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Bildbearbeitung (2D), Vektor- & Layoutbearbeitung
Mediengestaltung, Design & Typografie
Tipps zu Bewerbungen, Gestaltung der Bewerbungsunterlagen …
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 1795373" data-attributes="member: 432756"><p><strong>AW: Tipps zu Bewerbungen, Gestaltung der Bewerbungsunterlagen …</strong></p><p></p><p>So sehe ich es auch - obwohl ich selbst diese Angabe auch für völlig überflüssig halte. Aber es geht ja nicht um meine Vorlieben sondern um um Bewerbungen allgemein. </p><p>Und da gilt leider, dass die Angabe "woher" de facto eine Pflichtabgabe ist. Seit über 20 Jahren in den dutzenden Bewerbungsberatungs-Büchern von Hesse/Schrader erwähnt, in den Bewerbertrainings der Agenturen wiederholt und selbst bei den Beratern, die Schulen aufsuchen - diese Angabe ist bei den fixen der 5-8 Essentials immer dabei. </p><p></p><p>Ob sinnvoll oder nicht: Damit ist diese Angabe de facto auch fester Kern der Erwartungshaltung aller Personaler geworden. Die gucken nämlich klassischerweise meist nur nach Einhaltung der Essentials - fachlich wissen die sowie kaum etwas über die Arbeit eines Experten für Finite Elemente Simulation, eines Art Directors oder Qualitätsmanagers. Allenfalls welche Zertifikate es in den Bereichen so gibt. Deren Motto dher: Wenn ein Bewerber sich in so etwas wie die 5 Essentials schon nicht richtig eingearbeitet hat, dann wird er sich hier auch nicht richtig einarbeiten wollen oder können.</p><p>Einzige Ausnahme sind dann die erwähnten Über-Kreativbewerbungen, die den Personaler gewinnend zwingen sich selbst kurz aus seinem Schema zu bewegen. Man könnte auch sagen: An dem Zustand der konformen Bewerbungen haben die Personaler und die ganzen Artikel in den Job- und Karriereseiten der Zeitungen gehörig Mitschuld.</p><p></p><p>Nur ein kleiner Teil Menschen ist in der Lage zu überkreativen Bewerbungen. Und die sind längst nicht überall gerne gesehen. Eigentlich nur in kleinen Firmen ohne explizite Personalabteilung (Arztpraxen, kleine Labore, Geschäftle um die Ecke...). Zudem lösen solche starken Reize auch relativ schnell Resistenzen aus. Nach der dritten Schnitzeljagd mit SMS über Facebook und ein eigenes Online-Spiel etc., die eine brilliante Technikkompetenz zeigt, wird das vermutlich sogar ein Personaler bei einer Spielebude satt haben.</p><p>Ich kann daher in 99% der Fälle nicht empfehlen, Essentials zu verletzen. Personaler sind da empfindlich wie Ärzte und Richter und häufig humorarm. Zudem - kein Scherz - es muss auch Plätze für Sachbearbeiter, Schuhverkäufer oder Sanitäter geben. Der Zugang kann eigentlich nicht nur über ein Grafikdesign-und Eventmanagement-Studium möglich sein. </p><p></p><p>Das zieht übrigens auch die falschen Leute an! Die Überkreativen mit den 1er Abis bleiben meist nicht nach der Lehre, sondern gehen dann häufig doch studieren. Die wissen dann endlich, welches Fach. Ich hatte schon mit etlichen Firmen zu tun, die langsam von den Elite-Azubis wieder runter sind. Nämlich dann, wenn man die Leute ausbildet, weil man die qualifizierten Mitarbeiter später wirklich braucht (und nicht wegen irgendwelcher mitgenommenen Fördergelder). Aber das hängt eben stark von der zu besetzenden Stelle ab. Wenn mein Assistent nicht assistiert sondern vor Geltungsdrang die ganze Zeit meinen Job machen und kreativ sein will, ist mir das zu doll. Wenn mein Kreativer sich die ganze Zeit aufs Sachbearbeiten und Assistieren zurückzieht, ist das auch falsch. Das muss man in einer Bewerbung signalisieren können und sich auch auf die richtigen Jobs in den richtigen Umgebungen bewerben. Das habe ich vor 20 Jahren aber auch nicht so gewusst - dass es nicht jeder Laden sein muss und das es gut ist, wenn man auch mal nicht passt.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 1795373, member: 432756"] [b]AW: Tipps zu Bewerbungen, Gestaltung der Bewerbungsunterlagen …[/b] So sehe ich es auch - obwohl ich selbst diese Angabe auch für völlig überflüssig halte. Aber es geht ja nicht um meine Vorlieben sondern um um Bewerbungen allgemein. Und da gilt leider, dass die Angabe "woher" de facto eine Pflichtabgabe ist. Seit über 20 Jahren in den dutzenden Bewerbungsberatungs-Büchern von Hesse/Schrader erwähnt, in den Bewerbertrainings der Agenturen wiederholt und selbst bei den Beratern, die Schulen aufsuchen - diese Angabe ist bei den fixen der 5-8 Essentials immer dabei. Ob sinnvoll oder nicht: Damit ist diese Angabe de facto auch fester Kern der Erwartungshaltung aller Personaler geworden. Die gucken nämlich klassischerweise meist nur nach Einhaltung der Essentials - fachlich wissen die sowie kaum etwas über die Arbeit eines Experten für Finite Elemente Simulation, eines Art Directors oder Qualitätsmanagers. Allenfalls welche Zertifikate es in den Bereichen so gibt. Deren Motto dher: Wenn ein Bewerber sich in so etwas wie die 5 Essentials schon nicht richtig eingearbeitet hat, dann wird er sich hier auch nicht richtig einarbeiten wollen oder können. Einzige Ausnahme sind dann die erwähnten Über-Kreativbewerbungen, die den Personaler gewinnend zwingen sich selbst kurz aus seinem Schema zu bewegen. Man könnte auch sagen: An dem Zustand der konformen Bewerbungen haben die Personaler und die ganzen Artikel in den Job- und Karriereseiten der Zeitungen gehörig Mitschuld. Nur ein kleiner Teil Menschen ist in der Lage zu überkreativen Bewerbungen. Und die sind längst nicht überall gerne gesehen. Eigentlich nur in kleinen Firmen ohne explizite Personalabteilung (Arztpraxen, kleine Labore, Geschäftle um die Ecke...). Zudem lösen solche starken Reize auch relativ schnell Resistenzen aus. Nach der dritten Schnitzeljagd mit SMS über Facebook und ein eigenes Online-Spiel etc., die eine brilliante Technikkompetenz zeigt, wird das vermutlich sogar ein Personaler bei einer Spielebude satt haben. Ich kann daher in 99% der Fälle nicht empfehlen, Essentials zu verletzen. Personaler sind da empfindlich wie Ärzte und Richter und häufig humorarm. Zudem - kein Scherz - es muss auch Plätze für Sachbearbeiter, Schuhverkäufer oder Sanitäter geben. Der Zugang kann eigentlich nicht nur über ein Grafikdesign-und Eventmanagement-Studium möglich sein. Das zieht übrigens auch die falschen Leute an! Die Überkreativen mit den 1er Abis bleiben meist nicht nach der Lehre, sondern gehen dann häufig doch studieren. Die wissen dann endlich, welches Fach. Ich hatte schon mit etlichen Firmen zu tun, die langsam von den Elite-Azubis wieder runter sind. Nämlich dann, wenn man die Leute ausbildet, weil man die qualifizierten Mitarbeiter später wirklich braucht (und nicht wegen irgendwelcher mitgenommenen Fördergelder). Aber das hängt eben stark von der zu besetzenden Stelle ab. Wenn mein Assistent nicht assistiert sondern vor Geltungsdrang die ganze Zeit meinen Job machen und kreativ sein will, ist mir das zu doll. Wenn mein Kreativer sich die ganze Zeit aufs Sachbearbeiten und Assistieren zurückzieht, ist das auch falsch. Das muss man in einer Bewerbung signalisieren können und sich auch auf die richtigen Jobs in den richtigen Umgebungen bewerben. Das habe ich vor 20 Jahren aber auch nicht so gewusst - dass es nicht jeder Laden sein muss und das es gut ist, wenn man auch mal nicht passt. [/QUOTE]
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