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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Wie viele Aufnahmen für ein HDR ?
Beitrag
<blockquote data-quote="Picturehunter" data-source="post: 2569900" data-attributes="member: 142024"><p>Das Tonemapping versteht sich als der Prozeß, bei dem das 'echte' HDR zu einem LDR transformiert wird. Somit sind die sog. 'HDR Bilder' in Wahrheit allesamt 'nur' LDR Bilder, eben das, was nach dem notwendigen Tonemapping übrig bleibt. Daneben gibt es noch die Fusion und das sog. DRI Verfahren usw., aber auch da bleibt am Ende 'nur' ein LDR übrig, nicht mehr und nicht weniger. Tonemapping ist in dem Sinne also auch keine Option sondern schlichtweg eine Notwendigkeit, zumindest dann, wenn man dies für Screen- und Druckanwendungen nutzen möchte. Ich rede hier übrigens nicht von echten HDR Formaten, das aber nur am Rande ...</p><p></p><p></p><p></p><p>Es bleibt dennoch der Umstand, dass die Überlappung von aufgezeichneten 'Lichtwerten' keine rein quantitative Betrachtung sein kann, aus den bereits von mir genannten Gründen. Es ist im Prinzip mehr als ungünstig, dass der Sensor <a href="http://schaugg.hdm-stuttgart.de/00/30/36/termin04.html" target="_blank"><strong>linear</strong></a> aufzeichnet und dass dadurch die Aufteilung der Tonwerte so ungleichmäßig erfolgt, also nur wenige Tonwertstufen in den Schatten und sehr viele in den Lichtern. Schaut man sich an, was alleine die <a href="http://www.heise.de/foto/imgs/13/4/0/5/0/6/7/c09d8eef2629100e.jpg" target="_blank"><strong>Gammakorrektur</strong></a> mit den Tonwerten anrichtet, dann wird es mehr als deutlich, dass man die Schatten möglichst gut belichten sollte, damit man zum einen den Signalrauschabstand möglichst groß hält und zum anderen möglichst viele Tonwertstufen erfassen kann. Genau hier wird es ja interessant, wenn man eine Belichtungsreihe in ein HDR Programm lädt und dort in einem linearem Farbraum alle Tonwerte sammelt. Beim Tonemapping hat man dann die Möglichkeit, sich die Sahnestücke quasi zusammenzustellen, aber eben nur dann, wenn man auch Sahnestücke aufgezeichnet hat. Einfach nur irgendwie überlappt kann funktionieren, aber mit Qualitätsansprüchen wäre ich da sehr unzufrieden.</p><p>Die lineare Kennlinie des Kamerasensors macht ja gerade das ETTR (Expose to the right) so interessant, wo es darum geht, die relevanten 'Lichtwerte' im günstigsten Bereich des Sensors, also in den Mitten oder gar Lichtern zu erfassen. Natürlich muß man es dazu nicht erzwingen, die Schattenpartien einer Szene bis in die Lichter zu belichten, aber man hat die Möglichkeit, deutlich mehr und 'sauberere' Tonwerte zu erhalten, wenn man entsprechend lange belichtet, genau darum geht es doch. Nichts anderes ist es bei den Belichtungsreihen für HDR/LDR Bilder, das gleiche Prinzip, das gleiche Vorgehen.</p><p></p><p>Ich habe im Verlauf dieses Threads das Histogramm zum Beurteilen der Extremwerte angeführt. Über die Anzahl der Zwischenwerte habe ich mich gar nicht geäußert und tue das auch weiterhin nicht. Hier ist jeder seines Glückes Schmied, je nachdem, wie die Szene beschaffen sein mag, was das Ziel der Bearbeitung sein soll und für welches Medium letztendlich optimiert wird. Soll es nur irgendwie ausreichen, dann mag man tatsächlich mit 3 Bildern auskommen, möchte man es aber qualitativ auf höchstem Niveau halten, dann ist man aus meiner persönlichen Erfahrung heraus gut beraten, mehrere Belichtungsstufen zu fotografieren und die Stufen selbst im Bereich 1-2 Zeitblendenstufen zu variieren.</p><p></p><p>Was die Sache mit den Augen angeht, so findet dort quasi ein ständiges Echtzeittonemapping statt, von daher ist es auch eher schwierig zu beurteilen, welchen Dynamikumfang man denn tatsächlich im Ganzen wahrnehmen kann, denn wirklich scharf sehen können wir nur einen winzig kleinen Teilbereichs unseres Blickfeldes, für den das 'Bio Tonemapping' dann auch greift. Auch die 'Gammakorrektur' findet beim Sehen ganz automatisch statt und paßt sich zudem permanent an. Vergleicht man das mit dem Ergebnisbild (LDR) nach einem Tonemapping, wird es auch schwer, aus diesem Bild Rückschlüsse zu führen, welchen tatsächlichen Dynamikumfang die Szene ohne Tonemapping wohl gehabt haben mag. Was bleibt, ist also die Erkenntnis, dass sowohl die Kamera, übliche Wiedergabemedien als auch unsere Augen einen recht überschaubaren Dynamikumfang aufweisen, andernfalls bräuchte man sich die Sache mit dem Tonemapping ja nicht antun ... <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /></p><p></p><p></p><p>Mit liebem Gruß</p><p>Frank</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Picturehunter, post: 2569900, member: 142024"] Das Tonemapping versteht sich als der Prozeß, bei dem das 'echte' HDR zu einem LDR transformiert wird. Somit sind die sog. 'HDR Bilder' in Wahrheit allesamt 'nur' LDR Bilder, eben das, was nach dem notwendigen Tonemapping übrig bleibt. Daneben gibt es noch die Fusion und das sog. DRI Verfahren usw., aber auch da bleibt am Ende 'nur' ein LDR übrig, nicht mehr und nicht weniger. Tonemapping ist in dem Sinne also auch keine Option sondern schlichtweg eine Notwendigkeit, zumindest dann, wenn man dies für Screen- und Druckanwendungen nutzen möchte. Ich rede hier übrigens nicht von echten HDR Formaten, das aber nur am Rande ... Es bleibt dennoch der Umstand, dass die Überlappung von aufgezeichneten 'Lichtwerten' keine rein quantitative Betrachtung sein kann, aus den bereits von mir genannten Gründen. Es ist im Prinzip mehr als ungünstig, dass der Sensor [URL=http://schaugg.hdm-stuttgart.de/00/30/36/termin04.html][b]linear[/b][/URL] aufzeichnet und dass dadurch die Aufteilung der Tonwerte so ungleichmäßig erfolgt, also nur wenige Tonwertstufen in den Schatten und sehr viele in den Lichtern. Schaut man sich an, was alleine die [URL='http://www.heise.de/foto/imgs/13/4/0/5/0/6/7/c09d8eef2629100e.jpg'][B]Gammakorrektur[/B][/URL] mit den Tonwerten anrichtet, dann wird es mehr als deutlich, dass man die Schatten möglichst gut belichten sollte, damit man zum einen den Signalrauschabstand möglichst groß hält und zum anderen möglichst viele Tonwertstufen erfassen kann. Genau hier wird es ja interessant, wenn man eine Belichtungsreihe in ein HDR Programm lädt und dort in einem linearem Farbraum alle Tonwerte sammelt. Beim Tonemapping hat man dann die Möglichkeit, sich die Sahnestücke quasi zusammenzustellen, aber eben nur dann, wenn man auch Sahnestücke aufgezeichnet hat. Einfach nur irgendwie überlappt kann funktionieren, aber mit Qualitätsansprüchen wäre ich da sehr unzufrieden. Die lineare Kennlinie des Kamerasensors macht ja gerade das ETTR (Expose to the right) so interessant, wo es darum geht, die relevanten 'Lichtwerte' im günstigsten Bereich des Sensors, also in den Mitten oder gar Lichtern zu erfassen. Natürlich muß man es dazu nicht erzwingen, die Schattenpartien einer Szene bis in die Lichter zu belichten, aber man hat die Möglichkeit, deutlich mehr und 'sauberere' Tonwerte zu erhalten, wenn man entsprechend lange belichtet, genau darum geht es doch. Nichts anderes ist es bei den Belichtungsreihen für HDR/LDR Bilder, das gleiche Prinzip, das gleiche Vorgehen. Ich habe im Verlauf dieses Threads das Histogramm zum Beurteilen der Extremwerte angeführt. Über die Anzahl der Zwischenwerte habe ich mich gar nicht geäußert und tue das auch weiterhin nicht. Hier ist jeder seines Glückes Schmied, je nachdem, wie die Szene beschaffen sein mag, was das Ziel der Bearbeitung sein soll und für welches Medium letztendlich optimiert wird. Soll es nur irgendwie ausreichen, dann mag man tatsächlich mit 3 Bildern auskommen, möchte man es aber qualitativ auf höchstem Niveau halten, dann ist man aus meiner persönlichen Erfahrung heraus gut beraten, mehrere Belichtungsstufen zu fotografieren und die Stufen selbst im Bereich 1-2 Zeitblendenstufen zu variieren. Was die Sache mit den Augen angeht, so findet dort quasi ein ständiges Echtzeittonemapping statt, von daher ist es auch eher schwierig zu beurteilen, welchen Dynamikumfang man denn tatsächlich im Ganzen wahrnehmen kann, denn wirklich scharf sehen können wir nur einen winzig kleinen Teilbereichs unseres Blickfeldes, für den das 'Bio Tonemapping' dann auch greift. Auch die 'Gammakorrektur' findet beim Sehen ganz automatisch statt und paßt sich zudem permanent an. Vergleicht man das mit dem Ergebnisbild (LDR) nach einem Tonemapping, wird es auch schwer, aus diesem Bild Rückschlüsse zu führen, welchen tatsächlichen Dynamikumfang die Szene ohne Tonemapping wohl gehabt haben mag. Was bleibt, ist also die Erkenntnis, dass sowohl die Kamera, übliche Wiedergabemedien als auch unsere Augen einen recht überschaubaren Dynamikumfang aufweisen, andernfalls bräuchte man sich die Sache mit dem Tonemapping ja nicht antun ... ;) Mit liebem Gruß Frank [/QUOTE]
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