumfang, also auch Zeichnung im Himmel. Das gilt grundsätzlich bei hohen Kontrasten wie sie draußen sehr häufig auftreten.</p><p></p><p>Die Nachbearbeitung, von der du sprichst, lässt sich problemlos im JPG durchführen und wird von sehr vielen Fotografen auch nur am JPG gemacht, ohne Entwicklung aus dem RAW. Hier wäre das RAW nicht zwingend notwendig, da man ja ohnehin mit zusätzlichem Licht arbeitet, wenn Kontrast sehr hoch sind (aufhellen) und das Gesicht vor einem Himmel ohne Zeichnung wesentlich besser wirkt, als wenn dort viele Wolken und Farbverläufe zu sehen sind. Das gilt natürlich nicht für Menschenbilder allgemein, bei Porträts in der Regel aber schon.</p><p></p><p>Unterbelichten und hochziehen produziert Rauschen. In hellen Bereichen bleibt zwar mehr Zeichnung, die bei Überbelichtung weg wäre, aber hier ist Bracketing eine bessere Alternative, sofern es Zeit und Motiv erlauben.</p><p></p><p>Wenn die "wegkomprimierten" Bildinformationen beim Druck ohnehin nicht zum Tragen kommen, kann man ruhig auch in JPG fotografieren. Gerade, wenn Bilder oft nur am Monitor angezeigt werden, wird da ja auch schon massiv "wegverkleinert", so dass es gar nicht nötig ist, alle Bildinformation im Bild zu haben. Aber wer schaut sich die Bilder schon nur am Monitor an. Es muss mind. von jedem Bild ein Abzug im Format A4 her, oder? <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /></p><p></p><p>Bei schlechten Lichtbedingungen bin ich bei dir. Bei guten reicht JPG, will ich dahin gestellt lassen, aber bei <em>high noon</em>, draußen im strahlender Sonnenschein, lass ich die Kamera lieber aus, egal ob in RAW oder JPG - sofern es sich vermeiden lässt. - Warum? Weil das Licht so extrem hart und wenig stimmungvoll ist, zudem höchste Kontraste schafft und einfach jedes Bild "platt" macht.</p><p></p><p>Berufsfotografen müssen vom Fotografieren leben und haben oft keine Zeit sich richtig mit der digitalen Fotografie zu beschäftigen, sonst würden sie alle in RAW fotografieren. Der Workflow ist dabei entscheidend und nicht die Bildqualität, die in RAW immer besser ist, was du ja auch anschaulich darstellst. - Im Sonyforum gibt es oft verbohrte Meinungen, aber das Gros weiß es Gott sei Dank dann doch besser. <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /> - Ja, die Kameras links am Rand stimmen alle.</p><p></p><p>Die interne Bildwicklungseinheit auf die gewünschten Bilder hin zu optimieren, macht immer Sinn und reicht tatsächlich in 90% der Fälle vollkommen. Für die restlichen 10% sind dann ja noch die RAW-Bilder da. - Und jetzt nichts mehr von Gott, das war ein Scherz.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Tim_Kim, post: 1173702, member: 269873"] [b]AW: RAW vs. JPEG[/b] Nicht ganz unabhängig davon was du machst, ist RAW immer sinnvoller als JPG. Allerdings gilt diese Aussage in bestimmten Fällen nur bedingt. RAW ist das digitale Negativ, JPG ein digitales Positiv. Alle Entwicklungsschritte, die man früher bei er Entwicklung von Filmen machen konnte, kann man vom RAW zum JPG (vom Negativ zum Positiv) auch machen und sogar noch ein paar mehr. So lassen sich beispielsweise nachträglich Belichtungsreihen aus dem RAW ausspielen, die in der Regel bis zu +/- 2 Blenden erlauben. Weiß man dann noch, dass RAW mit 12 Bit (Nikon sogar mit 14) Farbtiefe speichert, JPG hingegen nur mit 8 Bit, bedeutet das, dass das RAW einen um 4 Blenden größeren Dynamikumfang einfangen kann, als jedes JPG. Mit der Option der +/- 2 Blenden, sind dass dann sogar satte 16 Bit, die man in Positivform dann auf jeden Fall in TIFF speichern sollte (TIFF speichert eine Farbtiefe von 16 Bit). TIFF ist übrigens in der Werbung schon seit Jahrzehnten erste Wahl. Auf die "Vorteile" von JPG komme ich im Laufe dieser Mehrantwort noch zu schreiben. Mit einem RAW-Konverter. Es ist Geschmacksache. Faustregeln gibt es keine, nur deine. JPG hat nur den Vorteil, dass bei Serienbildern mehr Bilder im Kamerapuffer gespeichert werden können, die Serien also länger sein könnten, was wichtig werden kann, wenn die Sequenz etwas länger dauert. Der geringere Speicherplatz ist bei den günstigen Preisen heutiger Speichermedien zu vernachlässigen - natürlich nicht, wenn die Karte fast voll ist und man unbedingt noch ein paar Bilder machen muss. Dann ist JPG auf jeden Fall besser, als gar kein Bild. In gewisser Weise sind schon Einstellungen vorhanden, denn der Entwicklungsvorgang (die Konvertierung) erlaubt Einstellungen, die gespeichert werden können. So entstehen Profile, Filter, Arbeitsanweisungen (wie auch immer benannt), die sich mit einem Mausklick wiederholen lassen. Denkbar (nicht nur denkbar, es wird gemacht) wäre durchaus, dass im RAW-Format bereits Informationen der Motivprogramme mit abgelegt wurden, die dann beim Konvertierungsvorgang ein Positiv entwickeln, das sonst in der Kamera zum JPG entwickelt worden wäre. Der Weißabgleich wird gerne angeführt, ist aber nur ein winziger Vorteil, der im JPG auch noch zu korrigieren wäre, wenn man denn müsste. Eigentlich hast du den Teil mit RAW und JPG sehr schön erklärt, aber dass du den Spezialprozessoren in der Kamera weniger zutraust, als den Prozessoren im Rechner, irritiert mich dann schon. Im Rechner arbeiten keine für Bildentwicklung hochgezüchteten Spezialisten, die zudem durch "langsame" Betriebssysteme ausgebremst werden. Das und die systemnahe Programmierung in der Kamera, verschafft den Spezialisten einen Geschwindigkeitsvorteil, der locker um den Faktor 100 bis 1000 liegt (ist jetzt nicht verifiziert, nur eine grobe Abschätzung). Da muss der Rechner schon sehr schnell getaktet sein, um mitzuhalten. Ich falls zu Boden, hebe die Arme und jetzt auch die Beine, weil ich mich vor Lachen nicht mehr halten kann - nein, Gott bist du wahrlich nicht, auch, wenn es sich so liest :P Das mit Gott war natürlich ein Spaß, aber irgendwie hörte sich das schon so an, als ob du RAW nicht brauchst, weil du deine Kamera beherrschst. Du bist doch Gott, denn nur der kann es sich leisten seine Negative wegzuschmeißen. - Schnipp! Wieder da, gell. Betrachtest du die JPG auf einem anderen Monitor? Oder meinst du den kleinen Kameramonitor, der natürlich kalibriert ist und so hochauflösend, dass man Bilder nur darauf ansehen sollte - oder habe ich da was falsch verstanden? :rolleyes: Bis hier stimmte ich noch mit dir überein. Jetzt widerspreche ich dir aber klar. Gerade bei Landschaft, insbesondere, wenn Himmel im Bild ist, bringt das RAW wesentlich mehr Dynamikumfang, also auch Zeichnung im Himmel. Das gilt grundsätzlich bei hohen Kontrasten wie sie draußen sehr häufig auftreten. Die Nachbearbeitung, von der du sprichst, lässt sich problemlos im JPG durchführen und wird von sehr vielen Fotografen auch nur am JPG gemacht, ohne Entwicklung aus dem RAW. Hier wäre das RAW nicht zwingend notwendig, da man ja ohnehin mit zusätzlichem Licht arbeitet, wenn Kontrast sehr hoch sind (aufhellen) und das Gesicht vor einem Himmel ohne Zeichnung wesentlich besser wirkt, als wenn dort viele Wolken und Farbverläufe zu sehen sind. Das gilt natürlich nicht für Menschenbilder allgemein, bei Porträts in der Regel aber schon. Unterbelichten und hochziehen produziert Rauschen. In hellen Bereichen bleibt zwar mehr Zeichnung, die bei Überbelichtung weg wäre, aber hier ist Bracketing eine bessere Alternative, sofern es Zeit und Motiv erlauben. Wenn die "wegkomprimierten" Bildinformationen beim Druck ohnehin nicht zum Tragen kommen, kann man ruhig auch in JPG fotografieren. Gerade, wenn Bilder oft nur am Monitor angezeigt werden, wird da ja auch schon massiv "wegverkleinert", so dass es gar nicht nötig ist, alle Bildinformation im Bild zu haben. Aber wer schaut sich die Bilder schon nur am Monitor an. Es muss mind. von jedem Bild ein Abzug im Format A4 her, oder? ;) Bei schlechten Lichtbedingungen bin ich bei dir. Bei guten reicht JPG, will ich dahin gestellt lassen, aber bei [I]high noon[/I], draußen im strahlender Sonnenschein, lass ich die Kamera lieber aus, egal ob in RAW oder JPG - sofern es sich vermeiden lässt. - Warum? Weil das Licht so extrem hart und wenig stimmungvoll ist, zudem höchste Kontraste schafft und einfach jedes Bild "platt" macht. Berufsfotografen müssen vom Fotografieren leben und haben oft keine Zeit sich richtig mit der digitalen Fotografie zu beschäftigen, sonst würden sie alle in RAW fotografieren. Der Workflow ist dabei entscheidend und nicht die Bildqualität, die in RAW immer besser ist, was du ja auch anschaulich darstellst. - Im Sonyforum gibt es oft verbohrte Meinungen, aber das Gros weiß es Gott sei Dank dann doch besser. ;) - Ja, die Kameras links am Rand stimmen alle. Die interne Bildwicklungseinheit auf die gewünschten Bilder hin zu optimieren, macht immer Sinn und reicht tatsächlich in 90% der Fälle vollkommen. Für die restlichen 10% sind dann ja noch die RAW-Bilder da. - Und jetzt nichts mehr von Gott, das war ein Scherz. [/QUOTE]
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