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Bildbearbeitung (2D), Vektor- & Layoutbearbeitung
Vektorprogramme
Welches Bildformat lässt sich am besten vektorisieren?
Beitrag
<blockquote data-quote="pixelmaker" data-source="post: 2736537" data-attributes="member: 287879"><p>Der Satz enthält schon alle bei der Vektorisierung auftretenden Probleme in einem Wort: "<u>immer</u>".</p><p>Zu unseren Jobs im Preprint gehört es teilweise 20 Logos und Bilder am Tag zu vektorisieren. Ich kann Dir sagen, es gibt keinen Kardinalsweg. Für jedes Bild muss man den richtige Vorgehensweg wählen. Das können unterschiedliche Einstellungen in Illustrator sein. Oder unterschiedliche Techniken, von der Überarbeitung des Quallbildes bis zum manuellen Nachbau oder manueller Überarbeitung. Fototreue erzeugt Unmengen an unterschiedlichen Farben, dadurch das Illustrator aber Farbtöne nicht gut gegeneinander abgrenzen kann, z.B. viele verschiedene helle Grüntöne erzeugen viele voneinander abgegrenzte Flächen, obwohl für unser Auge praktisch gar keinen Unterschied sieht. Sobald Du eine begrenzte Anzahl an Farben in der vektorisierten Datei brauchst, ist es Illu aber egal ob nah beieinander liegende Töne reduziert werden oder Komplementärfarben. Es ist nicht nachvollziehbar und auch kaum steuerbar was Illu aus der Grafik macht. Wenn Du ein Bild zu Grautönen vektorisierst hast Du auch das Problem das ein bestimmter Grünton und ein bestimmter Rotton im Ergebnis das identische Grau erzeugen. </p><p>Grundsätzlich ist es dem Illu egal welches Format vektorisiert wird. Es ist natürlich einfacher ein RGB mit einer auf 256 Farben begrenzten Palette (Gif, PNG8) zu vektorisieren.</p><p>Ich denke, nach den vielen Jahren die ich mit Illu arbeite und vektorisiere, kann ich ein gutes Ergebnis fast völlig auf die Erfahrung des Bedieners mit seinem Werkzeug reduzieren. Der muss die Art und Qualität der Vorlage zum gewählten Weg einschätzen können und auch verstehen was als Ergebnis gefordert ist.</p><p></p><p></p><p>Ein Bild, egal ob PNG oder anderes Format, mit transparentem Hintergrund halte ich selbst für kontraproduktiv. Illustrator wird in der transparenten Fläche letzte Artefakte finden die auf dem Monitor nicht zu sehen sind.</p><p></p><p>Extrem wichtig ist auch wofür die Vektorgrafik eingesetzt werden soll.</p><p>Wenn es z.B. für Separation im Siebdruck verwendet wird, ist es oft einfacher und sauberer über 1 Bit Tiff zu gehen. Die kann man aus dem Bild in PS erzeugen. In Indesign können die Tiff mit Schmuckfarben belegt werden und so ist eine Separation einzelner Farben mit Verläufen oft sauberer und schneller zu machen.</p><p></p><p>Wenn ich Vektorisierungen für CNC Bearbeitung brauche, Plotter, Fräse, Laser, dann mache ich die Vektorisierung <u>nicht</u> im Illustrator. So gut sind die Werkzeuge in Illustrator nicht. Eine saubere Reduzierung der Treppen aus den Pixeln ist kaum möglich. In Meinem CAM kann ich vorgeben wie viel tausendstel Millimeter die Zeichnung vom Bild abweichen darf und so auch noch die Knoten reduzieren. Das Glätten der Kanten ist ein separater, ebenfalls gut steuerbarar Prozess. Das alles kann Illustrator nicht.</p><p></p><p>Stichwort Mittellinie erzeugen, das geht in Illu kaum. Da ist eine kostenlose Software wie Inkscape mit seinen Vektorisierungswerkzeugen wesentlich weiter.</p><p></p><p>Illu ist beim vektorisieren "ganz gut", aber es geht wesentlich besser. </p><p></p><p>grüße</p><p>ralfg</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="pixelmaker, post: 2736537, member: 287879"] Der Satz enthält schon alle bei der Vektorisierung auftretenden Probleme in einem Wort: "[U]immer[/U]". Zu unseren Jobs im Preprint gehört es teilweise 20 Logos und Bilder am Tag zu vektorisieren. Ich kann Dir sagen, es gibt keinen Kardinalsweg. Für jedes Bild muss man den richtige Vorgehensweg wählen. Das können unterschiedliche Einstellungen in Illustrator sein. Oder unterschiedliche Techniken, von der Überarbeitung des Quallbildes bis zum manuellen Nachbau oder manueller Überarbeitung. Fototreue erzeugt Unmengen an unterschiedlichen Farben, dadurch das Illustrator aber Farbtöne nicht gut gegeneinander abgrenzen kann, z.B. viele verschiedene helle Grüntöne erzeugen viele voneinander abgegrenzte Flächen, obwohl für unser Auge praktisch gar keinen Unterschied sieht. Sobald Du eine begrenzte Anzahl an Farben in der vektorisierten Datei brauchst, ist es Illu aber egal ob nah beieinander liegende Töne reduziert werden oder Komplementärfarben. Es ist nicht nachvollziehbar und auch kaum steuerbar was Illu aus der Grafik macht. Wenn Du ein Bild zu Grautönen vektorisierst hast Du auch das Problem das ein bestimmter Grünton und ein bestimmter Rotton im Ergebnis das identische Grau erzeugen. Grundsätzlich ist es dem Illu egal welches Format vektorisiert wird. Es ist natürlich einfacher ein RGB mit einer auf 256 Farben begrenzten Palette (Gif, PNG8) zu vektorisieren. Ich denke, nach den vielen Jahren die ich mit Illu arbeite und vektorisiere, kann ich ein gutes Ergebnis fast völlig auf die Erfahrung des Bedieners mit seinem Werkzeug reduzieren. Der muss die Art und Qualität der Vorlage zum gewählten Weg einschätzen können und auch verstehen was als Ergebnis gefordert ist. Ein Bild, egal ob PNG oder anderes Format, mit transparentem Hintergrund halte ich selbst für kontraproduktiv. Illustrator wird in der transparenten Fläche letzte Artefakte finden die auf dem Monitor nicht zu sehen sind. Extrem wichtig ist auch wofür die Vektorgrafik eingesetzt werden soll. Wenn es z.B. für Separation im Siebdruck verwendet wird, ist es oft einfacher und sauberer über 1 Bit Tiff zu gehen. Die kann man aus dem Bild in PS erzeugen. In Indesign können die Tiff mit Schmuckfarben belegt werden und so ist eine Separation einzelner Farben mit Verläufen oft sauberer und schneller zu machen. Wenn ich Vektorisierungen für CNC Bearbeitung brauche, Plotter, Fräse, Laser, dann mache ich die Vektorisierung [U]nicht[/U] im Illustrator. So gut sind die Werkzeuge in Illustrator nicht. Eine saubere Reduzierung der Treppen aus den Pixeln ist kaum möglich. In Meinem CAM kann ich vorgeben wie viel tausendstel Millimeter die Zeichnung vom Bild abweichen darf und so auch noch die Knoten reduzieren. Das Glätten der Kanten ist ein separater, ebenfalls gut steuerbarar Prozess. Das alles kann Illustrator nicht. Stichwort Mittellinie erzeugen, das geht in Illu kaum. Da ist eine kostenlose Software wie Inkscape mit seinen Vektorisierungswerkzeugen wesentlich weiter. Illu ist beim vektorisieren "ganz gut", aber es geht wesentlich besser. grüße ralfg [/QUOTE]
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