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Tutorialbeschreibung

Human: Zip It - Die Sache mit dem Reißverschluss

Human: Zip It - Die Sache mit dem Reißverschluss

Ein reines Fun-Tutorial mit tollem Effekt und ein paar Techniken, die Ecuh bestimmt auch bei anderen Sachen weiterhelfen werden.


Zip it - Die Sache mit dem Reißverschluss

Unser 2. Exklusiv-Tutorial aus der januar-Ausgabe des Commags - nun auch online im Tutorialbestand verfügbar.

Wann bekommt man schon mal Gelegenheit, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen?
Auslöser war eine Anfrage im Board, in der es darum ging, wie man Reißverschlüsse an Körperteile anbringt – also die Erstellung eines Tutorials dazu. Die 2. Fliege ist die Warnung vor der schädlichen UV-Srahlung, und die 3. Fliege ist letztendlich ein wenig Werbung für unser Board. :)

Dieses Tutorial richtet sich an die CS2-Benutzer, da für den beschriebenen Effekt die Funktion „Verkrümmen“ aus dem Transformations-Menü zwingend notwendig ist, und dieser Punkt in den Versionen 7 oder früher nicht vorhanden ist (sorry an alle 7er Freunde, aber es kommen auch wieder bessere Zeiten :) )

Ausgangsbild ist eine nette Lady am Strand, auf der wir einen Reißverschluss anbringen wollen.
Auch hier wieder einige Überlegungen am Anfang.
Hinter dem Einbau des Fremdteiles sollte auch irgendein Sinn stehen, damit das Bild inhaltlich eine Aussage bekommt. Strand – Sonne – Sonnenbrand. So kam die Idee, quasi eine Hautschicht zu fertigen, die bei Bedarf (zu viel Sonne) einfach per Reißverschluss ausgewechselt werden kann. Die nächste Überlegung galt der Größe des Reißverschlusses. Für den erwünschten „wow“-Effekt kam nur ein großer Reißverschluss in Frage. Zu kleine Verzahnungen wären weniger auffällig gewesen und schieden daher aus.

Die Ausgangsbilder waren relativ schnell besorgt – das Mädel wurde über „Fotolia.de“ (gelobt sei dort ein Account, denn alles findet man auf deviantart.com auch nicht) gefunden, der Reißverschluss ist eine Eigenproduktion meiner aktuellen Jacke :-) .
Fertig sind die Stock-(Ausgangs-)Bilder.

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Für den Reißverschluss ist lediglich ein gutes Bild des offenen Teils einer Seite notwendig (wird bei Bedarf gespiegelt), der Zipper natürlich und ein Teil der geschlos-senen Version.

Beginnen wir damit, im Ausgangsbild mit dem gutgebräunten Model die aktuelle Ebene mit dem Ursprungsbild zu kopieren und das Ursprungsbild erstmal auszublenden. Auf dieser neuen Ebene wird nun das Mädel mit dem Pfadwerkzeug umrandet und eine Auswahl erstellt. Natürlich könnt ihr die Auswahl auch mit einem anderen Werkzeug machen (Lasso, Magnetlasso etc.) – wichtig ist nur, Dass wir als Ergebnis unser Model ausgewählt haben (incl. Bikini und Haare) da wir diesem nun über die Menüpunkte Bild > anpassen > FarBton/sättigung einen ungesunden, roten Farbton verpassen, der schon beim Hinschaun beim Betrachter eine gewissen Hautspannung auslöst.

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Um nun diesen „Aufblätter-Effekt“ zu bekommen, wird unser Mädel im oberen Bereich in der Mitte geteilt. 
Wählt daher mit dem Auswahlwerkzeug für die linke Seite ein Rechteck aus, das oben vom Kopf bis zum Bauchnabel reicht und das in der Breite ruhig einen Teil des Strandes mit ein¬beziehen kann. Diese Auswahl kopiert ihr dann und fügt sie als neue Ebene ein. Das Gleiche macht ihr mit dem rechten Teil des Gesichts/Körpers.

Um nun den linken Teil weiter bearbeiten zu können, wählt wieder diese Ebene an und schaltet nun über Bearbeiten > Transformieren > Verkrümmen das 9-teilige Gitter über diese Ebene ein, das die untere Abbildung zeigt.
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In diesem Gitter wird nun mit der Maus die rechte, obere Ecke einfach nach links unten gezogen und damit der „Umblätter-Effekt“ hergestellt.
Wenn das soweit gemacht ist, wählt einfach irgend ein anderes Werkzeug aus, sofort fragt euch Photoshop, ob die Transformation angewendet werden soll – mit einem Klick auf „Ja“ ist das dann auch gespeichert. Der verschobene Hintergrund kümmert uns im Moment noch nicht.

Das Gleiche wird nun auch mit der rechten Hälfte gemacht und danach sollte das Bild so aussehen:
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Nun kommt der 2. Durchgang der Transformation – die Anpassung der „Leer-Stellen“, an denen am Kopf noch der Hintergrund durchscheint.
Auch hier wieder der gleiche Weg wie schon oben beschrieben – Ebene auswählen und danach durch Anwahl des Verkrümmen-Modus die abstehenden Enden hinten an den Kopf ranziehen und gleichzeitig auch ein wenig Kopfgerecht verbiegen. Dies konnten wir noch nicht oben beim ersten Durchgang machen, da das Verkrümmungsverhalten der Ebene in dieser bereits abgespeicherten Form völlig anders ist, als oben.

Nachdem dies auf beide Seiten angewandt wurde, sollte die Strandnixe nun so aussehen:
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Durch das Verkrümmen der beiden Ebenen ist nun auch unser Hintergrund ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden (rechts v. Kopf zu erkennen) – kein Problem, denn gerade bei diesem unscharfen Hintergrund ist das sogen. „Ausbessern-Werkzeug“ eine wahre Wunderwaffe – also mit diesem Werkzeug den entsprechenden Bereich auswählen, die Auswahl auf einen korrekten Bereich ziehen und schon ist die Harmonie wieder hergestellt. Notfalls kann hier auch noch ein wenig mit Weichzeichner/Verwischer nachgeholfen werden.

Das Ergebnis aus dieser Aktion:
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Nun geht es endlich an den Reißverschluß. Anfangen werden wir mit dem offenen Teil der linken Seite. Vor dem Vergnügen kommt bekanntlich die Arbeit – in diesem Fall das Freistellen des Reißverschlusses.

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Aber auch das geht recht leicht von der Hand – ich habe mich für die Methode über eine Ebenenmaske entschieden. Mit einem weichen Pinsel in einer Bildansicht von 300% fahre ich mit einer Pinselgröße, die ca. halb so groß ist wie die Zwischenräume der einzelnen Zähne, in schwarzer Farbe über die Stoffteile und mache sie auf diesem Weg transparent. Wenn man sich hier mal verzeichnet und mehr löscht als gewollt – kurz auf Weiß umschalten und dann wird das eben transparent gemachte wieder sichtbar – der Vorteil der Ebenenmaske gegenüber Radiergummi und Co. (ich kann es nicht oft genug erwähnen).
Oben links das Reißverschlußstück vorher, rechts nachher (verkleinert).

Mit diesem (rechten) Stückchen werden wir nun die offenen Teile unserer Montage bestücken.
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Auch hier kommt wieder die Methode des Verkrümmens zum Einsatz:
Reißverschluß ins Bild als neue Ebene einfügen, grob dem Verlauf der Kante durch drehen anpassen und dann über Verkrümmen dem Verlauf des umgeblätterten Teils der Haut anpassen.
Zur besseren Ansicht habe ich mal das Hintergrundbild ausgeblendet.

Das gleiche wird nun mit dem Rest der Hautkante gemacht. Insgesamt werdet ihr 3-4x das Reißverschluß-Stückchen ansetzen müssen.
Nach oben hin sollten die Zähne ein wenig weiter zusammenrücken – aus perspektivischer Sicht.

Die etwas kniffelige Stelle ist der Übergang, bei dem der Reißverschluss dann die Seite wechselt und von hinten sichtbar wird.
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Genau an dieser Schnittstelle wird mit einem neuen Stück begonnen, das allerdings vorher gespiegelt wurde – die einfachste Methode.
Das gleiche Verfahren wendet ihr nun auf der rechten Seite auch an und setzt Stückchen für Stückchen des Reißverschlusses an die Kante. Hier fangt ihr natürlich mit der gespiegelten Version an und spiegelt diese dann an der Schnittkante am Gesicht wieder zurück – ist ja schließlich das Gegenstück zur anderen Seite.

Am Ende ist der offene Teil fertig. Für eine gesündere Ansicht habe ich jetzt die unterste Ebene mit dem Ursprungsbild wieder eingeblendet – meine Haut fing schon an zu brennen. :)
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Weiter geht es mit dem unteren Teil des Reißverschlusses.
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Zuerst wieder die ungeliebte Freistellungsarbeit – auch hier wieder über eine Ebenenmaske und auf dieser wird dann mit einem schwarzen Pinsel all das transparent gemacht, was wir nicht brauchen.

Dieser Zipper wird nun am Ende des bisherigen Reißverschlusses angesetzt und so angepasst, dass er dort anschließt. Damit es realistischer aussieht, sollte dieser Zipper auch unter dem blauen Ring sitzen.
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Dazu werden einfach auch hier die entsprechenden Teile über eine Ebenenmaske mit einem schwarzen Pinsel transparent gemacht.
Im unteren Teil (bis zum Bauchnabel) setzt ihr ein¬fach 2-3 ausgeschnittene Teile des unteren Teils des Zippers aneinander, reduziert diese 2-3 Ebenen auf eine Ebene und geht dann noch ein klein wenig mit dem Verkrümmen-Werkzeug drüber, um das ein wenig an die Körperwölbung anzupassen.

Nun kommt nochmal ein wenig Arbeit:
Unter jedem einzelnen Zahn des Reißverschlusses solltet ihr nun noch ein wenig mit dem Nachbelichter-Werkzeug langgehen (Pinselstärke 2) und damit einen kleinen Schatten andeuten – das ergibt im Gesamtbild einen wesentlich realistischeren Einbau.

Auf dem Bild hier zu sehen – links bereits mit Schatten, rechts ohne.
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Abschlußarbeiten:
Die überlappenden Kanten oben am Gesicht zeigen natürlich noch gespiegelt die Haare. Das sollte jetzt noch korrigiert werden. Stempelt dazu einfach die gewünschte Fläche mit einem Hautton frei. Ich glaube, auf die Funktion des Stempelwerkzeuges brauche ich hier nicht näher eingehen. Notfalls findet sich ein entsprechender Workshop im Board.

Damit die freigestempelte Fläche nun nicht so „flach und 2-dimensional“ aussieht, habe ich zu einem einfachen Mittel gegriffen: Mit dem Aus-bessern-Werkzeug wurde die jeweils freigestempelte Fläche umrandet und dieses umrandete Stück dann auf einen anderen Hautteil gezogen. Dadurch wurde sowohl der Licht/Schatten-Effekt als auch die Hautstruktur sehr schön auf die oberen Teile übertragen.

Am Schluss erfolgten dann noch die Kleinstarbeiten
– hier und da noch ein Schatten,
- die Haare ein wenig nachgemalt, damit der Kopf auch rund wird,
- einen kleinen Rahmen,
- einen passenden Text und fertig ist das Bild.
Ein Bild, bei dem es zeitweise schon recht schwierig war, eine ruhige Hand zu behalten :-)

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Pepexx
im Januar 2007


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Kommentare
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Portrait von Bodo_Bachmann69
  • 22.05.2010 - 15:40

Echt super. Arbeite gerade an einer Animation, in der man einen RV auf/zu schiebt…

Portrait von dk-1991
  • 01.01.2010 - 13:20

Klasse - Habe für ein kleines Schulprojekt eine ähnliche Idee, da kommt mir dieses Tutorial gerade recht! :)
Vielen Dank

Portrait von H3U

H3U

  • 16.08.2009 - 16:55

Thx. sehr gutes Tutorial,alles gut beschrieben.

Portrait von Nightrider01
  • 05.05.2009 - 12:58

Super! Genau sowas habe ich gesucht. Und viel leichter, als ich gedacht habe!

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 28.04.2009 - 20:48

Wirklich gut gemacht!

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 08.03.2009 - 18:15

echt cool und super gut beschrieben.

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 08.03.2009 - 18:15

echt cool und super gut beschrieben.

Portrait von horstmandy
  • 07.02.2009 - 20:44

Find ich super!
Gefällt mir gut, und die Umsetzung ist echt schön Beschrieben

Portrait von kaptan1
  • 23.12.2008 - 08:43

Tolle idee,gefält mir sehr gut

Portrait von Frankie26
  • 25.07.2008 - 20:51

yay geil erklärt!! Kann man immer mal gebrauchen!

Portrait von Nicegirl
  • 26.03.2008 - 15:22

Die Idee finde ich schon mal gut. Sehr gut beschrieben und man kommt gut damit zurecht beim Versuch es nachzumachen.

Portrait von igelschnauze
  • 18.03.2008 - 15:29

SUPER IDEE - Direkt mal abgekupfert ;-)))

Portrait von Mikz1979
  • 06.03.2008 - 01:02

ja die idee finde ich auch klasse nur gefällt mir das ende des reißverschlusses im kopfbereich nicht so gut...das wirkt nicht so wirklich aber die idee gibt gute anregungen....

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 11.01.2008 - 22:58

Gute Idee - kann man viel draus machen und auch prima in abgewandelter Form anwenden.

Portrait von Bstylez
  • 07.01.2008 - 23:43

wow, gibt tolle Inspirationen

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 21.12.2007 - 21:29

echt witziges tut - lassen sich wirklich ein paar nette dinge erarbeiten

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 21.12.2007 - 04:32

super tutorial. :) hat mir wirklich geholfen. d

Portrait von theArcitcMonk
  • 23.10.2007 - 15:37

WOW! Super Turtorial... Habe das fast genauso gemacht^^ nur ein bisschen abgewandelt.. aber: respekt ;P

Portrait von Breadfan
  • 14.10.2007 - 17:12

klasse Idee.. gleich mal probieren..

Portrait von Kirin25m
  • 17.09.2007 - 20:09

super Idee!!! muss ich mir merken

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