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Beitrag
<blockquote data-quote="colias" data-source="post: 2722171" data-attributes="member: 712965"><p>Scharfe Grenzen bei Farbinformation sind für den wichtigen Ersteindruck grundsätzlich unwichtiger als bei Luminanzen (Helligkeiten), die ja hier schon vorgegeben sind.</p><p></p><p>Besser als jede Anleitung:</p><p>Studiere selbst mehrere Portraits und versuch lokale Farbtöne ohne Pipette zu treffen und erarbeite dir ein Gefühl für die lokalen <u>Unterschiede</u>, wo braucht es mehr Sättigung, wo weniger, wo ist es kühler, wo wärmer. Haut ist ein komplexes Gebilde, sie vermittelt, was darunter liegt (Knochen, Muskel, Gefäße), Licht durchdringt sie, wird unterschiedlich reflektiert, sie hat lokal unterschiedliche Oberflächen und all das beeinflusst die Farben. Oft nur minimal, aber spürbar. Dazu kommt, dass sich Oberflächen gegenseitig beeinflussen, der kühle Hintergrund wirkt z.B. in den abgeschatteten Bereichen am Rand kräftig ein. Haut an Haut grenzend verstärkt Sättigung, Haut an weißes Hemd grenzend wird kühler usw. Abgeschattete Bereiche (Gesichtshälfte im Schatten) werden gern kühler, versteckte (Falten) jedoch tendenziell wärmer. Berücksichtigt man all das nicht wirkt es koloriert oder gar ausgeschnitten.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="colias, post: 2722171, member: 712965"] Scharfe Grenzen bei Farbinformation sind für den wichtigen Ersteindruck grundsätzlich unwichtiger als bei Luminanzen (Helligkeiten), die ja hier schon vorgegeben sind. Besser als jede Anleitung: Studiere selbst mehrere Portraits und versuch lokale Farbtöne ohne Pipette zu treffen und erarbeite dir ein Gefühl für die lokalen [U]Unterschiede[/U], wo braucht es mehr Sättigung, wo weniger, wo ist es kühler, wo wärmer. Haut ist ein komplexes Gebilde, sie vermittelt, was darunter liegt (Knochen, Muskel, Gefäße), Licht durchdringt sie, wird unterschiedlich reflektiert, sie hat lokal unterschiedliche Oberflächen und all das beeinflusst die Farben. Oft nur minimal, aber spürbar. Dazu kommt, dass sich Oberflächen gegenseitig beeinflussen, der kühle Hintergrund wirkt z.B. in den abgeschatteten Bereichen am Rand kräftig ein. Haut an Haut grenzend verstärkt Sättigung, Haut an weißes Hemd grenzend wird kühler usw. Abgeschattete Bereiche (Gesichtshälfte im Schatten) werden gern kühler, versteckte (Falten) jedoch tendenziell wärmer. Berücksichtigt man all das nicht wirkt es koloriert oder gar ausgeschnitten. [/QUOTE]
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