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<blockquote data-quote="LikeLowLight" data-source="post: 2628015"><p>Die Ausrüstung darf nicht überbewertet werden. Du brauchst eine Kamera und je nach Sensorgröße ein Objektiv, das einen Bildwinkel zwischen 50 und 150 mm für eine Vollformatkamera hat. Damit hast Du keine Weitwinkelverzerrungen, falls Du solche nicht möchtest. Natürlich je besser die Ausrüstung, desto besser die Bildqualität.</p><p></p><p>Wenn sie nicht mitten im Bild sind (z.B. Teelichter) wird das eher schwierig.</p><p></p><p>Gerade für Stillleben kann man recht gut improvisieren, da kann man sich auf einem Tisch ein Set bauen, kann an allen Seiten je nach Bedarf weiße oder schwarze Kartons oder Tücher aufbauen. Auch Reflektoren, sogar Spiegel sind recht nützlich.</p><p></p><p>Ich habe sehr viel in Räumen mit vorhandenem Kerzenlicht komplett ohne sonstige Lichtquellen fotografiert. Es ist sehr schwierig, denn Kerzen haben kein konstantes Licht, sie flackern. Das Licht ist sehr schwach. Da die Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, kannst Du eine gezielte Ausleuchtung nur erreichen, wenn Du die Kerzen recht weit weg vom Set aufstellst. Ist z.B. das Set 50 cm breit und die Kerzen stehen 50 cm vom rechten Rand, so hast Du am linken Rand nur ein Viertel der Helligkeit des rechten Rands, das ist sehr viel. Gehst Du weiter weg, spielt der Helligkeitsunterschied keine so große Rolle, dafür hast Du insgesamt extrem wenig Licht. Langzeitbelichtung klingt recht schön, doch bei flackernden Kerzen ergibt dies nicht unbedingt ein schönes Licht.</p><p></p><p>Um Farbstiche zu vermeiden würde ich raten, den Blitz, egal ob direkt oder indirekt verwendet, mit einer passenden Farbfolie zu versehen, so dass in etwa die gleiche Farbtemperatur wie bei Kerzen entsteht. 1-4 brennende Kerzen im Bild können natürlich unterschiedliches bedeuten, dazu kann man kaum wirklich Konkretes sagen.</p><p>Du wirst sehen, dass je nach Größe und Gestaltung des Sets der Einsatz von Kerzen sehr unterschiedlich gestaltet werden muss. Jedenfalls würde ich die Ausleuchtung eher ohne Kerzen einrichten und dann eine passende Anzahl von Kerzen in das Stillleben einbauen. Du wirst sehen, dass Kerzenlicht aus der Nähe betrachtet sehr dominant ist, immerhin ist die Helligkeit im Bereich des Dochts extrem hoch, da sich das Licht jedoch kugelförmig ausbreitet nimmt es eben mit dem Quadrat der Entfernung sehr rasch ab. Nicht vergessen darfst Du auch Reflexionen von farbigen Gegenständen, je weniger globale Ausleuchtung Du hast, desto stärker wirkt sie sich aus.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="LikeLowLight, post: 2628015"] Die Ausrüstung darf nicht überbewertet werden. Du brauchst eine Kamera und je nach Sensorgröße ein Objektiv, das einen Bildwinkel zwischen 50 und 150 mm für eine Vollformatkamera hat. Damit hast Du keine Weitwinkelverzerrungen, falls Du solche nicht möchtest. Natürlich je besser die Ausrüstung, desto besser die Bildqualität. Wenn sie nicht mitten im Bild sind (z.B. Teelichter) wird das eher schwierig. Gerade für Stillleben kann man recht gut improvisieren, da kann man sich auf einem Tisch ein Set bauen, kann an allen Seiten je nach Bedarf weiße oder schwarze Kartons oder Tücher aufbauen. Auch Reflektoren, sogar Spiegel sind recht nützlich. Ich habe sehr viel in Räumen mit vorhandenem Kerzenlicht komplett ohne sonstige Lichtquellen fotografiert. Es ist sehr schwierig, denn Kerzen haben kein konstantes Licht, sie flackern. Das Licht ist sehr schwach. Da die Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, kannst Du eine gezielte Ausleuchtung nur erreichen, wenn Du die Kerzen recht weit weg vom Set aufstellst. Ist z.B. das Set 50 cm breit und die Kerzen stehen 50 cm vom rechten Rand, so hast Du am linken Rand nur ein Viertel der Helligkeit des rechten Rands, das ist sehr viel. Gehst Du weiter weg, spielt der Helligkeitsunterschied keine so große Rolle, dafür hast Du insgesamt extrem wenig Licht. Langzeitbelichtung klingt recht schön, doch bei flackernden Kerzen ergibt dies nicht unbedingt ein schönes Licht. Um Farbstiche zu vermeiden würde ich raten, den Blitz, egal ob direkt oder indirekt verwendet, mit einer passenden Farbfolie zu versehen, so dass in etwa die gleiche Farbtemperatur wie bei Kerzen entsteht. 1-4 brennende Kerzen im Bild können natürlich unterschiedliches bedeuten, dazu kann man kaum wirklich Konkretes sagen. Du wirst sehen, dass je nach Größe und Gestaltung des Sets der Einsatz von Kerzen sehr unterschiedlich gestaltet werden muss. Jedenfalls würde ich die Ausleuchtung eher ohne Kerzen einrichten und dann eine passende Anzahl von Kerzen in das Stillleben einbauen. Du wirst sehen, dass Kerzenlicht aus der Nähe betrachtet sehr dominant ist, immerhin ist die Helligkeit im Bereich des Dochts extrem hoch, da sich das Licht jedoch kugelförmig ausbreitet nimmt es eben mit dem Quadrat der Entfernung sehr rasch ab. Nicht vergessen darfst Du auch Reflexionen von farbigen Gegenständen, je weniger globale Ausleuchtung Du hast, desto stärker wirkt sie sich aus. [/QUOTE]
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