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Vorgehen: Bildstabilisierung dann 3D Tracking oder anders rum?
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 1989258" data-attributes="member: 432756"><p><strong>AW: Vorgehen: Bildstabilisierung dann 3D Tracking oder anders rum?</strong></p><p></p><p></p><p></p><p>Im professionellen Bereich eher nicht, nein. Am Besten ist es sicher, keine oder zumindest nur tolerierbare Verwackelungen in der Aufnahme zu haben.</p><p>Zu den berühmten letzten Worten zählt im Film wie in der Musik: "we'll fix it in the mix", das Resultat fassen die Leute hinterher bedauernd gerne zusammen unter "shit in, shit out". </p><p>Ich muss es dummerweise bestätigen. Aus guten Aufnahmen (Bild wie auch Musik) machst Du leicht gute Zusammenschnitte oder Mixe. An Heimwerkervideos und versungenen Spuren etwa kann man sich zwar ewig verbasteln, aber meist trotzdem nur mittelmässige Ergebnisse rausholen. Meist verhänge ich dann solche Szenen mit etwas anderem bzw. überdecke solche Tonfehler. In einer Wohnung würde man sagen, ich hänge ein Bild vor - also: verberge den Mist. Eine gelungene Aufnahme würde ich hingegen nicht hinter Effekten oder Vordergrund-Gefummel verbergen sondern zeigen wollen.</p><p></p><p>Szenen, wie um einen Kopf herum fahren, würde ich wie folgt aufzeichnen:</p><p>a) glatter Boden, Kameradolly mit Rädern und Lenkung -> um Person herumfahren</p><p>b) Schienen im Kreis legen, Kameradolly mit Rädern auf Schienen -> um Person herumfahren</p><p>c) je nach Umgebung: Person auf leichtgängigem Drehsessel platzieren und von Helfern drehen lassen. </p><p></p><p>Im professionellen Bereich werden für so etwas Schienen verlegt, dass die Bahn neidisch werden könnte. </p><p></p><p>Ansonsten - wenn es gut werden soll - eine Steadycam leihen. Da gibt's viele Anbieter und es bringt einen stundenweise nicht um. Falls es ein Kundenprojekt ist, stell' es in Rechnung. Besser als nix: ModoSteady von Manfrotto für knapp 90 Taler, aber ja - keine perfekte SteadyCam.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 1989258, member: 432756"] [b]AW: Vorgehen: Bildstabilisierung dann 3D Tracking oder anders rum?[/b] Im professionellen Bereich eher nicht, nein. Am Besten ist es sicher, keine oder zumindest nur tolerierbare Verwackelungen in der Aufnahme zu haben. Zu den berühmten letzten Worten zählt im Film wie in der Musik: "we'll fix it in the mix", das Resultat fassen die Leute hinterher bedauernd gerne zusammen unter "shit in, shit out". Ich muss es dummerweise bestätigen. Aus guten Aufnahmen (Bild wie auch Musik) machst Du leicht gute Zusammenschnitte oder Mixe. An Heimwerkervideos und versungenen Spuren etwa kann man sich zwar ewig verbasteln, aber meist trotzdem nur mittelmässige Ergebnisse rausholen. Meist verhänge ich dann solche Szenen mit etwas anderem bzw. überdecke solche Tonfehler. In einer Wohnung würde man sagen, ich hänge ein Bild vor - also: verberge den Mist. Eine gelungene Aufnahme würde ich hingegen nicht hinter Effekten oder Vordergrund-Gefummel verbergen sondern zeigen wollen. Szenen, wie um einen Kopf herum fahren, würde ich wie folgt aufzeichnen: a) glatter Boden, Kameradolly mit Rädern und Lenkung -> um Person herumfahren b) Schienen im Kreis legen, Kameradolly mit Rädern auf Schienen -> um Person herumfahren c) je nach Umgebung: Person auf leichtgängigem Drehsessel platzieren und von Helfern drehen lassen. Im professionellen Bereich werden für so etwas Schienen verlegt, dass die Bahn neidisch werden könnte. Ansonsten - wenn es gut werden soll - eine Steadycam leihen. Da gibt's viele Anbieter und es bringt einen stundenweise nicht um. Falls es ein Kundenprojekt ist, stell' es in Rechnung. Besser als nix: ModoSteady von Manfrotto für knapp 90 Taler, aber ja - keine perfekte SteadyCam. [/QUOTE]
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