AW: Neues Werk-Kritik, Lob, Hilfe
Im Prinzip ja. Es sollte zumindest keine "Punktwolke" sein, also mehrere ungeordnete Lichtpunkte. Es gibt neben einem Punkt auch die Möglichkeit einen Ring oder wie bei Katzenaugen "senkrechte" Striche zu bekommen. Das ist abhängig mit welcher Art Blitz man arbeitet bzw. welche Lichtformer eingesetzt werden. - Selbst Kreuze oder waagrechte Linien sind möglich.
Arbeitet man mit zwei normalen Blitzen, die einen runden Punkt erzeugen, dass sollten die Blitze so angeordnet sein, dass nur jeweils ein Blitz im Auge zu sehen ist. Die Nase hatte ich angesprochen, weil man die als Trennlinie nehmen kann, wenn ein Blitz rechts und ein Blitz links von ihr steht. Links und Rechts bedeutet jetzt nur, dass sie aus unterschiedlichen Richtungen kommen, das kann auch von seitlich sein, von schräg hinten, von ganz hinten, von oben, usw.
Im Endeffekt teilen sich die Blitze verschiedenen Aufgaben. Ein Blitz übernimmt das Hauptlicht (den setzt man zuerst). Alle weiteren Blitzen übernehmen dann spezielle Aufgaben und hellen nur bestimmte Bereiche auf, weshalb man das dann auch gerne als Aufhelllicht bezeichnet. Aufhelllicht ist etwas weniger intensiv, als das Hauptlicht.
Es gibt zahlreiche Anordnungen der Blitze zueinander, die alle unterschiedliche Wirkungen erzielen. Das ist dann ja auch die Kunst das Licht so einzurichten, dass der gewünschte Effekt erzielt wird.
Das Prinzip ist aber grundsätzlich so, dass es ein Hauptlicht gibt und dann weitere Aufhelllichter (eines reicht in der Regel schon aus). Darüber hinaus können weitere Blitze für den Hintergrund eingesetzt werden, um weitere Effekte zu erzielen.
Viele Aufnahmesituationen haben dadurch einen ganz konkreten Lichtaufbau, der vom Prinzip für diese Art Aufnahmen typisch ist. Beim Porträt gibt es im Prinzip ebenfalls einen typischen Grundaufbau, der kann aber stark variiert werden, je nach gewünschter Aussage.
Im Prinzip setzt man das Hauptlicht aus der Richtung, aus der man es haben möchte. Als einfachste Variante wäre hier das Hauptlicht (HL) frontal von vorne und beispielsweise das Aufhelllicht (AL) von rechts hinten. Damit wäre dann das Gesicht komplett ausgeleuchtet und von hinten käme ein Haarlicht, das dem Haar Glanz verleiht. Natürlich spielt die Höhe, in der die Blitze angeordnet sind eine große Rolle.
Ich würde an deiner Stelle einfach mal mit nur einem HL beginnen, das Modell immer in die gleiche Richtung sehen lassen, die Kamera auf ein Stativ stellen und dann den Blitz systematisch im Halbkreis um das Modell verstellen. Nach der ersten Runde von links bis zur Mitte, würde ich das gleiche für verschiedene Höhen wiederholen (Bodenhöhe, Augenhöhe, über Kopf). Danach hast du mit Sicherheit das Grundprinzip der Lichtführung verstanden.
Wenn jetzt der zweite Blitz hinzukommt, in der Leistung schwächer oder auch mal testweise stärker eingestellt, kannst du weitere Effekte erzielen bzw. die Wirkung des Hauptlichts unterstützen. Dazu sollte der zweite Blitz aber weiter weg vom ersten Blitz stehen, damit nur jeweils ein Blitz in den Augen zu sehen ist. Oft braucht es für den zweiten Blitz auch zusätzliche oder spezielle Lichtformer, die das Licht beispielsweise verjüngen können, um Akzente zu setzen.
Du merkst sicher schon, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, nicht nur der Anordnung, sondern auch bezüglich der verwendeten Lichtformer. "Das Setting" gibt es nicht, auch wenn bestimmte Settings (Anordnungen) gerne verwendet werden.
Hier hilft wirklich nur die Suche im Internet. Mit der verlinkten Suchanfrage "" stößt du schon gleich zu Anfang auf brauchbare Links, die das von mir gesagt auch bildlich darstellen.
Es gibt zahlreiche Seiten im Netz, die das Thema schon erschöpfend aufbereitet haben. Ein paar Stichworte: Lichtführung, Porträtfotografie, Studiofotografie, Lichtaufbau, Lichtführung in der Porträtfotografie, ...
Sinnvoll ist, wenn die Stichworte mit dem Begriff Fotografie gesucht werden, allerdings gelten die Regeln genauso für Theaterbühnen oder die Ausleuchtung von Filmen, nur handelt es sich da um Dauerlicht, kein Blitzlicht.
Eigentlich ganz einfach, oder
