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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Welcher Farbraum?
Beitrag
<blockquote data-quote="Picturehunter" data-source="post: 1888436" data-attributes="member: 142024"><p><strong>AW: Welcher Farbraum?</strong></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p>Wurscht ist das leider nicht. sRGB und CMYK Farbräume sind sicher vergleichsweise klein, das heißt aber noch lange nicht, dass sie identisch sind, weder in ihrer Größe noch in der Übereinstimmung. Und um evtl. fehlende Schnittmengen erfassen zu können, kann es sehr wohl sinnvoll sein, den nächst größeren Farbraum, in diesem Falle also aRGB, auszuwählen, damit bei der Farbraumtransformation von rgb nach cmy alle Möglichkeiten offen bleiben. <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /></p><p></p><p></p><p>Unabhängig von der Frage sRGB oder aRGB sollte man sich klarmachen, dass das alles herzlich wenig nützt, wenn die Geräte nicht anständig eingestellt wurden, egal ob sie nun wide gamut fähig sind oder nicht. Auch ein sRGB Bildschirm kann völlig falsche Farben zeigen, sowohl sRGB als auch aRGB, wenn dieser nicht vernünftig kalibriert und profiliert ist. Bei den Wide gamut Displays wird es dann aber zwingend notwendig, ein Farbmanagement zu bemühen um den Monitor zu bändigen</p><p></p><p>Hat der Monitor "nur" sRGB zu bieten, dann wird ein Farbmanagement ebenfalls notwendig, sofern man mit größeren Farbräumen arbeitet, sonst sieht man zwar irgendetwas, aber ganz sicher nicht die korrekten Farben. Ohnehin ist das nicht zu empfehlen, aRGB Dateien auf einem sRGB Monitor zu justieren.</p><p></p><p></p><p>Bleibt noch die Frage der RAW Bearbeitung. Hier höre ich immer wieder: paßt schon, kann man später alles noch im RAW Konverter machen, ist egal ...usw usw.</p><p>Tja, das sehe ich etwas anders. Gerade weil der RAW Konverter eine Datei öffnet, der noch kein Farbraum zugewiesen wurde, ist die Arbeit damit alles andere als einfach. Nicht nur auf Grund der Anforderung an ein aktives und funktionierendes Farbmanagement, sondern auch bei der Frage: wie groß ist denn der tatsächlich erforderliche Farbraum, den die aufgenommene Szene benötigt? Woran soll man das messen? </p><p></p><p>Wer nun fleißig die Regler bemüht und ein optimiert aussehendes Bild aus dem Konverter holt, hat deshalb noch lange nicht korrekt gearbeitet. Ich nenne da als kleines Beispiel nur mal den ACR von Lightroom im Vergleich zum ACR von Photoshop. Da werden auch wieder viele sagen: ist egal, alles dasselbe. Tja, falsch gedacht. Lightroom fordert den User ganz besonders deshalb im Umgang mit den Farbräumen, weil es intern mit einem sehr großen Farbraum arbeitet (etwa ProPhoto RGB genannt Melissa RGB), der zudem linear arbeitet und nur für die Anzeige eine Gammakorrektur verwendet. Und bezogen auf diesen Farbraum werden die Einstellungen vorgenommen. Macht mal den Versuch, ein Bild in LR zu optimieren, dabei das Histogramm wie bei einer Tonwertkorrektur in Photoshop zu spreizen (also den Histogrammbereich voll auszunutzen) und gebt das Bild in sRGB aus und schaut Euch dann mal das Histogramm an. Dann macht dasselbe mal mit Photoshop, wo Ihr zuvor den Ausgabefarbraum auf sRGB festgelegt habt. Dann wird klar, was ich meine ...und Lightroom an einem Monitor mit erweitertem Farbraum ohne Farbmanagement, na gute Nacht.</p><p></p><p></p><p>Mein Rat: Geräte kalibrieren und profilieren, das Thema Farbmanagement einverleiben und dann frühestens mit den Farbräumen spielen ...</p><p></p><p></p><p></p><p>Gruß</p><p>Frank</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Picturehunter, post: 1888436, member: 142024"] [b]AW: Welcher Farbraum?[/b] Wurscht ist das leider nicht. sRGB und CMYK Farbräume sind sicher vergleichsweise klein, das heißt aber noch lange nicht, dass sie identisch sind, weder in ihrer Größe noch in der Übereinstimmung. Und um evtl. fehlende Schnittmengen erfassen zu können, kann es sehr wohl sinnvoll sein, den nächst größeren Farbraum, in diesem Falle also aRGB, auszuwählen, damit bei der Farbraumtransformation von rgb nach cmy alle Möglichkeiten offen bleiben. ;) Unabhängig von der Frage sRGB oder aRGB sollte man sich klarmachen, dass das alles herzlich wenig nützt, wenn die Geräte nicht anständig eingestellt wurden, egal ob sie nun wide gamut fähig sind oder nicht. Auch ein sRGB Bildschirm kann völlig falsche Farben zeigen, sowohl sRGB als auch aRGB, wenn dieser nicht vernünftig kalibriert und profiliert ist. Bei den Wide gamut Displays wird es dann aber zwingend notwendig, ein Farbmanagement zu bemühen um den Monitor zu bändigen Hat der Monitor "nur" sRGB zu bieten, dann wird ein Farbmanagement ebenfalls notwendig, sofern man mit größeren Farbräumen arbeitet, sonst sieht man zwar irgendetwas, aber ganz sicher nicht die korrekten Farben. Ohnehin ist das nicht zu empfehlen, aRGB Dateien auf einem sRGB Monitor zu justieren. Bleibt noch die Frage der RAW Bearbeitung. Hier höre ich immer wieder: paßt schon, kann man später alles noch im RAW Konverter machen, ist egal ...usw usw. Tja, das sehe ich etwas anders. Gerade weil der RAW Konverter eine Datei öffnet, der noch kein Farbraum zugewiesen wurde, ist die Arbeit damit alles andere als einfach. Nicht nur auf Grund der Anforderung an ein aktives und funktionierendes Farbmanagement, sondern auch bei der Frage: wie groß ist denn der tatsächlich erforderliche Farbraum, den die aufgenommene Szene benötigt? Woran soll man das messen? Wer nun fleißig die Regler bemüht und ein optimiert aussehendes Bild aus dem Konverter holt, hat deshalb noch lange nicht korrekt gearbeitet. Ich nenne da als kleines Beispiel nur mal den ACR von Lightroom im Vergleich zum ACR von Photoshop. Da werden auch wieder viele sagen: ist egal, alles dasselbe. Tja, falsch gedacht. Lightroom fordert den User ganz besonders deshalb im Umgang mit den Farbräumen, weil es intern mit einem sehr großen Farbraum arbeitet (etwa ProPhoto RGB genannt Melissa RGB), der zudem linear arbeitet und nur für die Anzeige eine Gammakorrektur verwendet. Und bezogen auf diesen Farbraum werden die Einstellungen vorgenommen. Macht mal den Versuch, ein Bild in LR zu optimieren, dabei das Histogramm wie bei einer Tonwertkorrektur in Photoshop zu spreizen (also den Histogrammbereich voll auszunutzen) und gebt das Bild in sRGB aus und schaut Euch dann mal das Histogramm an. Dann macht dasselbe mal mit Photoshop, wo Ihr zuvor den Ausgabefarbraum auf sRGB festgelegt habt. Dann wird klar, was ich meine ...und Lightroom an einem Monitor mit erweitertem Farbraum ohne Farbmanagement, na gute Nacht. Mein Rat: Geräte kalibrieren und profilieren, das Thema Farbmanagement einverleiben und dann frühestens mit den Farbräumen spielen ... Gruß Frank [/QUOTE]
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