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Fotografie und Gestaltung
Kameras & andere Hardware
Wer hilft mir bei den ersten Schritten in der Fotografie?
Beitrag
<blockquote data-quote="Micha8583" data-source="post: 1855234" data-attributes="member: 399547"><p><strong>AW: Wer hilft mir bei den ersten Schritten in der Fotografie?</strong></p><p></p><p>Zuallererst: schmeiß die Programm- Modi bei deiner Kamera weg, übermal sie, was auch immer. Sie sind für mich das Automatik- Getriebe an einem Ferrari. Absolut kontraproduktiv.</p><p>Zur Schärfeeinstellung: die Mehrfeldmessung ist auch nix. Ich kann nicht ein sich bewegendes Motiv verfolgen und gleichzeitig noch darauf achten, welcher der Sensoren jetzt "scharf" meldet, und ob das überhaupt noch zu meinem Bild passt.</p><p>Meine Kamera habe ich so eingestellt, daß sie <u>nur </u>mit dem mittleren Sensor misst. </p><p>Wenn du den Auslöser halb durchdrückst, leuchtet der Punkt auf und piepst die Kamera, sobald das zentrale Motiv scharf ist. </p><p>Wenn sich dein Hauptmotiv außerhalb der Bildmitte befindet (z. B. Gesicht), dann "ziele" mit dem mittleren Sensor drauf, drücke halb durch bes es piept/ leuchtet, <u>halte </u>den Auslöser <u>halb </u>gedrückt und schwenke die Kamera wieder so, wie dein Bildausschnitt sein soll. So hast du wirklich Kontrolle darüber, was im Bild wirklich scharf sein soll.</p><p>Die oben aufgeführte Methode an geduldigen Motiven (Puppe deines Kindes) üben, bis du es im Vollsuff beherrschst. Dann nüchtern. Bits und Bytes kosten dich nichts, tob dich abends mal aus. Kontrolliere gleich die Ergebnisse am PC, nicht am Display, das lügt dich gnadenlos an.</p><p>Für die Belichtungsmodi: es kommen eigentlich nur Tv und Av in Frage, Zeit- bzw. Blendenvorwahl. Zeitvorwahl ist angesagt bei sich schnell bewegenden Motiven, wenn du eine Bewegung einfrieren möchtest. Blendenvorwahl, wenn du die Tiefenschärfe kreativ beeinflussen möchtest. </p><p>Aus der Hand mußt du eine Verschlußzeit von mindestens dem Kehrwert der Brennweite nehmen (z. B. Brennweite 50mm -> mindestens 1/50s), da du sonst richtig Gefahr läufst, das Bild zu verwackeln. </p><p>ISO - Werte kannst du auch noch einstellen: Niedriger ISO- Wert = niedrige Lichtempfindlichkeit, rauscharmes detailreiches Bild, hoher ISO- Wert = hohe Lichtempfindlichkeit, starkes Rauschen, Detailverlust. Man erkauft sich eine höhere Lichtempfindlichkeit mit Detailverlust und Rauschen. Ich stelle meine Kamera immer so niedrig wie möglich ein, so weit es die Situation eben zulässt. </p><p>Blendenvorwahl: kleine Blendenzahl = großes Loch in der Iris = großer Lichtdurchlass = geringe Tiefenschärfe, große Blendenzahl = kleines Loch in der Iris = geringer Lichtdurchlass = große Tiefenschärfe.</p><p>Lichtmessung: mach ich mit dem Histogramm: In etwa den Lichtverhältnissen entsprechend belichten, dann das Histogramm anschauen. Wenn nichts nach links (zu dunkel) oder nach rechts (zu hell) ausreißt, ist das Bild korrekt belichtet. </p><p>Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel, ein korrekt belichtetes Bild sagt noch lange nichts über dessen Qualität aus. </p><p></p><p>Dann: Rausgehen und abdrücken, mache Bilder und sammle Erfahrung. </p><p>die wichtigste Regel: Habe Spaß! gehört auch dazu!</p><p>Und versuche, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (siehe: die ersten 10.000 Bilder sind für die Tonne).</p><p></p><p>Die meisten der Tips (bis auf die Programm- Modi, Canon will ja was verkaufen) stehen übrigens im Handbuch. Die Schlagwörter hier lassen sich in den meisten Foren über die SuFu finden. Ich hab übrigens mein Handbuch immer noch in der Fototasche, manchmal muß ich die eine oder andere Einstellung nochmal nachschlagen. So schwer ist das Ding wirklich nicht. </p><p>Ansonsten kann ich auch noch den Weg über die einschlägigeFachliteratur empfehlen, und da du in einer Uni- Stadt lebst, sind die örtlichen Büchereien meist sehr gut sortiert, da kannst du dich bis Ostern bequem druchlesen.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Micha8583, post: 1855234, member: 399547"] [b]AW: Wer hilft mir bei den ersten Schritten in der Fotografie?[/b] Zuallererst: schmeiß die Programm- Modi bei deiner Kamera weg, übermal sie, was auch immer. Sie sind für mich das Automatik- Getriebe an einem Ferrari. Absolut kontraproduktiv. Zur Schärfeeinstellung: die Mehrfeldmessung ist auch nix. Ich kann nicht ein sich bewegendes Motiv verfolgen und gleichzeitig noch darauf achten, welcher der Sensoren jetzt "scharf" meldet, und ob das überhaupt noch zu meinem Bild passt. Meine Kamera habe ich so eingestellt, daß sie [U]nur [/U]mit dem mittleren Sensor misst. Wenn du den Auslöser halb durchdrückst, leuchtet der Punkt auf und piepst die Kamera, sobald das zentrale Motiv scharf ist. Wenn sich dein Hauptmotiv außerhalb der Bildmitte befindet (z. B. Gesicht), dann "ziele" mit dem mittleren Sensor drauf, drücke halb durch bes es piept/ leuchtet, [U]halte [/U]den Auslöser [U]halb [/U]gedrückt und schwenke die Kamera wieder so, wie dein Bildausschnitt sein soll. So hast du wirklich Kontrolle darüber, was im Bild wirklich scharf sein soll. Die oben aufgeführte Methode an geduldigen Motiven (Puppe deines Kindes) üben, bis du es im Vollsuff beherrschst. Dann nüchtern. Bits und Bytes kosten dich nichts, tob dich abends mal aus. Kontrolliere gleich die Ergebnisse am PC, nicht am Display, das lügt dich gnadenlos an. Für die Belichtungsmodi: es kommen eigentlich nur Tv und Av in Frage, Zeit- bzw. Blendenvorwahl. Zeitvorwahl ist angesagt bei sich schnell bewegenden Motiven, wenn du eine Bewegung einfrieren möchtest. Blendenvorwahl, wenn du die Tiefenschärfe kreativ beeinflussen möchtest. Aus der Hand mußt du eine Verschlußzeit von mindestens dem Kehrwert der Brennweite nehmen (z. B. Brennweite 50mm -> mindestens 1/50s), da du sonst richtig Gefahr läufst, das Bild zu verwackeln. ISO - Werte kannst du auch noch einstellen: Niedriger ISO- Wert = niedrige Lichtempfindlichkeit, rauscharmes detailreiches Bild, hoher ISO- Wert = hohe Lichtempfindlichkeit, starkes Rauschen, Detailverlust. Man erkauft sich eine höhere Lichtempfindlichkeit mit Detailverlust und Rauschen. Ich stelle meine Kamera immer so niedrig wie möglich ein, so weit es die Situation eben zulässt. Blendenvorwahl: kleine Blendenzahl = großes Loch in der Iris = großer Lichtdurchlass = geringe Tiefenschärfe, große Blendenzahl = kleines Loch in der Iris = geringer Lichtdurchlass = große Tiefenschärfe. Lichtmessung: mach ich mit dem Histogramm: In etwa den Lichtverhältnissen entsprechend belichten, dann das Histogramm anschauen. Wenn nichts nach links (zu dunkel) oder nach rechts (zu hell) ausreißt, ist das Bild korrekt belichtet. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel, ein korrekt belichtetes Bild sagt noch lange nichts über dessen Qualität aus. Dann: Rausgehen und abdrücken, mache Bilder und sammle Erfahrung. die wichtigste Regel: Habe Spaß! gehört auch dazu! Und versuche, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (siehe: die ersten 10.000 Bilder sind für die Tonne). Die meisten der Tips (bis auf die Programm- Modi, Canon will ja was verkaufen) stehen übrigens im Handbuch. Die Schlagwörter hier lassen sich in den meisten Foren über die SuFu finden. Ich hab übrigens mein Handbuch immer noch in der Fototasche, manchmal muß ich die eine oder andere Einstellung nochmal nachschlagen. So schwer ist das Ding wirklich nicht. Ansonsten kann ich auch noch den Weg über die einschlägigeFachliteratur empfehlen, und da du in einer Uni- Stadt lebst, sind die örtlichen Büchereien meist sehr gut sortiert, da kannst du dich bis Ostern bequem druchlesen. [/QUOTE]
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