Also die Kamera würde ich so neutral wie möglich einstellen, damit Dir das Histogramm halbwegs verläßlich anzeigt. Das Histogramm der Kamera ist Dein Werkzeug, wenn es darum geht, wieviele Aufnahmen benötigt werden, um den Dynamikumfang vollständig auf den Sensor zu bekommen. Wenigstens ein Bild sollte dabei in den Lichtern gut durchzeichnen, und ein Bild sollte die Schatten gut belichtet darstellen. Die restlichen Aufnahmen sollten sich jeweils mit ca. 1 Zeit/Blendenstufe dazwischen befinden, die Anzahl ergibt sich damit automatisch.
Dann eigentlich nur noch die Bilder als RAW(!) in dem HDR Tool von Photoshop öffnen und das Tonemapping durchführen.
Um das mit den Farben in den Griff zu bekommen, empfehle ich, erstmal das HDR/LDR anzufertigen, so dass es Dir gefällt. Als zweiten Schritt könntest Du z.B. ein Bild aus der ursprünglichen Belichtungsreihe (sinnvollerweise das mittlere Bild) nehmen, dieses auf eine separate Ebene legen (über das gerade erstellte HDR/LDR) und dann per Ebenendeckkraft variieren, um so den Effekt zu Gunsten eines natürlicheren looks abzumildern.
Alles andere ist reine Übungssache, Deinen ganz persönlichen Stil findest Du am besten durch Probieren heraus, die Möglichkeiten erschlagen einen ersteinmal, und man dreht an den Reglern, was das Zeug hält, weil es geht. Aber das relativiert sich mit der Zeit und man geht dann eher gemäßigt mit den Einstellungen um. Das braucht einfach seine Zeit, bis man da seinen eigenen Stil entwickelt hat!
Gruß
Frank