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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Vorsatzlinse für Weitwinkel - lohnt das?
Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 2502882" data-attributes="member: 432756"><p>Diese billigen Weitwinkel-Teile sind Spielzeug, wie die Anderen ja auch schon geschrieben haben. </p><p>Ich nehme an, bei den alten Camcordern mit HD-Auflösungen (unter 2 Mpixel) haben sie nicht viel Schaden anrichten können. Gefilmt in HD und dann damals(!!!) betrachtet auf PAL-Fernsehern (mit 760 x 576 Pixeln) mag den meisten Leuten der fulminante Bildfehler nicht aufgefallen sein.</p><p>Bei Fotos mit aktuellen Kameras (da ist ja kaum noch was unter 16 MPixel auf dem Markt, Tendenz eher 24 MPixel wie die APS-C-Dinger von Sony um 500 Euro) dürfte der Schaden da schon erheblich sein. Die optische Qualität der Objektive eilt der von diesen Adapter da schon weit voraus.</p><p></p><p>Wenn schon ... im Filmbereich schrauben sich viele Leute so etwas vor die Objektive: , um die Bildqualität zu verbessern. Die Idee ist, dass man den für einen Film relevanten Bereich vor der Linse so "sortiert" (optisch ausrichtet/filtert ... rumschiebt), dass die relevanten Bereiche für die Nachbearbeitung ("Postpro") den meisten Raum auf dem Sensor bekommen. Verfechter dieser Dinger schwören auch auf das verbesserte Bokeh (wenn man nicht ohnehin Sigma-Art-Objektive oder Zeiss-Otus-Teile draufhat). </p><p>Dass das kein Spielzeug ist, sieht man am Preis. Alte ISCOrama-Teile (die beim Zoomen sogar irgendeinen fokusneutral Zaubertrick können - habe so etwas nicht, darum kann ich's nicht genauer beschreiben) aus den 70ern kosten heute in der Bucht oft noch einige tausend Euro.</p><p></p><p>Wie erwähnt: Filmleute machen das und stellen dann in der Kamera das Aufzeichnungsformat entsprechend um - sonst gäb's lange Köpfe, die optische Manipulation geht ja nur in Breite - also schon wie beim Panorama. Aber will sagen: kann durchaus sein, dass selbst diese elend teuren Teile den Fotografen mit seiner viel höheren Auflösung völlig unbefriedigt lassen.</p><p></p><p>Da der Preis für vernünftige optische Produkte aber dann eben ohnehin in der Liga recht guter Objektive bzw. oberhalb der Mittelklasse liegt, ist die Idee der <strong><em>günstigten</em></strong> Alternative damit vom Tisch.</p><p></p><p>Unter Strich bleibt auch hier: hol Dir ein schönes Ultraweitwinkel, ein Fischeye oder mach' eben ein bisschen Panarama-Stitching. </p><p>Nebenbei - weiß nicht, ob Du in der Ecke schon mal nachgeguckt hast: sowohl mein Samsung Galaxy wie auch meine Sony RX 100 (ab der ersten) haben da gar nicht üble Automatiken für eingebaut. Finger drauf, um die eigene Achse drehen, fertig. Da ich hier meist etwas für Webseiten-Header u.ä. mache, erspart mir das viel Arbeit. Mit meiner Canon (die das natürlich wieder nicht kann) ist das recht mühselig, auch wenn ich ein Quäntchen mehr Perfektion rausholen könnte (immer mit einem Arbeitstag bezahlt - kein tolles Verhältnis bezüglich Effizienz!). </p><p>Wenn das Quäntchen wichtig ist, dann musst Du wohl diesen Weg gehen. Wenn es hingegen ok ist, dass man sich eben drei Male dreht und den besten Take nimmt, habe ich selbst in kommerziellen Umgebungen mit Abnahme durch Designer bei den Sony-Ergebnissen keine Beanstandungen bei den kamera-intern generierten Panoramen gehabt. Also, der Kompromis ist eigentlich überhaupt kein fauler. Hilft natürlich auch nur, wenn Du zumindest ein neueres Handy mit solchem Gedöns hast.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 2502882, member: 432756"] Diese billigen Weitwinkel-Teile sind Spielzeug, wie die Anderen ja auch schon geschrieben haben. Ich nehme an, bei den alten Camcordern mit HD-Auflösungen (unter 2 Mpixel) haben sie nicht viel Schaden anrichten können. Gefilmt in HD und dann damals(!!!) betrachtet auf PAL-Fernsehern (mit 760 x 576 Pixeln) mag den meisten Leuten der fulminante Bildfehler nicht aufgefallen sein. Bei Fotos mit aktuellen Kameras (da ist ja kaum noch was unter 16 MPixel auf dem Markt, Tendenz eher 24 MPixel wie die APS-C-Dinger von Sony um 500 Euro) dürfte der Schaden da schon erheblich sein. Die optische Qualität der Objektive eilt der von diesen Adapter da schon weit voraus. Wenn schon ... im Filmbereich schrauben sich viele Leute so etwas vor die Objektive: , um die Bildqualität zu verbessern. Die Idee ist, dass man den für einen Film relevanten Bereich vor der Linse so "sortiert" (optisch ausrichtet/filtert ... rumschiebt), dass die relevanten Bereiche für die Nachbearbeitung ("Postpro") den meisten Raum auf dem Sensor bekommen. Verfechter dieser Dinger schwören auch auf das verbesserte Bokeh (wenn man nicht ohnehin Sigma-Art-Objektive oder Zeiss-Otus-Teile draufhat). Dass das kein Spielzeug ist, sieht man am Preis. Alte ISCOrama-Teile (die beim Zoomen sogar irgendeinen fokusneutral Zaubertrick können - habe so etwas nicht, darum kann ich's nicht genauer beschreiben) aus den 70ern kosten heute in der Bucht oft noch einige tausend Euro. Wie erwähnt: Filmleute machen das und stellen dann in der Kamera das Aufzeichnungsformat entsprechend um - sonst gäb's lange Köpfe, die optische Manipulation geht ja nur in Breite - also schon wie beim Panorama. Aber will sagen: kann durchaus sein, dass selbst diese elend teuren Teile den Fotografen mit seiner viel höheren Auflösung völlig unbefriedigt lassen. Da der Preis für vernünftige optische Produkte aber dann eben ohnehin in der Liga recht guter Objektive bzw. oberhalb der Mittelklasse liegt, ist die Idee der [B][I]günstigten[/I][/B] Alternative damit vom Tisch. Unter Strich bleibt auch hier: hol Dir ein schönes Ultraweitwinkel, ein Fischeye oder mach' eben ein bisschen Panarama-Stitching. Nebenbei - weiß nicht, ob Du in der Ecke schon mal nachgeguckt hast: sowohl mein Samsung Galaxy wie auch meine Sony RX 100 (ab der ersten) haben da gar nicht üble Automatiken für eingebaut. Finger drauf, um die eigene Achse drehen, fertig. Da ich hier meist etwas für Webseiten-Header u.ä. mache, erspart mir das viel Arbeit. Mit meiner Canon (die das natürlich wieder nicht kann) ist das recht mühselig, auch wenn ich ein Quäntchen mehr Perfektion rausholen könnte (immer mit einem Arbeitstag bezahlt - kein tolles Verhältnis bezüglich Effizienz!). Wenn das Quäntchen wichtig ist, dann musst Du wohl diesen Weg gehen. Wenn es hingegen ok ist, dass man sich eben drei Male dreht und den besten Take nimmt, habe ich selbst in kommerziellen Umgebungen mit Abnahme durch Designer bei den Sony-Ergebnissen keine Beanstandungen bei den kamera-intern generierten Panoramen gehabt. Also, der Kompromis ist eigentlich überhaupt kein fauler. Hilft natürlich auch nur, wenn Du zumindest ein neueres Handy mit solchem Gedöns hast. [/QUOTE]
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