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Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Rabarba87

Nicht mehr ganz neu hier

Mir ist aufgefallen, dass wenn ich die RAW Bilder in Camera Raw öffne und dort die Belichtung etwas erhöhe, dass dann die Bilder schnell sehr körnig werden. Wenn ich allerdings die Bilder in Photoshop über Tonwertkorrektur aufhelle, passiert das nicht. Weiß jemand woran das liegt?
 

Photoshop

AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Mit der Belichtung in Camera RAW ziehst du alle Pixel im Histogramm gleichmäßig nach oben, d.h. du verschiebst auch die dunklen Tonwerte in Richtung heller. Das führt naturgemäß zu einem schnellen Aufhellen der dunklen Stellen mit Sichtbarwerdung des Rauschens.

In der Tonwertkorrektur wirst du wahrscheinlich den mittleren Regler (Gamma-Korrektur) für die Helligkeitsregulierung verwenden. Damit wichtest du nur die Helligkeitsverteilung im vorhandenen Tonwertumfang neu, d.h. du änderst aber nicht grundsätzlich die gesamte Skala.

In der Camera Raw-Bearbeitung entspricht das ungefähr dem Helligkeitsregler.
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

s.o. digidoc

... und vergleiche mal den Unterschied der beiden ACR Regler Belichtung und Helligkeit, Helligkeit entspricht dabei eher einem Gammaregler wie bei der Tonwertkorrektur (mittlerer Regler).


Gruß
Frank
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Ah danke für die genaue Beschreibung! Also sollte ich immer besser mit Tonwertkorrektur aufhellen? Und was ist von Ebene duplizieren und dann Negativ multiplizieren zu halten?
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Am besten hellst Du ein Bild im RAW Konverter auf, da dort noch die besten Resultate zu erwarten sind. Dabei würde ich allerdings nicht den Regler Helligkeit verwenden, sondern die Gradationskurve bemühen. Kurz zur Technik der Ebenenmodi "multiplizieren" und "umgekehrt multiplizieren": Der Modus "multiplizieren" entspricht nahezu einer einfachen Gammakorrektur auf den Wert 0,5 (z.B. Gammaregler der Tonwertkorrektur). Beim Modus "umgekehrt multiplizieren" dagegen ist es nicht einfach nur eine Änderung des Gammawertes von z.B.1 auf 2, sondern die Wirkung ist viel mehr auf die Tiefen ausgerichtet, während die Lichter nur unwesentlich beeinflußt werden. Das ist auch das Besondere dieses Ebenenmodus. Um das nun mit der Gradationskurve zu bewerkstelligen, sollte man im oberen Bereich der Kurve (also den Lichtern) ein paar Marker setzen, um diese zu fixieren* (oberes Dittel). Dann einen Punkt im unteren Drittel auswählen und langsam nach oben ziehen. Probier das ruhig mal aus, die Gradationskurve im RAW Konverter entsprechend zu bearbeiten. Den Helligkeitsregler würde ich, wenn überhaupt, erst danach noch zusätzlich verändern, wenn nötig.

*Beim Fixieren muß die Kurve nicht um jeden Preis linear gehalten werden, ein leichter Bogenverlauf im oberen Drittel ist völlig ok (also Kurve leicht nach oben gebogen), nur sollten die Lichter ganz am Ende nicht beschnitten werden. Du kannst genauso gut auch die Gradationskurve in der Mitte nach oben ziehen und dann zusätzlich im oberen Drittel wieder etwas nach unten, kommt in etwa auf's Gleiche raus ...


Viele Grüße
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Am besten hellst Du ein Bild im RAW Konverter auf, da dort noch die besten Resultate zu erwarten sind. Dabei würde ich allerdings nicht den Regler Helligkeit verwenden, sondern die Gradationskurve bemühen. Kurz zur Technik der Ebenenmodi "multiplizieren" und "umgekehrt multiplizieren": Der Modus "multiplizieren" entspricht nahezu einer einfachen Gammakorrektur auf den Wert 0,5 (z.B. Gammaregler der Tonwertkorrektur). Beim Modus "umgekehrt multiplizieren" dagegen ist es nicht einfach nur eine Änderung des Gammawertes von z.B.1 auf 2, sondern die Wirkung ist viel mehr auf die Tiefen ausgerichtet, während die Lichter nur unwesentlich beeinflußt werden. Das ist auch das Besondere dieses Ebenenmodus. Um das nun mit der Gradationskurve zu bewerkstelligen, sollte man im oberen Bereich der Kurve (also den Lichtern) ein paar Marker setzen, um diese zu fixieren* (oberes Dittel). Dann einen Punkt im unteren Drittel auswählen und langsam nach oben ziehen. Probier das ruhig mal aus, die Gradationskurve im RAW Konverter entsprechend zu bearbeiten. Den Helligkeitsregler würde ich, wenn überhaupt, erst danach noch zusätzlich verändern, wenn nötig.

Was du da schreibst ist falsch. "Negativ multiplizieren" ist mit einer Kurve genau das gleiche wie "Multiplizieren" nur quasi 180° gedreht. Siehe Screenshot. Das sind die exakten Kurven für die beiden Ebenenmodi.

 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Ok, wenn der Olaf so drastisch von einer falschen Aussage spricht, dann bleibt nichts anderes übrig, als das zu klären. :)

Gesagt - getan, ich habe mir also eine Testdatei genommen, um mal sichtbar zu machen, was denn eigentlich mit den Tonwerten so passiert, wenn man da mit einer Tonwertkorrektur, einer Gammakorrektur und mit Ebenenblendmodi dabei geht. Zusätzlich habe ich noch das Tool "SmartCurve" getestet, da ich dieses sehr gerne in PS nutze.

And here are the results:




Es sind insgesamt 5 Kurven zu sehen, eine davon ist die unberührte Tonwert-Kennlinie, die anderen Kurven sind multiplizieren, Gamma 0,5 sowohl in der Gradationskurve als auch in der Tonwertkorrektur und einmal noch die Gradationskurve des SmartCurve Tools. Wie man deutlich sehen kann, entsprechen alle Kurven einer Gammakorrektur auf 0,5.


Nun dasselbe für das Aufhellen von Bildern:




Hier gibt es eine deutliche Veränderung zu sehen, denn 2 der Kurven entsprechen ganz offensichtlich nicht einer Gammakorrektur von 2, sondern zeigen das Verhalten, das ich in meinem Beitrag (offensichtlich falsch) für den Blendmode "umgekehrt multiplizieren" beschrieben habe. Es sind die Kurven der Gammakorrektur auf 2 in der Tonwertkorrektur und der Gammakorrektur auf 2 im SmartCurve Tool.
In einem etwas älteren Artikel von Ralph Altmann bin ich auf eine weitere Abweichung gestoßen, die entweder auf einen fehlerhaften Inhalt oder eine Änderung des Algorithmus' beim Photoshop Modus "umgekehrt/negativ multiplizieren" deuten könnte? Vielleicht mache ich aber auch einen Gedankenfehler?
==>> (s.86, unten)

Die Messungen, die ich gemacht habe, bestätigen also das, was Olaf gesagt hat, die beiden Modi multiplizieren und umgekehrt multiplizieren zeigen ein Verhalten, das dem einer Gammakorrektur von 0,5 bzw. 2 entspricht.

Abweichend zeigt der Verlauf der Kurve einer Gammakorrektur auf 2 im Tool SmartCurve den gleichen Verlauf, wie eine Gammakorrektur auf 2 im Tonwertkorrektur-Tool.


Viele Grüße
Frank
 
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AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Sorry, Frank, mich persönlich interessiert halt nur das, was Füllmethoden und/oder Kurven in Photoshop bewirken. Tonwertkorrekturen oder »Smart Curves« – da hab ich weder Ahnung/Interesse noch schert mich das einen Deut. ;-)
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Olaf, für Dich mag das zutreffen, das ist ja auch in Ordnung so. :)

Was man im Ergebnis sieht ist zumindest für das Aufhellen eines Bildes recht interessant, nämlich die Tatsache, dass eine Gammakorrektur auf z.B. 2 im Tonwertkorrekturdialog die Lichter deutlich weniger beeinflußt, als dies der Modus "umgekehrt multiplizieren" oder eine Gammakorrektur im Gradationskurven-Dialog tun. Das bedeutet, dass man mit dem Regler "Helligkeit" im ACR Konverter einen vergleichbaren Effekt erreichen müßte, oder?

Vielleicht ist es für andere ganz interessant zu sehen, dass es einen Unterschied macht, ob man den Gammaregler der Tonwertkorrektur oder den der Gradationskurve wählt. Ebenso der Umstand, dass Gradationswerkzeuge sich trotz identischer Bezeichnung in ihrer Funktion unterscheiden können. Ich glaube kaum, dass das jedem hier so klar ist, eher vielleicht egal, aber das muß jeder selbst für sich entscheiden.

Wie man sieht, sind die Unterschiede einerseits nicht wirklich gravierend, andererseits aber trotzdem gut meß- und sichtbar.

Also wäre die Berichtigung meiner Beschreibung s.o. die, dass der Verlauf der Kurve des Modus "neg.multipl." ebenfalls dem einer Gammakorrektur entspricht und dass man den Kurvenverlauf, wie ich ich beschrieben habe, stattdessen mit dem Gammaregler der Tonwertkorrektur (bzw. dem Helligkeitsregler im ACR-Konverter) erreichen kann.

Ansonsten stimme ich Dir durchaus zu, es ist sicher sehr viel wichtiger zu wissen, was die Modi bewirken, als wodurch. ;)

Gruß
Frank
 
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AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Ui ui... da wollte es einer aber genau Wissen - mir ist die Technik erst mal egal und finde es auch nur wichtig was dabei heraus kommt....
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Ui ui... da wollte es einer aber genau Wissen - mir ist die Technik erst mal egal und finde es auch nur wichtig was dabei heraus kommt....

... tja, die Gruppe der hauptsächlich anwenderorientierten Konsumenten von Technik ist erfahrungsgemäß die größte von allen. Aber das trägt halt nicht zum besseren Verständnis bei, und genau dafür sind solche anschaulichen Tests doch ganz gut geeignet, wie ich finde ... ;)


Gruß
Frank
 
AW: Bilder aufhellen Camera Raw + Photoshop

Vielleicht ist es für andere ganz interessant zu sehen, dass es einen Unterschied macht, ob man den Gammaregler der Tonwertkorrektur oder den der Gradationskurve wählt.

Stimmt. Das ist mir vor paar Jahren beim Rumexperimentieren auch mal aufgefallen, weil ich überall gelesen hatte, dass TWK-Gammaregler und Kurvenmitte das Gleiche machen. Stimmt aber deutlich nicht. Mit einem Punkt allein kann mit der Kurve den Gamma-Regler bzw. seine Wirkung ;) nicht nachempfinden.


Ansonsten stimme ich Dir durchaus zu, es ist sicher sehr viel wichtiger zu wissen, was die Modi bewirken, als wodurch. ;)

Jain. Man sollte ein gewisses Grundverständnis haben und die Begriffe, die man verwendet auch verstehen. Alles weitere ist für Programmierer interessant – aber nicht für das kreative arbeiten. Da kann man schnell über das Ziel hinausschießen. Ich hatte auch ne Phase, da waren mir die Formeln hinter den Modi fast wichtiger als deren Anwendung. LOL Aber das Gegenteil ist noch schlimmer: Planlos rumklicken und "Trickdenken". ;)

Na, aber das geht ja schon am Thema jetzt vorbei. ;)
 
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