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Bildbearbeitung (2D), Vektor- & Layoutbearbeitung
Photoshop
Stimmt das? JPG kann keine Vektoren abspeichern!
Beitrag
<blockquote data-quote="Proof GmbH" data-source="post: 2227472"><p><strong>AW: Stimmt das? JPG kann keine Vektoren abspeichern!</strong></p><p></p><p>@AdHBerlin: Die Sache mit den Praktikanten ist echt spannend... aber leider bieten wir gerade keine Stellen mehr an. Das war meinen Leuten einfach zu anstrengend, daher machen wir derzeit Pause von den Praktikanten.</p><p></p><p>@Koukoba: Ein RIP (RASTER Image Prozessor) arbeitet dann, wenn Daten gerastert werden. Rastern muss man dann, wenn das Druckverfahren eigentlich keine Farbabstufungen zulässt. Farbe auf einem Offsetdrucker z.B. wird aus den vier Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow und Kontrast (Schwarz) aufgebaut, also CMYK. Das Papier, also der Bedruckstoff, hat die Farbe: Weiss. </p><p></p><p>Soll das Papier weiss sein: Nix draufdrucken</p><p>Soll das Papier schwarz sein: Überall Schwarz aufdrucken</p><p>Soll das Papier grau sein: Hmmm ... Schwarze Farbe nehmen, weisse Farbe reinrühren, bis ein Grau entsteht, und dann flächig drucken? Geht nicht, zu aufwändig. </p><p></p><p>Also: Schwarze Farbe rastern, also ein gleichmäßiges Raster aus identisch weit entfernten Mittelpunkten entwerfen, die Punkte gleichmäßig so groß machen, daß genau so viel vom Papier Schwarz ist, wie weiss ist, und dann die Punkte noch um 45 Grad verschieben, damit es für das Auge gleichmäßiger wirkt. Dann weit genug weggehen, damit die Punkte vor dem Auge verschwimmen (beim Flyer nur 15 Zentimeter, bei der Plakatwand eher so zwei Meter), und siehe da: Wir sehen eine graue Fläche. </p><p></p><p>Da die einzelnen Rasterpunkte ja in ihrer Größe unterschiedlich sein müssen, ist die physikalische Auflösung eines RIPs bzw. die Auflösung einer Druckplatte immer viel höher, als die des tatsächlich gedruckten Bildes. </p><p></p><p>Beispiel: Das menschliche Auge braucht für einen harmonischen Verlauf zwischen Schwarz und Weiss mindestens 70 Abstufungen. Damit ich das in einem klassischen Druck darstellen kann, benötige ich also mindestens ein Quadrat aus neun mal neun Einzelflächen, die entweder Schwarz oder Weiss sein können. Weil einfacher, rechnen wir mit 10 x 10 Flächen: Papier ganz Weiss: Kein kleines Quadrat gefüllt. Papier ganz Schwarz: Alle Quadrate gefüllt. Mittelgrau: 100/2=50 Quadrate von innen ausgehend Schwarz, der Rest Weiss. </p><p></p><p>Möchte ich also ein Bild in 254 DPI Auflösung drucken, also in 254 Punkte pro Inch, dann muss die Druckplatte mindestens 254 x 10 Punkte entweder Schwarz oder Weiss machen können, also eine physikalische Auflösung von 254x10 DPI haben, also 2540 DPI .... und oh Wunder: Das ist die typische minimale Auflösung eines Druckplattenbelichters ... <img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":-)" title="Smile :-)" loading="lazy" data-shortname=":-)" /> Eigentlich ganz logisch, oder?</p><p></p><p>Fotopapier ist aber in der Lage, nicht nur Schwarz und Weiss darstellen zu können, sondern auch "echtes", ungerastertes Grau. Daher wird dort kein RIP seinen Dienst versehen, sondern die Daten anders aufbereitet werden. </p><p></p><p>Viele Grüße, Matthias</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Proof GmbH, post: 2227472"] [b]AW: Stimmt das? JPG kann keine Vektoren abspeichern![/b] @AdHBerlin: Die Sache mit den Praktikanten ist echt spannend... aber leider bieten wir gerade keine Stellen mehr an. Das war meinen Leuten einfach zu anstrengend, daher machen wir derzeit Pause von den Praktikanten. @Koukoba: Ein RIP (RASTER Image Prozessor) arbeitet dann, wenn Daten gerastert werden. Rastern muss man dann, wenn das Druckverfahren eigentlich keine Farbabstufungen zulässt. Farbe auf einem Offsetdrucker z.B. wird aus den vier Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow und Kontrast (Schwarz) aufgebaut, also CMYK. Das Papier, also der Bedruckstoff, hat die Farbe: Weiss. Soll das Papier weiss sein: Nix draufdrucken Soll das Papier schwarz sein: Überall Schwarz aufdrucken Soll das Papier grau sein: Hmmm ... Schwarze Farbe nehmen, weisse Farbe reinrühren, bis ein Grau entsteht, und dann flächig drucken? Geht nicht, zu aufwändig. Also: Schwarze Farbe rastern, also ein gleichmäßiges Raster aus identisch weit entfernten Mittelpunkten entwerfen, die Punkte gleichmäßig so groß machen, daß genau so viel vom Papier Schwarz ist, wie weiss ist, und dann die Punkte noch um 45 Grad verschieben, damit es für das Auge gleichmäßiger wirkt. Dann weit genug weggehen, damit die Punkte vor dem Auge verschwimmen (beim Flyer nur 15 Zentimeter, bei der Plakatwand eher so zwei Meter), und siehe da: Wir sehen eine graue Fläche. Da die einzelnen Rasterpunkte ja in ihrer Größe unterschiedlich sein müssen, ist die physikalische Auflösung eines RIPs bzw. die Auflösung einer Druckplatte immer viel höher, als die des tatsächlich gedruckten Bildes. Beispiel: Das menschliche Auge braucht für einen harmonischen Verlauf zwischen Schwarz und Weiss mindestens 70 Abstufungen. Damit ich das in einem klassischen Druck darstellen kann, benötige ich also mindestens ein Quadrat aus neun mal neun Einzelflächen, die entweder Schwarz oder Weiss sein können. Weil einfacher, rechnen wir mit 10 x 10 Flächen: Papier ganz Weiss: Kein kleines Quadrat gefüllt. Papier ganz Schwarz: Alle Quadrate gefüllt. Mittelgrau: 100/2=50 Quadrate von innen ausgehend Schwarz, der Rest Weiss. Möchte ich also ein Bild in 254 DPI Auflösung drucken, also in 254 Punkte pro Inch, dann muss die Druckplatte mindestens 254 x 10 Punkte entweder Schwarz oder Weiss machen können, also eine physikalische Auflösung von 254x10 DPI haben, also 2540 DPI .... und oh Wunder: Das ist die typische minimale Auflösung eines Druckplattenbelichters ... :-) Eigentlich ganz logisch, oder? Fotopapier ist aber in der Lage, nicht nur Schwarz und Weiss darstellen zu können, sondern auch "echtes", ungerastertes Grau. Daher wird dort kein RIP seinen Dienst versehen, sondern die Daten anders aufbereitet werden. Viele Grüße, Matthias [/QUOTE]
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