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„The Photographer“
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<blockquote data-quote="Leila Stern" data-source="post: 2665587" data-attributes="member: 717392"><p>Es freut mich, daß etlichen Lesern meine Kurzgeschichte gefallen hat.</p><p></p><p>Im Prinzip verfaßte, kürzte und änderte ich sie so, wie ein Photograph während den 1970er-Jahren seine Photographien erstellte und im Badezimmer seines Elternhauses entwickelte. – Daß ich mit der technologischen Entwicklung der Photographie nicht schritthalten konnte, führe ich auf wirtschaftliche und familiäre Erfordernisse zurück, die ich zugunsten meiner Nachkommen und zu meinem Nachteil erfüllen wollte.</p><p></p><p>Ach, ich beneide die heutigen Photographen um die ihnen gegebenen Möglichkeiten der Bildbearbeitung! Sie können am Computermonitor mit geringem finanziellen Aufwand nach Belieben die von ihnen erstellten Photographien ändern; d.h. den Kontrast, die Farbsättigung, die Helligkeit und vieles andere mehr. Ja, selbst Bildteile, die sie als störend empfinden, können sie dank ausgeklügelter Algorithmen ‚wegstempeln‘.</p><p></p><p>Daß ich auch mit den von mir veröffentlichten Kurzgeschichten ähnlich verfahre, zeige ich folglich an:</p><p></p><p>Der erwähnte Lieferwagen war ein Sattelschlepper.</p><p></p><p>Um aus der Kurzgeschichte keine lange Geschichte zu machen, ließ ich die Tatsache weg, daß ich als Kaufmannstochter mit den damaligen Zollformalitäten betraut war.</p><p></p><p>In Lausanne lud ich einen Karton <span style="color: #000"><span style="color: #000"><span style="color: #000">Rosen</span></span></span> zuwenig ab.</p><p></p><p>Der (leider verstorbene) Taxichauffeur in Genf mutmaßte, daß ich – wie er – persischer Herkunft sei. Da ich ihm dies bestätigte, verwickelte er mich in ein langes Gespräch. Daher rührte meine Verspätung.</p><p></p><p>Vor der erwähnten „Ostschweizer Tour“ mußte ich auf einem Parkplatz bei der Umladung der restlichen an private Empfänger adressierten Blumenladung behilflich sein, also die <span style="color: #000"><span style="color: #000"><span style="color: #000">Blumenkarton</span></span></span> mit den Nummern „3, 2, 1 …“ in der Reihenfolge „1, 2, 3 …“ auf den Asphalt legen, um sie wieder in der Reihenfolge „3, 2, 1 …“ aufzuladen, was mich viel Kraft kostete: denn ich bin von Natur aus physisch eher schwach und schlank als stark und stämmig veranlagt.</p><p></p><p>Was mich damals beeindruckte, war das Aufleuchten der Tasten den Mobiltelephons. „Wo befindest Du Dich jetzt“, fragte mich ein Disponent. „Unterwegs nach Basel“, antwortete ich ihm.</p><p></p><p>Während der Heimfahrt dünkte mich, der Pannenstreifen sei eine Wand. Um sie nicht zu streifen, wich ich instinktiv nach links aus. Dies bewirkte beinahe ein Verkehrschaos. – Deshalb wurde ich wieder hellwach.</p><p></p><p>Die zweite Brotschnitte roch nach Dieseltreibstoff.</p><p></p><p>Zuhause angelangt, warf ich mich – mitsamt den Schuhen und Kleidern, in denen ich während meinen beiden ‚Blumentouren‘ steckte – aufs Bett, ohne vorher meine Behausung abgeschlossen zu haben.</p><p></p><p>Eine um mich besorgte Nachbarin erweckte mich wieder zum Leben.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Leila Stern, post: 2665587, member: 717392"] Es freut mich, daß etlichen Lesern meine Kurzgeschichte gefallen hat. Im Prinzip verfaßte, kürzte und änderte ich sie so, wie ein Photograph während den 1970er-Jahren seine Photographien erstellte und im Badezimmer seines Elternhauses entwickelte. – Daß ich mit der technologischen Entwicklung der Photographie nicht schritthalten konnte, führe ich auf wirtschaftliche und familiäre Erfordernisse zurück, die ich zugunsten meiner Nachkommen und zu meinem Nachteil erfüllen wollte. Ach, ich beneide die heutigen Photographen um die ihnen gegebenen Möglichkeiten der Bildbearbeitung! Sie können am Computermonitor mit geringem finanziellen Aufwand nach Belieben die von ihnen erstellten Photographien ändern; d.h. den Kontrast, die Farbsättigung, die Helligkeit und vieles andere mehr. Ja, selbst Bildteile, die sie als störend empfinden, können sie dank ausgeklügelter Algorithmen ‚wegstempeln‘. Daß ich auch mit den von mir veröffentlichten Kurzgeschichten ähnlich verfahre, zeige ich folglich an: Der erwähnte Lieferwagen war ein Sattelschlepper. Um aus der Kurzgeschichte keine lange Geschichte zu machen, ließ ich die Tatsache weg, daß ich als Kaufmannstochter mit den damaligen Zollformalitäten betraut war. In Lausanne lud ich einen Karton [COLOR=#000][COLOR=#000][COLOR=#000]Rosen[/COLOR][/COLOR][/COLOR] zuwenig ab. Der (leider verstorbene) Taxichauffeur in Genf mutmaßte, daß ich – wie er – persischer Herkunft sei. Da ich ihm dies bestätigte, verwickelte er mich in ein langes Gespräch. Daher rührte meine Verspätung. Vor der erwähnten „Ostschweizer Tour“ mußte ich auf einem Parkplatz bei der Umladung der restlichen an private Empfänger adressierten Blumenladung behilflich sein, also die [COLOR=#000][COLOR=#000][COLOR=#000]Blumenkarton[/COLOR][/COLOR][/COLOR] mit den Nummern „3, 2, 1 …“ in der Reihenfolge „1, 2, 3 …“ auf den Asphalt legen, um sie wieder in der Reihenfolge „3, 2, 1 …“ aufzuladen, was mich viel Kraft kostete: denn ich bin von Natur aus physisch eher schwach und schlank als stark und stämmig veranlagt. Was mich damals beeindruckte, war das Aufleuchten der Tasten den Mobiltelephons. „Wo befindest Du Dich jetzt“, fragte mich ein Disponent. „Unterwegs nach Basel“, antwortete ich ihm. Während der Heimfahrt dünkte mich, der Pannenstreifen sei eine Wand. Um sie nicht zu streifen, wich ich instinktiv nach links aus. Dies bewirkte beinahe ein Verkehrschaos. – Deshalb wurde ich wieder hellwach. Die zweite Brotschnitte roch nach Dieseltreibstoff. Zuhause angelangt, warf ich mich – mitsamt den Schuhen und Kleidern, in denen ich während meinen beiden ‚Blumentouren‘ steckte – aufs Bett, ohne vorher meine Behausung abgeschlossen zu haben. Eine um mich besorgte Nachbarin erweckte mich wieder zum Leben. [/QUOTE]
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