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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Wie ist das nun mit dem Studiolicht.....?
Beitrag
<blockquote data-quote="Tim_Kim" data-source="post: 1050110" data-attributes="member: 269873"><p><strong>AW: Wie ist das nun mit dem Studiolicht.....?</strong></p><p></p><p></p><p>Wenn du wirklich Tipps zu deiner Beleuchtung möchtest, macht es absolut keinen Sinn bearbeitet Bilder einzustellen. An den bearbeiteten Bildern sieht man nur, dass Baustrahler in vielen Situationen unzureichend sind. Damit meine ich nicht Aufnahmen zu Hause, sondern was die Möglichkeiten der Lichtführung angeht und der Einstellmöglichkeiten im Verhältnis zueinander.</p><p></p><p>Baustrahler lassen sich eigentlich nur dann vernünftig einsetzen, wenn man sie einzeln benutzt, es also nur eine Lichtquelle gibt. Für klassische Studiosituationen wie Zangenlicht (von links und rechts) gehen sie auch noch notfalls, aber andere Lichtsituationen kann man damit nur unzureichend direkt erreichen.</p><p></p><p>Indirekt, über Reflektoren, können Baustrahler dann aber schon wieder viel mehr leisten. Große Polystyrolplatten (beispielsweise Styropor) helfen Licht weich zu machen und eine großflächige Ausleuchtung zu erzielen. Mehr ist mit Baustrahlern nicht drin, da ein Lichtformung praktisch nicht möglich ist (in erster Linie durch die Hitze). Bei neuen Baustrahlern mit LED ist das ein wenig anders, die lassen auch Eigenanbauten zu.</p><p></p><p>Grundsätzlich haben Baustrahler verschiedene Mankos:</p><p></p><ul> <li data-xf-list-type="ul">Farbtemperatur entspricht nicht Tageslicht und es gibt je nach Hersteller und Leuchtmittel unterschiedliche Temperaturen, zudem lassen die "Birnen" in ihrer Leistung schnell nach, was wieder zu unterschiedlichen Farbtemperaturen führt, auch, wenn man ansonsten identische Strahler einsetzt</li> <li data-xf-list-type="ul">Die Gehäuse sind sehr heiß, Anbauten gehen nur schwer.</li> <li data-xf-list-type="ul">Die Stative sind viel zu kurz, um auch mal Licht von oben geben zu können - kann man umgehen, wenn man die kleinen Bodenstrahler nimmt und an die Decke hängt oder auf eine Leiter stellt (Achtung! Kabel fixieren, die Dinger sind heiß, wenn man versucht sie aufzufangen.)</li> <li data-xf-list-type="ul">Der Abstrahlwinkel ist sehr weit und lässt sich nur schlecht begrenzen (man kann natürlich vor und neben den Strahler Pappen stellen, die das Licht etwas richten - aber es besteht wieder Brandgefahr).</li> <li data-xf-list-type="ul">Das Modell ist reichlich geblendet, weil die Strahler die ganze Zeit leuchten.</li> <li data-xf-list-type="ul">Die Hitzeabgabe ist nicht zu unterschätzen, was Make-Up nicht unbedingt gut tut, aber für Aufnahmen mit wenige Bekleidung durchaus förderlich sein kann - hier hilft bei Blitzanlagen übrigens auch eine Infratolampe gut weiter.</li> <li data-xf-list-type="ul">Insgesamt ist die Lichtausbeute von Baustrahlern viel zu gering, weshalb man immer mit erhöhter ISO schießen muss - Rauschen ist vorprogammiert und Bewegtbilder praktisch nicht mehr möglich.</li> </ul><p>Zum Vergleich:</p><p>Um überhaupt mal bezüglich der Lichtausbeute in den Nähe einer Blitzanlage zu kommen, müsste man etwas 20.000 Watt an herkömmlichen Baustrahlern einsetzen, als 40 Stück - bei LED ist der Vergleich etwas günstige.</p><p></p><p>Rechnen wir mal spaßeshalber 40 x 20 Euro (500 W mit mit Stativ), sind wir bei 800 Euro (den Stromverbrauch nicht mit eingerechnet). Dafür bekommt man bereits 2 Blitzköpfe (250 Ws reichen für ein kleines Studio völlig) mit Lichtformer und Stativen.</p><p></p><p>Es gibt noch ein paar Punkte, aber das soll erst mal reichen, um zu zeigen, dass Baustrahler nur bedingt eine preiswerte Alternarive sind, zumal die Ergebnisse selbst mit viel Aufwand nur selten an die mit Blitzanlage heranreichen. Außerdem sind die Aufnahmebereiche deutlich eingeschränkt, wenn es auch einen Bereich gibt, in dem die Baustrahler punkten können, aber das nennt man dann Kunst, nicht mehr Fotografie.</p><p></p><p></p><p><strong>Ach, so:</strong></p><p>Stell doch mal ein paar unbearbeitet Fotos ein, eventuell auch immer nur ein Foto je Thread und schreibe dazu, was du gemacht hast (Aufbau, ISO, Belichtungszeit, ...) und was du erreichen wolltest. Eventuell kann man dann ja exemplarisch Möglichkeiten zeigen wie du deine vorhandene Ausrüstung anders einsetzen kannst, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Tim_Kim, post: 1050110, member: 269873"] [b]AW: Wie ist das nun mit dem Studiolicht.....?[/b] Wenn du wirklich Tipps zu deiner Beleuchtung möchtest, macht es absolut keinen Sinn bearbeitet Bilder einzustellen. An den bearbeiteten Bildern sieht man nur, dass Baustrahler in vielen Situationen unzureichend sind. Damit meine ich nicht Aufnahmen zu Hause, sondern was die Möglichkeiten der Lichtführung angeht und der Einstellmöglichkeiten im Verhältnis zueinander. Baustrahler lassen sich eigentlich nur dann vernünftig einsetzen, wenn man sie einzeln benutzt, es also nur eine Lichtquelle gibt. Für klassische Studiosituationen wie Zangenlicht (von links und rechts) gehen sie auch noch notfalls, aber andere Lichtsituationen kann man damit nur unzureichend direkt erreichen. Indirekt, über Reflektoren, können Baustrahler dann aber schon wieder viel mehr leisten. Große Polystyrolplatten (beispielsweise Styropor) helfen Licht weich zu machen und eine großflächige Ausleuchtung zu erzielen. Mehr ist mit Baustrahlern nicht drin, da ein Lichtformung praktisch nicht möglich ist (in erster Linie durch die Hitze). Bei neuen Baustrahlern mit LED ist das ein wenig anders, die lassen auch Eigenanbauten zu. Grundsätzlich haben Baustrahler verschiedene Mankos: [LIST] [*]Farbtemperatur entspricht nicht Tageslicht und es gibt je nach Hersteller und Leuchtmittel unterschiedliche Temperaturen, zudem lassen die "Birnen" in ihrer Leistung schnell nach, was wieder zu unterschiedlichen Farbtemperaturen führt, auch, wenn man ansonsten identische Strahler einsetzt [*]Die Gehäuse sind sehr heiß, Anbauten gehen nur schwer. [*]Die Stative sind viel zu kurz, um auch mal Licht von oben geben zu können - kann man umgehen, wenn man die kleinen Bodenstrahler nimmt und an die Decke hängt oder auf eine Leiter stellt (Achtung! Kabel fixieren, die Dinger sind heiß, wenn man versucht sie aufzufangen.) [*]Der Abstrahlwinkel ist sehr weit und lässt sich nur schlecht begrenzen (man kann natürlich vor und neben den Strahler Pappen stellen, die das Licht etwas richten - aber es besteht wieder Brandgefahr). [*]Das Modell ist reichlich geblendet, weil die Strahler die ganze Zeit leuchten. [*]Die Hitzeabgabe ist nicht zu unterschätzen, was Make-Up nicht unbedingt gut tut, aber für Aufnahmen mit wenige Bekleidung durchaus förderlich sein kann - hier hilft bei Blitzanlagen übrigens auch eine Infratolampe gut weiter. [*]Insgesamt ist die Lichtausbeute von Baustrahlern viel zu gering, weshalb man immer mit erhöhter ISO schießen muss - Rauschen ist vorprogammiert und Bewegtbilder praktisch nicht mehr möglich. [/LIST] Zum Vergleich: Um überhaupt mal bezüglich der Lichtausbeute in den Nähe einer Blitzanlage zu kommen, müsste man etwas 20.000 Watt an herkömmlichen Baustrahlern einsetzen, als 40 Stück - bei LED ist der Vergleich etwas günstige. Rechnen wir mal spaßeshalber 40 x 20 Euro (500 W mit mit Stativ), sind wir bei 800 Euro (den Stromverbrauch nicht mit eingerechnet). Dafür bekommt man bereits 2 Blitzköpfe (250 Ws reichen für ein kleines Studio völlig) mit Lichtformer und Stativen. Es gibt noch ein paar Punkte, aber das soll erst mal reichen, um zu zeigen, dass Baustrahler nur bedingt eine preiswerte Alternarive sind, zumal die Ergebnisse selbst mit viel Aufwand nur selten an die mit Blitzanlage heranreichen. Außerdem sind die Aufnahmebereiche deutlich eingeschränkt, wenn es auch einen Bereich gibt, in dem die Baustrahler punkten können, aber das nennt man dann Kunst, nicht mehr Fotografie. [B]Ach, so:[/B] Stell doch mal ein paar unbearbeitet Fotos ein, eventuell auch immer nur ein Foto je Thread und schreibe dazu, was du gemacht hast (Aufbau, ISO, Belichtungszeit, ...) und was du erreichen wolltest. Eventuell kann man dann ja exemplarisch Möglichkeiten zeigen wie du deine vorhandene Ausrüstung anders einsetzen kannst, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. [/QUOTE]
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